Persönlichkeit der Gartenkultur
Konrad Näser verstarb am 24. Januar 2025
Nach der Lehre nahm Näser 1957 das Studium an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt Universität in Berlin auf, das er aber wegen Westkontakten – unter anderem wegen des Besuchs der Internationalen Grünen Woche – nicht zu Ende führen konnte, sondern zum Abbruch gezwungen wurde.
Am 2. Mai 1958 fing Näser als Gehilfe in der Staudengärtnerei von Karl Foerster (1884-1970) in Potsdam an. 1960 absolvierte Näser einen sechsmonatigen Meisterlehrgang an der Fachschule für Gartenbau "Peter Joseph Lenné" in Werder mit dem Abschluß Meister für Zierpflanzenbau. Damit hatte er eine weitere Grundlage für die Ausbildung zum Gartenbauingenieur gelegt. Bei Foerster war Näser ab dann für die Staudenvermehrung zuständig. Ab dem gleichen Jahr musste Foerster, "der die Umwandlung seines Betriebes wohl kaum verstanden hatte", so Näser, seine Staudengärtnerei als Kommanditgesellschaft mit staatlicher Beteiligung führen.
1964 legte Näser mit einer Diplomarbeit über Staudenvermehrung und Staudenanzucht die Prüfung zum Diplomgärtner ab. Bei Foerster übernahm er die Züchtungsabteilung. Von 1970 bis 1989 leitete Näser die Zuchtstation. Viele Stauden wurden für den Export vermehrt, vor allem in die Bundesrepublik Deutschland. 1974 wurde Näser mit einer von Purczyk, einem Assistenten der Agrarökonomie, betreuten Dissertation über Unkrautbekämpfung in Staudenpflanzungen an der Humboldt Universität in Berlin zum Doktor der Agrarwissenschaften (Dr. agr.) promoviert.
2021 gab der Verein Freunde der Freundschaftinsel e. V. in Potsdam das Buch "Alles hat seine Zeit – Texte und Bilder aus dem Blütengarten Näser in Bornstedt" heraus. Nicht zuletzt vermittelte Näser in vielen einschlägigen Vorträgen sein profundes gartenkulturelles Wissen. Requiescat in pace.
Gert Gröning
SUG-Stellenmarkt









