Lisa Ruhrort, Victoria Reichow, Alexandra Bensler
Klimaschutz sozial verträglich gestalten: Ansatzpunkte für eine Stärkung der sozialen Ausgleichsfunktion des ÖPNV in Großstädten

In Band 5/2026 der Reihe Difu Impulse stellen die Autorinnen Ansatzpunkte vor, wie der ÖPNV in Großstädten dem sozialen Ausgleich dienen kann.
Hierbei zielen die Fragestellungen auf die Nutzung des ÖPNV durch Menschen mit geringem Einkommen und mögliche Hürden dafür sowie auf konkrete Instrumente, die Kommunen für sozialverträglichen Klimaschutz anwenden können. Das Ziel muss es laut den Autorinnen sein, die Alternativen zum Auto wesentlich attraktiver auch für Menschen mit geringem Einkommen zu machen. Dafür ist auch in der Stadt noch einiges zu tun. Die Potenziale seien in urbanen Räumen aber höher, so dass sich die Studie auf Großstädte mit über 100.000 Einwohnern konzentriert.
Bei der Frage, wie Menschen mit geringem Einkommen bisher den ÖPNV nutzen, werden Punkte wie die Erreichbarkeit von Haltestellen, die Angebotsqualität oder die “Doppelnutzung” von PKW und ÖPNV behandelt. Im nächsten Kapitel geht es um die Nutzungshürden wie Zeitaufwand, periphere Zielorte sowie unweigerlich den Preis.
Wenn danach die städtischen Handlungsspielräume untersucht werden, geschieht das mit Hilfe einer Analyse von kommunalen Planungen sowie qualitativen Interviews. Natürlich spielen die Finanzen eine Rolle, aber längst nicht die einzige. Praxisbeispiele zeigen bereits Ansätze auf, die am Ende in die Handlungsempfehlungen der Autorinnen einfließen. Geld ist dafür wünschenswert, doch die Investitionen könnten sich auf längere Sicht amortisieren.
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