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Neue Pücklersche Blutbuche vor dem Schloss Babelsberg

Cord Panning (v. l. n. r.), Parkdirektor von Bad Muskau, Michael Rhode, SPSG-Gartendirektor, und Gert Streidt, Parkdirektor von Branitz, gaben der jungen Blutbuche ihren endgültigen Standort auf dem Bowlinggreen gerahmt von Schloss Babelberg und der Glienicker Brücke. Der Jungbaum ist ein Geschenk aus Muskau und ein Symbol für die Verbundenheit der Pückler-Parks. Foto: Ines Lauzat, Pro Baum

Potsdam Babelsberg hat wieder eine Blutbuche. Nachdem im letzten Jahr die 166 Jahre alte Blutbuche gefällt werden musste, kam nun mit der Pflanzung eines jungen Baumes "wie in einem Gemälde die Farbe zurück" in den Landschaftsgarten, freute sich der Prof. Dr. Michael Rhode, Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), sichtlich. Die Nachpflanzung fand Mitte April statt und füllt die schmerzliche Lücke, die der alte Originalbaum nach seinem Absterben hinterließ.

Bei dem Jungbaum handelt sich um eine Vermehrung der großen Blutbuche vor dem Bad Muskauer Schloss. Den Mutterbaum ließ Hermann von Pückler-Muskau 1826 als Großbaum aus dem Park des Herrenhauses in Groß Schacksdorf verpflanzen. Als mächtiger Solitär stand er an der Rampe des Bad Muskauer Schlosses, bis er vor zehn Jahren seine Altersgrenze erreichte. Rechtzeitig vor dem Absterben des Altbaumes wurde seine Vermehrung und Nachzucht in Auftrag gegeben. Einer der dabei gewonnen Jungbäume füllt nun die entstandene Lücke auf dem Bowlinggreen vor dem Potsdamer Schloss Babelsberg. Als Geschenk von der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau symbolisiert die junge Blutbuche den auch Zusammenhalt der Pückler-Parks.

Noch ist der 19 Jahre alte Baum gerade einmal 3,50 Meter hoch. Doch die kräftige Farbgebung des roten Laubs setzt bereits jetzt einen Akzent in dem satten Grün der Umgebung. Und das leuchtende Rot wird die Parkbesucher das ganze Jahr über erfreuen.

"Die Blutbuche war und ist ein sehr populärer Baum. Neben Pückler gehörte auch Lennè zu seinen Liebhabern", erklärte Katrin Schröder, Kustodin Abteilung Gärten der SPSG, während der Baumpflanzung. Bevor der Jungbaum nach Potsdam kam, war er mehrfach gereist. Von Muskau aus kam er als Edelreis in eine Spezialgärtnerei nahe Frankfurt und von dort als kleiner Baum zurück nach Muskau. 2016 wurde der Jungbaum dann auf dem Dach der Bonner Bundeskunsthalle präsentiert, wo im Rahmen der großen Pückler-Ausstellung "Parkomanie - Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler in Muskau, Babelsberg und Branitz" ein Pücklerscher Beispielgarten erblühte. Nach dem Ende der Ausstellung kam er dann nach Potsdam in die Babelsberger Parkgärtnerei und wartete dort auf seinen Platz zum Wurzeln schlagen.

ILa

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe ProBaum 02/2018 .

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