Messe und Plattform

IFAT 2026: Kreislaufwirtschaft als Teil der Lösung für Zukunftsfragen

Knappe Ressourcen, geopolitische Spannungen, fragile Lieferketten und der Klimawandel: Die aktuellen Herausforderungen verweben Versorgungssicherheit, ökologische Resilienz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mehr denn je zu einem dichten Geflecht. Es gilt: Wer Stoffkreisläufe schließt, stärkt nicht nur ökonomisches Wachstum, sondern auch politische Handlungsfähigkeit.
Kreislaufwirtschaft IFAT München
Die Veranstaltungsbühnen bei der IFAT Munich sind farblich gekennzeichnet - wie hier die "Orange Stage". Foto: Messe München GmbH

Zukunftsfähige Infrastrukturen entstehen allerdings erst im Zusammenspiel vieler Technologien und Strategien – von effizientem Wasser- und Abwassermanagement über digitale Tools bis hin zu sektorübergreifender Zusammenarbeit. Diese Themen greift die IFAT Munich vom 4. bis 7. Mai 2026 in der Messe München auf. Die IFAT versteht sich als Weltleitmesse für Umwelttechnologien. Es gibt sie mittlerweile seit 60 Jahren. 2026 werden mehr als 3.000 Aussteller aus über 60 Ländern erwartet, die sich auf 18 Messehallen und das Freigelände verteilen.

"Die Transformation zur zirkulären und ressourceneffizienten Wirtschaft ist kein Zukunftsprojekt mehr, sondern Voraussetzung für Stabilität, Rohstoffresilienz, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit", findet Dr. Johannes F. Kirchhoff, Vorsitzender des Fachbeirats der IFAT Munich und beschreibt den Anspruch der Messe: "Die IFAT Munich 2026 zeigt, wie sich dieser Wandel in der Praxis gestalten lässt – lösungsorientiert, sektorenübergreifend und global vernetzt." Passend dazu hat die IFAT Ableger in verschiedenen Regionen der Welt, darunter China, Indien, die Türkei und Brasilien.

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Kreislaufwirtschaft IFAT München
Die Messe bietet nach Eigenbeschreibung Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität. Foto: Messe München GmbH

Wasserwirtschaft und Kommunen

Ein zentraler Schwerpunkt der IFAT liegt traditionell auf der Wasserwirtschaft, so auch in diesem Jahr in München. Insbesondere Kommunen stehen vor der Aufgabe, Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung zukunftssicher aufzustellen, neue gesetzliche Anforderungen umzusetzen und ihre Infrastrukturen klimaresilient auszubauen. So müssen erstmals verbindliche Grenzwerte für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) im Trinkwasser eingehalten werden. Das erfordert Investitionen in Monitoring, Analytik und Aufbereitungstechnologien. Wie sich PFAS technisch und wirtschaftlich handhaben lassen, diskutiert das vom figawa e. V. organisierte Panel "PFAS im Fokus: Herausforderungen und Lösungen zum Umgang mit dem Jahrhundertgift" am 6. Mai 2026.

Zu den weiteren Themen der Kommunen gehört die novellierte Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), nach der etwa die Abwasserbehandlung künftig energieneutral erfolgen soll und mehrere hundert Kläranlagen in Deutschland bis 2045 eine vierte Reinigungsstufe benötigen. Kommunale Kläranlagen-Betreiber sind außerdem ab 2029 zur Phosphor-Rückgewinnung verpflichtet.

Veranstaltungsprogramm für Wissenstransfer und Austausch

Beim Veranstaltungsprogramm setzt die Messe auf eine farbliche Kennzeichnung der Bühnen: Auf der Blue Stage stehen Fragen rund um Wasserressourcen, Wasserwiederverwendung, Kanalinstandhaltung und klimaresiliente Infrastruktur im Fokus. Die Orange Stage beleuchtet Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz, Stoffstrommanagement, Logistik sowie Mobilität und Technik in Kommunal- und Abfallwirtschaft. Die Green Stage bietet Raum für Aussteller, um konkrete Produkte, Lösungen und Innovationen vorzustellen und im direkten Austausch zu erklären.

Ergänzt wird das Angebot durch Lösungstouren, Spotlight Areas, Cross-Industry Sessions sowie Live-Demonstrationen & Wettbewerbe. Die Startup Area stellt innovative Zukunftsideen und Kooperationsmodelle in den Vordergrund.

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