Matthew Skjonsberg

Living Cities: Three Centuries of Park System

Drei Jahrhunderte Parksysteme, so der übersetzte Untertitel des Buchs von Matthew Skjonsberg, sind eine lange Zeitspanne und doch gibt es Grünanlagen schon viel länger. Warum also dieser Abschnitt? Der Autor fokussiert sich auf Anlagen, die mit der Idee des "Civic Design" in Verbindung stehen – der ausdrücklich am Gemeinwohl orientierten Stadt- und Landschaftsplanung.
Fachliteratur Parks
Park Books, engl., gebunden, 288 Seiten, 225 farbige und 77 s/w-Abbildungen, 30 x 24,5 cm, ISBN 978-3-03860-363-4, 59 CHF/58 Euro.

Die Schaffung von Parksystemen ist eine historisch bewährte Methode, um stabile und ökologisch gesunde Lebensräume für Menschen sowie für die lokale Fauna und Flora zu erhalten. Die auch soziale Frage hinter dem "Civic Design" stellten sich dessen frühe Vertreter schon bevor das "Urban Design" aufkam, das sich vor allem an Technik, Wirtschaft und Industrie orientierte.

Skjonsberg wirft in "Living Cities" zunächst einen Blick zurück auf ältere bis antike Methoden und Ideen, ehe er zum Typus des englischen Landschaftsgartens kommt, der sich nicht mehr an den Konventionen der Renaissance- und Barock-Architektur orientierte. Das Beispiel Stowe in der englischen Grafschaft Buckinghamshire, angelegt von Gartengestalter Charles Bridgeman und dem Architekten John Vanbrugh ab 1713, lässt sich bereits als einer der ersten Vertreter des Civic Design lesen.

Leidenschaft für die Botanik und die Tierwelt verband sich schon im 19. Jahrhundert mit der Sorge um den Erhalt der Natur und um den Zugang möglichst vieler Menschen zu öffentlichen Freiräumen. Frühe Beispiele für Parksysteme sind etwa der Landschaftspark an der Ilm in Weimar, der auf Ideen von Johann Wolfgang Goethe und Herzog Karl August zurückging, oder die Anregungen des schottischen Gartenplaners John Claudius Loudon für das London des 19. Jahrhunderts. Skjonsbergs weitere Beispiele erstrecken sich vor allem über die USA, Großbritannien und Westeuropa, ehe in einem Kapitel über jüngere, zeitgenössische Projekte auch Städte wie Medellin, Addis-Abeba oder Seoul auftauchen.

Matthew Skjonsberg, PhD, ist Architekt und Landschaftsarchitekt. Zuletzt war er Dozent an der ÉNSA Versailles und der Universität Adelaide sowie Kurator von Ausstellungen in Lausanne und Tokio.

nt

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