KommTec Live

Neue Demonstrations-Fachmesse zeigt Kommunaltechnik

Das Gelände der KommTec live umfasst neben der modernen Messeinfrastruktur ein großzügiges Freigelände, das mit Geräteträgern und Anbaugeräten aller Art und Größe aufwartet. Foto: bema

Am 12. und 13. September 2019 findet die Premiere der KommTec live in Offenburg statt. Die neu konzipierte Fachmesse mit begleitendem Vortragsprogramm widmet sich den drei Schwerpunkten Straßenbau und Infrastruktur, Abwasser sowie Abfallwirtschaft und Recycling. Dabei steht der Live-Charakter im Mittelpunkt der Veranstaltung. Besucher aus den Sparten Abwasser und Tiefbau, der Abfallwirtschaft, Städteplanung, Landschaftsarchitektur oder Ingenieurwesen gehören zur Kernzielgruppe, an deren Bedarf sich das Messeformat ausrichtet.

Beste Voraussetzungen für praxisgerechte Maschinen-Demonstrationen bietet das großzügige Freigelände sowie die moderne Halleninfrastruktur. Ein definiertes Demo-Gelände bietet Ausstellern während der gesamten Messelaufzeit die Möglichkeit, Maschinen sowie Gerätschaften vorzustellen. Begleitet durch Fachvorträge können Besucher zudem an zahlreichen Fachseminaren teilnehmen. Der Besuch der Seminare ist dabei bereits im Eintrittspreis eingeschlossen. Pro Messetag finden drei Seminare statt.

Seminare zu Wildkrautentfernung, Unterflursysteme, Smart City

Die Vortragsreihe beginnt am Donnerstag, 12. September, 10.00 Uhr, mit dem Thema Wildkrautentfernung. Wildkräuter wachsen überall, auch auf versiegelten Flächen und Wegen. Eine gewisse Pflanzenkenntnis ist erforderlich, um das Unkraut wirkungsvoll zu entfernen. Chemische Verfahren sind gängig, aber zumeist auch mechanische und zunehmend auch thermische Entfernung der Wildkräuter. Im Seminar erläutert der Abteilungsleiter der Stadtreinigung, Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz, Karsten Loth, an Beispielen, welche Verfahren möglich sind und wie deren Wirkungsgrad ausgeprägt ist. Ab 13.00 Uhr geht es dann um Elektroaltgeräte und Batterien. In der Regel sind die Wertstoffhöfe die Annahmestellen für diese Art Abfall. Das Seminar startet mit aktuellen, rechtlichen Informationen für eine einwandfreie Annahme, Trennung und Sortierung. Es lauern auch Risiken bei der Annahme. Erfahrungen zeigen, dass Lithium-Ionen-Batterien in Brand geraten können. Sie sind deshalb als Gefahrgut eingestuft. Um eine Gefährdung des Annahmepersonals zu vermeiden, sind entsprechende Kenntnisse und Sorgfalt erforderlich.

Von 15.00 bis 17.00 Uhr wird das Themenfeld Unterflursysteme behandelt. Hierbei geht es um moderne Systeme zum Zwischenlagern von Abfallmengen, vor allem im öffentlichen Raum. Unterflursysteme sind leicht zu bedienen. Sichtbar ist nur eine ästhetische Einwurfsäule. Sie zeichnen sich durch hohe Ladeleistungen aus. Dies bedeutet weniger Entleerungen, weniger Müllfahrzeuge und damit geringere Emissionen und weniger Personalbedarf. Das Seminar gibt vor allem Antworten auf Fragen der Wirtschaftlichkeit, Sauberkeit, Hygiene und Nachhaltigkeit.

Am Freitag, 13. September gilt ab 10.00 Uhr zunächst dem Winterdienst die ganze Aufmerksamkeit. Dr. Horst Hanke vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Saarbrücken wird in diesem Seminar die haftungsrechtlichen Risiken darstellen und auf die arbeitsrechtlichen Vorgaben beim Einsatz des Winterdienstpersonals eingehen. Auch in technischer Hinsicht steht der Winterdienst vor einem tiefgreifenden Wandel, dazu zählen die zunehmende vorbeugende Streuung, die Automatisierung und die Assistenzsysteme im Fahrzeug, die für mehr Sicherheit auf der Straße sorgen. Vermittelt werden praktische Hinweise für die effektive und rechtssichere Durchführung des Winterdienstes. Auch gibt es Tipps, wie der Winterdienst auf Anlieger oder Dritte übertragen werden kann.

Zentrales Zukunftsthema ist die Smart City ab 13.00 Uhr mit Veronika Zettl vom Fraunhofer-Institut. Der Einsatz digitaler Technologien in der Stadt soll es möglich machen, dass Lebensqualität erhalten bleibt, obwohl immer mehr Menschen auf engem Raum zusammenleben. Hierbei ist der Umgang mit Lärm, Müll, Emissionen und Verschmutzungen ein großes Problem. Die Referentin schildert, wie digitale Zukunftstechnologien konstruiert sind und gibt Anwendungsbeispiele für deren Übertragung in die Kommunalwirtschaft.

Die Stadtentwässerung zählt zu den komplexesten und aufwändigsten kommunalen Aufgaben. Ein Kanalnetz besteht aus Kanälen, Schächten, Regenüberlaufbecken, Pumpwerken und Revisionsschächten. Beim Bau, der Überwachung sowie Instandhaltung ist ein umfangreiches Regelwerk zu beachten. Die Betriebshöfe haben außerdem Spezialfahrzeuge im Einsatz. Das alles erfordert umfangreiches Spezialwissen. Auch das Personal ist vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Deshalb stellen die Schutzvorschriften in diesem Seminar ein zentrales Thema dar.

Geräteträger und Anbaugeräte auf Messegelände im Einsatz

Das Gelände der KommTec live umfasst neben der modernen Messeinfrastruktur ein großzügiges Freigelände, das mit Geräteträgern und Anbaugeräten aller Art und Größe aufwartet. Neben den Messeständen stehen den Ausstellern weitere Flächen mit unterschiedlichster Geländestruktur für Maschinenvorführungen zur Verfügung. "Wir haben ein vielschichtiges Gelände mit unterschiedlichen Wegführungen, Trottoirs und Randsteinen, wo der Einsatz beispielsweise von Kehrmaschinen oder Wildkrautbürsten simuliert werden kann", betont Projektleiter Volker Matern.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2019 .

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