Schuldenabbau

Milliardenüberschüsse in den Kommunen

Gestiegene Steuereinnahmen sind eine Hauptursache dafür, dass Deutschlands Kommunen in 2016 5,4 Milliarden Euro Überschuss verzeichnet haben. Foto: schubalu, pixelio.de

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden jüngst mitteilte, haben Deutschlands Kommunen im Jahr 2016 einen Überschuss von rund 5,4 Milliarden Euro verzeichnet. Das stellt eine Steigerung um 2,2 Milliarden gegenüber dem Vorjahr und gleichzeitig das beste Ergebnis seit der 2008 ausgebrochenen Finanzkrise dar. Die Hauptgründe für diese Entwicklung liegen in gestiegenen Steuereinnahmen und höheren Zahlungen vom Bund. Insbesondere das Plus bei der Gewerbesteuer hat den Kommunen höhere Einnahmen beschert. In der Summe belaufen sie sich auf 89,8 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um nahezu sechs Prozent darstellt. Zudem haben sich Bund und Länder im Jahr 2016 mit mehr Geld an den kommunalen Sozialleistungen beteiligt. Somit blieben den Kommunen trotz der Zunahme der Sozialleistungsbeträge um zehn Prozent - vor allem für Asylbewerber sowie Kinder und Jugendliche - signifikante Mehrausgaben erspart.

Die guten Haushaltszahlen aus 2016 schlagen sich auch in der öffentlichen Verschuldung Deutschlands nieder. So haben die Kommunen im letzten Jahr 247 Milliarden Euro eingenommen, jedoch nur rund 241,6 Milliarden Euro ausgegeben. Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände sank binnen Jahresfrist am stärksten - um 1,6 Prozent auf rund 141,9 Milliarden Euro. Die Gemeinden in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg konnten prozentual besonders viele Schulden tilgen.

hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2017 .

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