Zürich

Patumbah-Park erstmals in seiner Gesamtheit zugänglich

Der Muschelbrunnen und der Gartenpavillon. Foto: Giorgio von Arb

Im April begann ein neues Kapitel in der wechselvollen Geschichte des Patumbah-Parks: Der südliche und der nördliche Teil sind seit 84 Jahren wiedervereint und erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Möglich macht dies die Kooperation einer privaten Grundeigentümerin mit der Stadt Zürich.

Der Öffnung des Patumbah-Parks als Ganzes waren jahrzehntelange, von wechselhaftem Erfolg gekrönte, Bemühungen um dessen Erhalt vorausgegangen. 2001 erwarb Lis Mijnssen auf der Suche nach einem Bauplatz für einen Hammam, die nördliche Parkhälfte. Nachdem sich zeigte, dass diese eng mit dem Patumbah-Ensemble aus Villa und Park verknüpft war, reduzierte Frau Mijnssen die Ausnützung für den Bau des Hammams und der erforderlichen Wohnungen. Die Wohnungen in den Gebäuden am oberen und unteren Parkrand sind bezogen, die Eröffnung des Hammams ist für Herbst 2013 geplant.

Die Neubauten sind so angeordnet, dass die innere Parkkammer freigehalten, mit der bereits 1977 von der Stadt erworbenen Hälfte wiedervereint und nun öffentlich zugänglich gemacht wird.

Blick zur Villa des Zürcher Patumbah-Parks, der nach 84 Jahren nun wieder vereint ist und erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Foto: Giorgio von Arb

Ein spannendes Stück Zürcher Geschichte

Die Entwicklung des Patumbah-Parks ist bis zum heutigen Tag ein spannendes Stück Zürcher Kulturgeschichte. Der Zürcher Kaufmann, Carl Fürchtegott Grob-Zundel, der auf Sumatra als Tabakplantagenbesitzer reich geworden war, gibt den Park 1890 beim Gartenarchitekten Evariste Mertens in Auftrag. Weil den Bauherrn der Einschnitt der offenen Trasse der Nordostbahn vor seinen Salonfenstern stört, lässt er das Gleis auf eigene Kosten mit einem Tunnel überdecken.

Im Gegenzug darf er über das neu gewonnene Land verfügen. Seine Töchter schenken 1910 Villa und Park dem Diakoniewerk Neumünster. Zwei Jahre später öffnet das Erholungsheim Patumbah seine Pforten, das später in ein Altersheim für Frauen umgewandelt wird. Schon 1929 verkauft das Diakoniewerk, von ständiger Geldknappheit geplagt, den Nordteil des Parks einem Nachbarn. Dieser lässt das Bauland als Garten weiterpflegen und baut einzig ein kleines Geräte- und Pflanzenhaus.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 06/2013 .

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