Wasser – Natur und Kultur eines Elements

Nicht alles fließt

von

1 Wasser-Spiegel II. Ohne Titel (Bäume, Gebäude und Leute) Hamburger Stadtpark, Februar 2019, Experimentelles Foto. Foto: Inge Rubbert

Springbrunnen und Skulpturenensemble Raub der Proserpina (um 1775) von Johann Peter Wagner im Südgarten der erzbischöflichen Residenz Würzburg. Foto: Hanns-Werner Heister, Mai 2015

Irdisches Leben ist nicht ohne Wasser möglich. Das gilt sowohl für seine Entstehung wie für seine Erhaltung, und auch für den menschlichen Körper, wie überhaupt für die Körper von Wirbeltieren. Er besteht zu etwa Dreiviertel aus Wasser, ungleichmäßig verteilt. Ungleichmäßig verteilt auf Nord- und Südhalbkugel sind die Salzwassermassen, die etwa zwei Drittel der Oberfläche der Erde bedecken. Und global ungleich verteilt ist der Zugang zu trinkbarem Wasser. Das Thema Wasser ist im Wortsinn fast uferlos. Zwei experimentelle Photographien, die die Widerspiegelungs-Eigenschaften der Wasseroberfläche nutzen, geben dem Artikel einen Rahmen. (Abb. 1)¹

Ich beschränke mich auf einige wenige der unzähligen Aspekte und führe hier zwei Hauptthemen durch: stark und gezielt bewegtes Wasser in Gestalt von Springbrunnen, und stehendes Wasser in der Extremgestalt von Eis und Schnee. Beides zeigt etwas von der besonderen Wandlungsfähigkeit des Wassers. Auch wenn da die anderen drei Elemente in vielem mithalten können: Die drei Aggregatzustände flüssig, fest und gasförmig schaffen sie nicht.²

Wasserkünste. "Aufsteigt der Strahl, und fallend gießt" (C.F. Meyer)

Wasser als Medium des Lebens und materielles Zeichen von Lebendigkeit gehört nicht nur zur Landwirtschaft, sondern auch zur Stadt. Ansiedlungen, in denen kein Wasser zu sehen oder wenigstens zu spüren ist, wie etwa in den öden Suburbs US-amerikanischer Städte, wirken seltsam leblos. Die Rasensprenger sind da kein vollwertiger Ersatz. Kanäle, Kaskaden, Brunnen aller Art, Teiche und Tümpel tragen zur Gliederung und Belebung der Stadtlandschaft bei. Ein charmantes Äquivalent von Kanälen sind die Stadtbäche, die meist nicht überdeckt sind wie heute noch in Freiburg im Breisgau oder im südostfranzösischen St. Martin-Veribie.³

Besonders lebendig wirkt bewegtes Wasser in Gestalt von Springbrunnen. Jaques Boyceau de la Barauderie (1560-1633), Intendant der königlichen Gärten von Henri IV. bis Ludwig XIII., sagte sogar: "Wasser ist die lebendige Seele der Gärten."4 Die Faszination ist sehr alt, und sehr weit verbreitet. Eine Stichprobe mit dem Suchbegriff "Springbrunnen" am 16.4.21 bei Google brachte 5.360.000 Ergebnisse (0,55 Sekunden). Mit dem Springbrunnen arbeiten die Menschen mit Technik gegen die Natur mit der Natur, indem sie, je nachdem, Gefälle nutzen oder Pumpen. Diese wurden betrieben durch Göpel mit Tieren oder Sklaven oder auch durch Wasserräder wie das 1681-1685 erbaute riesige Wasserhebewerk in Marly für Park und Schloss Versailles. Es war "großartig - schwach und sinnlos"; bei mindestens vier Millionen Livres Baukosten5 lieferte es nur 80 PS und hatte einen hohen Reparaturbedarf.6 Die Wassermenge genügte nie. Die grandiose Naturbeherrschung als "radikale Unterwerfung der Natur"7 stieß an einem entscheidenden Punkt an ihre Grenzen. Oft wurden, um die Fassade zu wahren, nur diejenigen Springbrunnen angeschaltet, die gerade von Gästen besichtigt wurden.

Springbrunnen nötigen das Wasser zu etwas, das es außer bei artesischen Brunnen oder Geysiren von sich aus ungern tut, nämlich gezielt gebündelt, geradezu laserartig senkrecht von der Erde weg aufzusteigen. 8 Dass es danach dennoch wieder unaufhaltsam abwärts geht, wie bei Gletschern und Fließgewässern, gehört zur Dialektik der Natur. Sie wird im antiken zweizeiligen Distichon nachgebildet, jedenfalls in Schillers Lesart: "Im Hexameter steigt des Springquells silberne Säule,/Im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab." (1796) 9 (Abb. 2)

Die teils latent, teils offen gewalttätige menschliche Naturbeherrschung spiegelt sich in diesem Teil des Figuren-Programms. Die Entführung durch Hades/Pluto, den Gott der Unterwelt, beginnt an einem Gewässer: "Mit tiefgehender Flut liegt nahe den Mauern [. . . ] ein See." (Ovid, Metamorphosen, Buch 5, Vers 385-424)10 Persephone/Proserpina ist die Tochter der Muttergöttin Demeter/römisch Ceres, Göttin der Fruchtbarkeit. Das Motiv verweist auch auf die nicht nur im Barock fast obligatorische und "natürliche" männliche Herrschaft. Der Raub der Europa findet sich im selben Park.

In Peterhof bei St. Petersburg, 1714 von Peter dem Großen begonnen, symbolisieren Schloss und Park die Seeherrschaft Russlands nach dem Sieg über die schwedischen Invasoren. Versailles überbietend, sollten die Kaskaden und Wasserspiele mit Meerblick der Intention des Zaren gemäß dem Meer "Reverenz erweisen".¹¹ Die aufgeklärte Katharina II., Zarin seit 1762, hasste die Fontänen, "die das Wasser vergewaltigen und es in eine Richtung entgegen der Natur zwingen".¹² Sie bewahrte zwar den barocken Teil, ließ ihren eigenen Schlosspark aber ohne Fontänen als Englischen Garten einrichten.

Hohe, weiträumige Springbrunnen waren in den "mittelalterlichen" europäischen Städten des Hochfeudalismus selten. Der Raum war zu beschränkt, und die Herstellung des nötigen Gefälles schwierig. Die Wasserspeier an gotischen Kathedralen, die Gargoyles, mythische, meist fratzenhafte Figuren, leiten das Regenwasser von den Dächern brav von oben nach unten ab. Erst die verbesserten technischen Wasserkünste der Renaissance und die weiträumigen fürstlichen Gärten erlaubten hohe Springbrunnen - parallel dazu wurden besonders im Zeitalter des Absolutismus ausgedehnte Wasserflächen statt bloßer Brunnen in die barocken Parks integriert, in riesigen Ausmaßen vor allem in Versailles¹³, wie später dann auch in den Englischen Garten.


Abb. 2: Wasserspiele im Teich des Parterre, Eremitage Bayreuth. Foto: Hanns-Werner Heister, Juli 2017

Abb. 4: Buenos Aires, Stadthistorisches Museum, Innenhof. Foto: Hanns-Werner Heister, Oktober 2010

Abb. 5: Kaiser-Wilhelms-Platz, Berlin-Schöneberg: Serie von kleinen Springbrunnen im Boden; daneben eine Gedenktafel, die Standorte von Konzentrationslagern auflistet. Foto: Hanns-Werner Heister, Juli 2016

Abb. 6: Crellestraße, Berlin-Schöneberg. Foto: Hanns-Werner Heister, Juli 2016

Für manche überdimensionale Fontänen reichen weder Stadt- noch Parkraum; es muss dann ein See sein wie etwa in Genf oder, erheblich kleiner, sozusagen in Richtung "graue Null", auf der Hamburger Binnenalster.

In der Regel begnügen sich traditionelle Parks mit Springbrunnen mittlerer Größe. Diese werden aber oft so vervielfacht, dass sich eine Monumentalität zweiten Grades in der Fläche statt der Höhe ergibt; modellhaft etwa im Garten der Villa d'Este in Tivoli, angelegt seit 1590 im Geist des Manierismus.14 Auch im Park der Eremitage bei Bayreuth, ab 1735 unter der Markgräfin Wilhelmine phantasievoll erweitert und ausgebaut, finden sich neben einer kleinen Nachbildung des Typs Grand Canal von Versailles, dem Kanalgarten, zahlreiche stündliche Wasserspiele auf der Ebene des Schloss-Parterres und in dem tiefer liegenden Grotten- beziehungsweise Nymphäum-Teil des Parks. Im Springbrunnen des Parterre zeigt die Skulptur am rechten Bildrand das Motiv des Gewaltgebrauchs gegen Frauen. Beim Triton auf der linken Seite spritzt das Wasser ziemlich ungeniert aus dem Penis, ein höfisches Pendant zum plebejischen Brüsseler "Männeken Pis" (Abb. 3).

Miniaturisierte Zurücknahmen des Monumentalen gab es schon früh. Der kleine Springbrunnen im Innenhof des Stadthistorischen Museums von Buenos Aires setzt spanische Traditionen fort, die ihrerseits auf die arabisch-maurische Kultur zurückgehen (Abb. 4).

Eine andere Variante fortschreitender Miniaturisierung sind die Springbrunnen in bürgerlichen Gärten, Vorgärten und Schrebergärten. Das geht dann weiter bis zum Tischspringbrunnen fürs Wohnzimmer - beides eines eigenständigen Artikels wert. Die Lebendigkeit des Wassers scheint unwiderstehlich.

Überfluss und Mangel. "Wasser ist zum Waschen da"

So beginnt der Refrain eines albernem, aber lustigen Schlagers der Drei Peheiros von 1956, der überdies den Nutzen für Vieh, Feuerwehr und Zähneputzen auflistet (Abb. 5). Die Fülle der Gegenwart erinnert an Schrecken der Vergangenheit. In den KZs gab es für die Häftlinge kaum genug Wasser zum Trinken, und schon gar keines war zum Waschen da. Die Gegenwart ist verlockend, und manchmal rennen Kinder doch durch die kleinen Fontänen, aber die Hauptverkehrsstraße ist zu nah und zu wenig abgegrenzt, um ein wirkliches Wasservergnügen aufkommen zu lassen. Die Gedenktafel selber, so berechtigt und richtig und nötig sie ist, trägt auch nicht zu freudiger Gestimmtheit bei. Spielen mit und im Wasser ergänzt die vor allem im Absolutismus entstandenen Wasserspiele. Formschöne Natursteine gliedern eine kleine Brunnenanlage mit nach oben und nach unten fließendem Wasser, die Kinder zum Verstecken, Fangen und Plantschen einlädt, und an den Rändern Platz für Ältere bietet (Abb. 6).

"Komm in den totgesagten Park, und schau" (Stefan George)

Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass Wasser immer fließt, und ebenso wenig, dass immer Wasser fließt. Häufig sind die Leitungen leer, aus den Hähnen kommt kein Wasser, der Springbrunnen steht still wegen zu niedrigem Grundwasserspiegel und Wasserdruck, was wiederum bedingt ist durch den Mangel an Regen. In den Tropen und Subtropen ist das seit langem so. Nun tritt Wassermangel verstärkt in außertropischen Klimazonen auf. Bereits in der alten Bundesrepublik Deutschland gab es manchmal im Hochsommer eine Wasserknappheit, und daher Verbote, den Rasen zu sprengen oder Autos zu waschen. Weltweit ist der Zugang zu Wasser und zumal sauberem Wasser sehr ungleich verteilt, wie der materielle Reichtum überhaupt. Wie viele Entwicklungsländer leidet auch Tansania unter chronischem Wassermangel, der in manchen Jahren katastrophale Ausmaße annimmt (Abb. 7).

Abb. 7: Wenig Wasser, kein Vergnügen. Park im Zentrum von Mwanza, Tansania. Foto: Hanns-Werner Heister, Januar 2019

Abb. 8: Wenig Wasser, viel Vergnügen für einen Zweieinhalbjährigen, April 2019. Foto: Lena Heister, April 2019

Abb. 9: Festes Wasser. Vereister Springbrunnen auf der Pfaueninsel in Berlin. Foto: Hanns-Werner Heister, Januar 2015

Wasser ist Thema und fester Bestandteil in Mythos, Magie und Märchen, von Kosmogonien der Weltentstehung aus dem Wasser bis zum Kunstmärchen wie Theodor Storms Die Regentrude (1863/1864). In diesem geht es um das für die bäuerliche Wirtschaft lebensnotwendige Wasser. Das Märchen beginn mit: "Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern." Das Wasser wird in diesem Kunstmärchen von der matriarchalen Regentrude, auch eine Erscheinung der Muttergöttin, die durch eine beherzte junge Frau geweckt wird, gerecht verteilt, und die Armen werden dabei bevorzugt. Es ist eben ein Märchen. Verteilungskämpfe sind eine Konstante in der Weltgeschichte. Sie dürften sich heute wegen des mancherorts schon katastrophalen Klimawandels wieder einmal noch verschärfen. Für Kinder reichen schon Reste von Regen in einer Pfütze, um Schiffchen schwimmen oder Steine hineinplatschen zu lassen - oder gleich sich selber (Abb. 8).

"Mit harter, starrer Rinde/Hast du dich überdeckt" (Wilhelm Müller/F. Schubert, Winterreise)

Wasser fließt auch aus anderen Gründen als chronischem oder akutem Wassermangel nicht. Der Wechsel vom Flüssigen zum Festen ist ein wesentliches Motiv in der Winterreise - "Liegst kalt und unbeweglich" geht es mit dem im Titel zitierten Text weiter, in der Nr. 7. Auf dem Flusse. Die griffige Formel "Alles fließt" (Panta rhei), auf die das dialektische Denken des ionischen Philosophen Heraklit gern gebracht wird, stimmt weder für Heraklit noch für das Wasser. Denn Heraklit von Ephesos, Lebenszeit etwa 550-475 vor unserer Zeitrechnung, denkt das Veränderliche mit dem Gleichbleibenden zusammen, den Fluss mit dem Ufer, das Fließende mit dem Festen. Das zeigen Formulierungen aus seinen Schriften, die nur bruchstückhaft überliefert sind. "Wer in dieselben Fluten hinabsteigt, dem strömt stets anderes Wasser zu." (Fragment B12). Oder: "In dieselben Fluten steigen wir und steigen wir nicht: wir sind es und sind es nicht." (Fragment B49a) Das Subjekt, das zum zweiten Mal in denselben Fluss steigt, bleibt es selbst und hat sich doch inzwischen verändert, so wie nicht nur das Wasser, sondern letztlich auch der Fluss, obwohl dieser ebenso wie das Subjekt derselbe bleibt. Das Wasser selbst mit seinem eigentümlich niedrigen Gefrierpunkt bleibt Wasser und ist im festen Aggregatzustand als Eis zugleich etwas Anderes (Abb. 9).

Ausgerechnet in einer Stadt+Grün-Ausgabe im Hochsommer an den Winter zu erinnern, mag zum einen befremden und doch eine willkommene, wenigstens geistige Abkühlung sein. Zum anderen ist es sowieso sinnvoll, den Wechsel der Jahreszeiten, aber auch den Wechsel der Zeiten zu bedenken. Denn ob es hierzulande immer wärmer wird, ist nicht völlig ausgemacht. Die meisten Pläne, sofern überhaupt welche gemacht oder gar realisiert werden, setzen das voraus. Es kann aber ganz anders kommen, wenn die Dynamik des Golfstroms weiter nachlässt. Spätestens nach einem Kipppunkt würde es in unsern Breiten kälter, und alle Träume vom nordelbischen Weinbau usw. würden sich als Illusionen erweisen.15 Schuberts einsamer Wanderer geht dem Tod entgegen.

Schnee, auch in der Form von Eis, bringt demgegenüber für Kinder sowie Wintersportelnde Lebenslust. Die Anderen machen aus der Not eine Tugend - zugefrorene Kanäle fallen als Verkehrswege aus, und Schlitten als Ersatz haben ein weit geringeres Fassungsvermögen als Schiffe. Eislaufen als nicht nur ein städtisches Vergnügen dürfte eine späte historische Errungenschaft sein. Entstanden ist es während der "Kleinen Eiszeit", im 13. Jahrhundert wahrscheinlich in den Niederlanden, die mit den vielen Kanälen hinreichende Flächen dafür hatten. Etwa aus der gleichen Zeit gibt es auch Belege für das Schlittschuhlaufen in Verbindung mit jugendlichen Kampfspielen in England. Dem Spazierenlaufen und Spielen folgten erst im späteren 19. Jahrhundert Eis-Kunstlauf und Eis-Schnelllauf.16

Abb. 10: Eisvergnügen auf einem Alster-Arm in Hamburg. Foto: Inge Rubbert, Februar 2021

Abb. 11: Missvergnügen. Tief eingeschneite Autos, Nebenstraße Wohnstraße Kiel. Foto: Lena Heister, Februar 2021

Das Vergnügen am Aggregatzustand 'fest' des Wassers legt sich, wenn es um die Nutzung von Verkehrsmitteln zwischen Bahn, Bus, Pkw und Fahrrad geht. Manchmal geht da gar nichts mehr (Abb. 11).

Abb. 12: Kein Vergnügen. Zu viel Schnee vor einer Kirche in Braunschweig. Foto: Jan Wittenburg, Februar 2021

Abb. 13: Vergnügen. Dreieinhalbjähriger ging allein, in die weite Welt hinein – frohgemut neben der zugefrorenen Schwentine bei Raisdorf bei Kiel. Foto: Lena Heister, Februar 2021

Bei sehr viel Schnee, mangelhaftem oder zu spätem Schneeräumen wird es auch für Fußgänger*innen ungemütlich. Geh- und Radwege und Straßen bilden keine Ski-Langlauf-Loipen, und auch die an sich sehr praktischen, archaischen Schneeschuhe sind in der Stadt nicht so recht am Platz (Abb. 12).

Der Drang ins Freie ist aber fast unaufhaltsam. Er lässt sich zum Beispiel bei gesunden und munteren, wohlbehüteten und -bemützten und warm angezogenen Kindern kaum aufhalten - Kälte ist da kein Hinderungsgrund, und die hierzulande seltener werdende Aggregatform Schnee und Eis ist im Gegenteil attraktiv. Außerdem rücken die Corona-Einschränkungen wenigstens zeitweise in die Ferne (Abb. 13).

Auch wenn Eis spiegelglatt und durchsichtig sein kann, Eis und Schnee global eine erhebliche kühlende Albedo-Wirkung haben, ist glattes Wasser ohne Bewegung durch das Element Luft doch der beste Spiegel und meist eine wichtige Verschönerung von Stadt und Grün, und ebenso wäre die Welt schöner, stünde Trinkwasser in ausreichender Qualität und Quantität weltweit allen zur Verfügung.


Anmerkungen

¹ Lena Heister, Inge Rubbert und Jan Wittenburg danke ich für die Photos, Bernd Jürgen Warneken für die kritische Lektüre des Texts.

² Ausf. und facettenreich zu den Elementen Treumann, Rudolf: Die Elemente. Feuer, Erde, Luft und Wasser in Mythos und Wissenschaft, München 1994.

³ Sie wurden ab etwa 1250 in zahlreichen Städten gebaut und dienten ursprünglich vor allem der Wasserversorgung und -verteilung. Ausf. Albrecht Hoffmann: Wassernöte und technischer Wandel in den Frühen Neuzeit, in: Frontinus-Gesellschaft e. V. (Hrsg.): Die Wasserversorgung in der Renaissancezeit (Geschichte der Wasserversorgung, Bd. 5), Mainz 2000 , S. 11-62; Abbildungen S. 16 und S. 17.

4 Zit. n. Frontinus-Gesellschaft e. V. (Hrsg.): Wasser im Barock (Geschichte der Wasserversorgung, Bd. 6), Mainz 2004, S. 129. Sein posthum erschienenes Buch Gartenbau gemäß der Vernunft der Natur und der Kunst (1638) akzentuierte erstmals künstlerische Gesichtspunkte gegenüber gärtnerischen. (Vgl. www.gardenvisit.com/biography/jacques_de_la_barauderie_boyceau)

5 Jonas, Wolfgang/Linsbauer, Valentine/Marx, Helga: Die Produktivkräfte in der Geschichte, Bd. I: Von den Anfängen in der Urgemeinschaft bis zum Beginn der Industriellen Revolution. Berlin 1969, S. 282f.

6 Eindrucksvolle Bilder von Plänen und dem ausgetüftelten System der Wasserleitungen etwa im Bassin der Latona z. B. bei www.marlymachine.org/pipebook.htm.

7 Impelluso, Lucia: Gärten, Parks und Labyrinthe (Bildlexikon der Kunst, Bd. 11), Berlin 2006. 58f.

8 Einen großen Schritt weiter in der Zähmung und Konzentration geht das Wasserstrahlschneiden. Es wurde im frühen 20. Jahrhundert im Bergbau zum Abtragen von Kies- oder Tonschichten eingesetzt. Die Anwendungsbereiche erweiterten sich immer mehr. Ab 1974 kam doch wieder Hartes zum Weichen, nämlich "harte Partikel als Zusatz im Wasserstrahl". Ausf. de.wikipedia.org/wiki/Wasserstrahlschneiden, 14.4.21; en.wikipedia.org/wiki/Abrasive_jet_machining, 6.9.20, Abruf 17.4.21.

9 Das Distichon, in Goethes und Schillers Xenien, erschienen im Musen-Almanach für das Jahr 1797.

10 Vollständiger Text: www.gottwein.de/Lat/ov/ovmet05385.php.

¹¹ Zit. n. Frontinus-Gesellschaft 2004, Barock, S. 98.

¹² Zit. n. ebd., S. 99. Hervorhebung H.-W.H.

¹³ Ausf. z. B. Brix, Michael: Der absolute Garten. André Le Nôtre in Versailles. Stuttgart 2004, v. a.: Das Hauptparterre - Umwandlung in ein Wasserparterre, S. 57-70; Apollo-Bassin; Der Grand Canal, S. 189-204.

14 S. z. B. Enge, Torsten Olaf/Schröer, Carl Friedrich: Gartenkunst in Europa 1450-1800. Vom Villengarten der der italienischen Renaissance bis zum englischen Landschaftsgarten, Köln 1990, S. 41-49.

15 Zu sehr vielen Aspekten s. Brasseur, Guy, Jacob, Daniela, ,Schuck-Zöller, Susanne (Hrsg.): Klimawandel in Deutschland. Entwicklung, Folgen, Risiken und Perspektiven (Springer Spectrum), Berlin und Heidelberg 2021.

16 Ausf. z. B. de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Eiskunstlaufes, 20.11.20 oder en.wikipedia.org/wiki/History_of_figure_skating, 27.1.21; Abruf 21.4.21.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 07/2021 .

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