Urban Farming

Pflanztonne lässt sich modular aufstapeln

Die Anzahl der Pflanzplätze ergibt sich durch die Anzahl der aufgestellten Tonnen, deren Höhe sowie der Konfiguration der Oberfläche. Foto: Aponix

Als Ballungsräume mit vielen Menschen sind Städte zu großen Verbrauchern von Frischwasser, Energie und Lebensmitteln geworden. An diesen Punkten setzt das Thema Urban Farming an. Nach dem Prinzip der 'Circular Economy' geht es darum, als Ballungsraum selbst weniger permanenten oder schwer zu recycelnden Abfall zu produzieren beziehungsweise Lösungen zu etablieren, bestimmte Stoffkreisläufe an Ort und Stelle schon wieder zu verwenden oder up-zu-cyceln und gleichzeitig noch erneuerbare Energie zu erzeugen und bioproduktiv zu sein. Städte können hier Vorreiter sein und bestehende oder geplante Grünanlagen und Frei- oder Dachflächen planerisch auch mit leicht zu pflegenden essbaren Pflanzen ausstatten.

Die Pflanztonne von aponix könnte als kreatives Bauteil für solche Projekte in Frage kommen, da sie modular und flexibel ist. Man kann damit einen dreidimensionalen Raum effizient mit Pflanzplätzen ausstatten. Die Anzahl der Pflanzplätze ergibt sich durch die Anzahl der aufgestellten Tonnen, deren Höhe und der Konfiguration der Oberfläche. Die Kulturfläche wird bei diesem System von der Horizontalen auf die Oberfläche eines Zylinders mit 57 Zentimeter Durchmesser übersetzt. Ein Zylinder beziehungsweise eine 'Tonne' wird über gleichartige lego-artige Bauteile aufgebaut. Aus sechs dieser Bauteile mit unterschiedlichen Pflanzadaptern an der Außenseite werden Ringsegmente zusammen gesteckt, die man wiederum zu einem oder mehreren beliebig hohen Zylindern aufstapeln kann. Das System kann einmal für die Kultivierung mit den erdlosen Verfahren verwendet werden - Hydroponik oder Aquaponik. Dann wird oben ein Sprinkler oder ein Bewässerungsbauteil eingesetzt. Das Wasser beziehungsweise die Nährflüssigkeit wird dann innen durch ein System von Flügeln zu den einzelnen Pflanzplätzen weiter verteilt. Im Prinzip funktioniert das wie bei einem kommerziellen NFT-System, dies steht für Nutrient-Film-Technique und transportiert erdlos Nährstoffe in einem Kreislauf zu den Pflanzen.

Das System kann auch mit Substrat gefüllt und betrieben werden oder als Biofilter gleichzeitig bepflanzbar in einen Wasserkreislauf zur Reinigung eines Teichs oder einer Wasserfläche eingesetzt werden. Hierzu gibt es die Ring-Bauteile dann mit einer Art Schublade oder geschlossen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 02/2018 .

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