Moritz Ochsmann

Hitzeaktionspläne in der kommunalen Praxis

Verbundvorhaben DAS: Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis (Plan°C), (Difu Impulse 3/2025)
Fachliteratur Klimawandel
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), 61 S., zahlr. Grafiken u. Abbildungen, vierfarbig, ISSN 1863-7728, kostenloser Download über Difu

Heiße Tage, Tropennächte und Hitzeperioden werden durch den fortschreitenden Klimawandel auch für deutsche Städte zunehmend zur Herausforderung. 2017 veröffentlichte das Bundesumweltministerium Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen (HAPs), die ein zentrales Instrument der kommunalen Hitzevorsorge darstellen. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat gemeinsam mit den Städten Düsseldorf und Karlsruhe im Projekt "Plan°C" erarbeitet, wie diese Handlungsempfehlungen in konkretes Verwaltungshandeln übertragen werden können. Das sehr begrüßenswerte Ziel ist die Beschleunigung und Verbreitung der HAP-Erstellung auf kommunaler Ebene: Städte und Gemeinden sollen möglichst zügig ins Handeln kommen.

Die Projektergebnisse, darunter detaillierte Praxisberichte aus Düsseldorf und Karlsruhe sowie eine inhaltliche Auswertung aller bis Ende 2024 veröffentlichten deutschen HAPs, sind in diesem Difu-Impulse-Band detailliert dargestellt. Darüber hinaus hat Autor Ochsmann über die Bundesgrenzen hinaus nach Frankreich geschaut, wo es bereits seit 2004 eine nationale Hitzeaktionsplanung gibt, welche auch die Kommunen in die Pflicht nimmt. Eine wichtige Erkenntnis hieraus: Die Hitzeaktionsplanung kann dann erfolgreich sein, wenn sie als integrierter Ansatz verstanden wird und etwa auch soziale Angebote für ältere Menschen umfasst.

In Deutschland waren im Rahmen von Plan°C Düsseldorf und Karlsruhe die Modellkommunen, doch selbstverständlich haben auch andere Städte und Gemeinden mit der Hitzeaktionsplanung begonnen, in der Regel verzahnt mit Konzepten zur Klimaanpassung. Eine kommunale Pflichtaufgabe ist die Hitzevorsorge hierzulande allerdings noch nicht, was die größeren Unterschiede in Art und Umfang der Programme erklärt. Das große Verdienst dieses Bandes ist es, neben den von der WHO empfohlenen Maßnahmen einen Überblick und Stand der Dinge in Deutschland zu präsentieren, der gleichzeitig konstruktiv, aber nicht beschönigend ist. Praktisch für die Koordination in den Kommunen ist der enthaltene Jahreskalender für die Hitzeaktionsplanung.

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