Regenwasser und Dachgrün

Optigrün und Fränkische schließen Partnerschaft für das Stadtklima

Regenwasser unterirdisch speichern und über Gründächer verdunsten lassen: In einer strategischen Partnerschaft arbeiten Fränkische und Optigrün an gesamtheitlichen Lösungen, um die Folgen des Klimawandels abmildern zu können. Foto: Optigrün

Mit aufeinander abgestimmten Konzepten für Entwässerung und Kühlung können Ballungszentren dem Klimawandel und seinen Auswirkungen wirksam begegnen.

Für diesen Lösungsansatz haben sich Fränkische, Unternehmen für Regenwassermanagement, und Optigrün, Unternehmen für Dachbegrünung und Retention, als Partner zusammengeschlossen: "Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam langfristig mehr für ein lebenswertes Stadtklima bewirken können. Denn mit unseren Systemen tragen wir effektiv dazu bei, die Herausforderungen rund um Starkregenereignisse und urbane Hitzeinseln auf lange Sicht in den Griff zu bekommen", sagt Roman von Urbanowicz, Bereichsleiter Drainage Systeme bei Fränkische.

Urbane Sturzfluten gehen in Großstädten mit dem Phänomen der urbanen Hitzeinseln einher: Verdichtetes Bauen und versiegelte Flächen verwandeln Städte in Wärmespeicher. Über urbanen Hitzeinseln heizen sich warme Luftmassen schnell auf und steigen in kühlere Luftzonen hoch. Dort bilden sich Quellwolken, die gezielt über dem Stadtgebiet abregnen. Um diese Starkregenereignisse besser kontrollieren zu können, entstehen parallel zu kommunalen Konzepten für die Entwässerung vermehrt Pläne, die der Erhitzung in der Stadt entgegenwirken. Mit ihren Lösungsansätzen sprechen die beiden Unternehmen Architekten und Stadtplaner, Kommunen und verarbeitende Betriebe an, die mit den Produkten der beiden Partner Städte künftig klimagerechter gestalten können.

Die Verdunstung ist ein wesentlicher Faktor für die Kühlleistung der Dachbegrünung: Sogenannte Retentionsdächer können größere Mengen Regenwasser aufnehmen und speichern, die Begrünung damit bewässern und eine hohe Verdunstung erzielen. Gleichzeitig kann über ein smartes Regenwassermanagement vor Starkregenereignissen Wasser vom Dach abgelassen werden. So können die Retentionselemente die Wassermengen des Starkregens zurückhalten und entlasten so die Kanalisation.

Die Systeme der beiden Unternehmen ergänzen sich: Denn der Wasseraufnahme und -speicherung auf Dächern oder Leichtbauhallen sind aus statischen Gründen Grenzen gesetzt. Deshalb kommen unterirdische Speicher zum Einsatz, die überschüssiges Wasser speichern und später wieder dem Gründach zuführen.

"So entsteht im Zusammenspiel von Dachbegrünung/Retention im Hochbau und Regenwassermanagement im Tiefbau eine ganzheitliche Lösung, die durch verstärkte Verdunstung die natürliche Regenwasserbilanz wiederherstellt", erläutert Uwe Harzmann, Vorstand der Optigrün international AG.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2020 .

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