Dachbegrünung

Photovoltaik und Gründach als Kombination

Das Optigrün „SolarGrünDach“ wir als auflastgehaltenes System ohne Dachdurchdringung installiert. Dazu werden die Sun-Root-Photovoltaikaufständerungen mit der Last des Gründachaufbaus fixiert. Foto: Optigrün

Eine Solaranlage zur Erzeugung von Solarstrom soll möglichst viel Ertrag bringen und dabei effizient sein. Doch die Effizienz ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen muss die Anlage optimal Richtung Sonne ausgerichtet sein, damit die Sonnenstrahlen bestmöglich eingefangen werden. Zum anderen sollen die Systeme schnell und kostengünstig zu montieren sein. Kühlung kann außerdem zur Verbesserung der Leistung der Anlage beitragen. Und genau das sind die Herausforderungen, denen sich Planer und Solarteure immer wieder stellen müssen.

Das Optigrün "SolarGrünDach" wird als auflastgehaltenes System ohne Dachdurchdringung installiert. Dazu werden die Sun-Root-Photovoltaikaufständerungen mit der Last des Gründachaufbaus lage- und windsogsicher fixiert. Ein Vorteil dieser Systemlösung ist, dass die Photovoltaikträger nicht in die Dachkonstruktion und Dachabdichtung eingreifen und keine schweren Punktlasten benötigen. Da die Dachabdichtung nicht durchbrochen wird, entfallen schadensanfällige Dachabdichtungsarbeiten. Das "SolarGrünDach" ist so ausgelegt, dass enge Modulreihen und damit hohe Erträge auch auf kleinem Raum möglich sind. Da die Vegetation unterhalb der Module verläuft, können trotzdem große Anteile der Dachflächen begrünt werden.

Der Gründachaufbau wirkt als Schutzschicht gegen Extremtemperaturen, UV- und IR-Strahlung, Hagel und Witterungseinflüssen. Die Lebensdauer der Dachabdichtung wird verdoppelt und die sonst üblichen Reparatur- und Sanierungsarbeiten fallen im Vergleich zu einem unbegrünten Dach erst viel später an. Dadurch wird ein langer störungsfreier Betrieb der Solaranlage ermöglicht. Ebenso schützt der Gründachaufbau die empfindliche Dachabdichtung bei den notwendigen Wartungsgängen der Solaranlagen. Zu beachten ist nur, dass die Photovoltaikmodule nicht durch Pflanzen verschattet werden. Gegebenenfalls müssen Kiesstreifen vor den Modulen eingesetzt und höhere Pflanzen sollten bei der regelmäßigen Pflege entfernt werden.

Schon dünnschichtige Extensiv Begrünungen an sich halten je nach Standort 40-70 Prozent des Jahresniederschlags zurück. Das zurückhaltende Wasser wird zum großen Teil wieder verdunstet mit den positiven Wirkungen von Kühlung, Luftbefeuchtung und Staubbindung. Die Kanalisation wird entlastet, Abläufe können reduziert, Kanalrohre geringer dimensioniert und Regenüberlaufbecken eingespart werden. Diese positiven Eigenschaften können durch eine Kombination mit den Optigrün-Retentionslösungen Mäander oder Drossel noch gesteigert werden bis hin zu einem vollständigen Wasserrückhalt auf dem Dach.

Die Betriebstemperatur der Solarmodule beeinflusst ihre Leistungsfähigkeit. Temperaturen über 25 Grad Celdius führen zu einem Leistungsrückgang, die Modulhersteller gehen dabei in der Regel von einem Leistungsverlust von etwa 0,5 Prozent Grad Celsius aus. Die nachgewiesene Verdunstungskühlung von Dachbegrünungen kann die Effizienz der Photovoltaikanlage jedoch um bis zu 5yProzent erhöhen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2019 .

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