Worms

Neue Strategien gegen sommerliche Hitzewellen

Worms zeigt, wie es geht: Ein Plakat weist auf das Thema hin. Viele vulnerable Gruppen wie Ältere, kleine Kinder, physisch und psychisch Kranke sind betroffen und bedürfen in Hitzewellen besonderer Aufmerksamkeit. Abb.: www.hitze-worms.de

Als eine der ersten Städte in Deutschland hatte Worms sich das Ziel gesetzt, die hitzebedingten Erkrankungen und Todesfälle nachhaltig zu reduzieren und einen umfassenden vorbeugenden Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Das aktuelle Vorhaben mit dem Titel "Hitze Sicher/Worms - gemeinsam Handeln" unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Förderprogramms "Anpassung an den Klimawandel" nun für zwei Jahre mit einer Gesamtsumme in Höhe von 300 000 Euro.

Häufung von hitzebedingten Todesfällen

Es komme zu einer Häufung hitzebedingter Erkrankungs- und Todesfälle, insbesondere bei "vulnerablen Personengruppen" wie ältere Menschen, Kleinkinder und Säuglinge, Menschen mit psychischer und physischer Beeinträchtigung, Menschen, die viel im Freien arbeiten, Menschen, die wohnungslos sind oder in Gemeinschaftsunterkünften leben, und Sportler*innen.

Ein Frühwarnsystem, das auf Informationen des Hitzewarndienstes des Deutschen Wetterdienstes fußt und worüber die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen erreicht werden sollen, gehört zu den kurzfristigen Maßnahmen des Projekts. In einem weiteren Schritt werden mittelfristig Netzwerke aufgebaut, die in akuten Hitzephasen mit geeigneten Maßnahmen helfen und unterstützen können. Dazu gehören Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen, Kirchen sowie Fachleute aus Gesundheitsversorgung und Pflege, Schulen, Kindergärten und Baugenossenschaften. Aber auch Nachbarschaftshilfe und bürgerschaftliches Engagement wird einbezogen.

In Extremsituationen müssen Menschen aufeinander Acht geben

"Es ist wichtig, dass die Menschen in solchen extremen Situationen aufeinander Acht geben", sagt Klimamanagerin Selma Mergner und lädt alle Akteur*innen ein, die mit sogenannten hitzevulnerablen Bevölkerungsgruppen zusammenarbeiten, um bei der Erstellung eines Aktionsplans mitzuwirken.

Die Ergebnisse aus vier Workshops liegen jetzt vor. Sie werden zu Maßnahmenpaketen gebündelt und zum Hitzeaktionsplan verdichtet; ab 2022 wird es an die Umsetzung gehen. Ein Leitfaden soll andere Kommunen motivieren und helfen, eigene Aktionspläne zum Hitzeschutz zu entwickeln.

Der Leitfaden wird im kommenden Jahr auf folgender Seite abrufbar sein: www.hitze-worms.de. Weitere Infos: Selma Mergner, Stadt Worms, Abteilung 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft, Tel. 0 62 41/8 53-35 01, selma.mergner@worms.de.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2021 .

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