Düsseldorf

Modulares Baumquartier für die Innenstadtlage

Das fertige TreeParker-Baumquartier bietet beste Standortbedingungen: Statt verpresster Pflanzerde finden die Lederhülsenbäume in Düsseldorf lockeres, gut belüftetes Substrat. Foto: Gefa

Düsseldorf Innenstadt -seit 2021 schmücken neun Amerikanische Gleditschien (Gleditsia triacanthos) die Schadowstraße. Sie bieten Sonnenschutz, filtern Schadstoffe aus der Luft und geben Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Der auch als Lederhülsenbaum bekannte Baum gilt als trockenheitsresistent und anspruchslos - perfekt also für einen Standort in der Innenstadtlage, die meist wenig Rücksicht auf ihre grünen Bewohner nimmt.

Die Ringbeck GmbH aus Oelde schuf bereits mit der Promenade am Kö-Bogen ein grünes Areal inmitten der Stadt. Bei der Schadowstraße stellte sich dem Garten- und Landschaftsbauunternehmen eine zusätzliche Herausforderung: Nur rund 1,50 Meter Aufbauhöhe standen im Boden zur Verfügung, darunter beginnt die Infrastruktur der ebenfalls zu berücksichtigenden U-Bahn. Karsten Suckau, Bauleiter und Geschäftsführer der Ringbeck GmbH, blieb gelassen. Schließlich hatte man bereits beste Erfahrungen mit dem TreeParker-System der Gefa Fabritz GmbH gesammelt. Das Baumquartier bietet Bäumen ausreichend Freiraum für ihre Wurzeln und schützt zugleich Rohrleitungen sowie Pflasterung vor möglichen Schäden.

TreeParker ist ein modernes Baumquartier, das flexibel aus einzelnen Modulen zusammengefügt wird. Jedes Modul besteht aus drei verschiedenen Elementen, die sich schnell und einfach vor Ort montieren lassen: Auf ein Rahmenmodul werden vier Pfosten gesteckt, ein weiteres Rahmenmodul dient zum Verschließen. Mit dieser Stecktechnik erreicht das gesamte System eine sehr hohe Belastbarkeit bis zu 15,5 Tonnen Achslast pro Quadratmeter. Ist das fertig montierte Baumquartier verfüllt, kann es problemlos überpflastert werden. Der Baum wird anschließend einfach in die vorgesehene Öffnung gepflanzt.

Die Flexibilität des TreeParker Systems überzeugt: Beim Einbau stießen Suckau und sein Team immer wieder auf bislang unkartierte Leitungen und Rohre. Statt die Pläne immer wieder zeitraubend anzupassen, ließen die Komponenten sich einfach an die Gegebenheiten vor Ort anpassen: Durch Einkürzen der Pfosten kann jede gewünschte Höhe hergestellt werden. Die Leitungsinfrastruktur konnte auf diese Weise integriert oder nah am Systemkörper vorbeigeführt werden. Zug um Zug entstanden so die insgesamt neun Baumquartiere.

Noch während des Aufbaus wurden die Quartiere mit dem Luwa-System, ebenfalls aus dem Hause Gefa, ausgestattet. Das Rohrsystem vereint Belüftung und Bewässerung über einen Einfüllstutzen. Die Technik trennt Wasser von Luft und verhindert zudem negative Begleiterscheinungen wie Kamineffekt oder die Überschwemmung der Luftleitungen bei Starkregen. Da Wasser und Sauerstoff in die unteren Wurzelbereiche geleitet werden, finden auch Wurzeln den Weg in die Tiefe. Ein oberflächennahes Wachstum und damit Schäden am Pflaster wird effektiv unterbunden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 07/2021 .

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