Hochwasserschutz

Propellerpumpen verhindern Überschwemmungen

Die Propellerpumpen der Baureihe P424/17-G126/C mit gebrauchsmustergeschützten Einlaufkammern verhindern durch ihre Bauweise sowie die direkte Anflanschung von Tauchrohren Überschwemmungen. Foto: Homa

Im 160 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet Maribo auf der Insel Lolland in Dänemark musste das dort 1926 errichtete Pumpwerk optimiert werden, da dieses die gezielte Regelung der natürlichen Wasserstände nicht mehr einwandfrei gewährleisten konnte. Mehrmals im Jahr lassen starke Niederschläge den Hejrede Sø über die Ufer treten und das umliegende Gebiet überschwemmen. Die alte Pumpstation war aufgrund der veralteten Technik nicht mehr imstande, mit den steigenden Niederschlagsraten fertig zu werden. Man wünschte sich eine Pumpenstation, die leicht zu handhaben und warten.

Der Pumpenhersteller Homa wurde schließlich mit der Konzeptionierung sowie Lieferung der gewählten Aggregate betraut: Bei den beiden gelieferten Propellerpumpen handelt es sich um die Baureihe P424/17-G126/C mit je einer Nennweite von DN700, einem Durchmesser von 670 Millimeter sowie einer Länge von etwa 1900 Millimeter. Dank des speziellen Dreiphasen-Elektromotors, der mit einer Leistung von 28,9 Kilowatt aufwartet, arbeiten die strömungstechnisch optimierten Edelstahl-Propellerschaufeln gleichmäßig und besonders zuverlässig. So kann eine Förderleistung von 2438 Kubikmeter pro Stunde ohne Probleme gewährleistet werden. Die Schaufeln können auch noch nachträglich verstellt beziehungsweise neu eingestellt werden. "Für die entsprechende Dichtung sorgen jeweils zwei voneinander komplett unabhängig wirkende Gleitringdichtungen, die bei den Propellerpumpen tandemförmig angeordnet sind", so Kleu. "Der Ölstand im Dichtungsraum kann bequem mittels Inspektionsschraube kontrolliert werden."

Zusätzlich zu den Pumpen wurden zwei gebrauchsmustergeschützte, 700 Millimeter große Einlaufkammern des Typs EK700 installiert. Diese, gepaart mit Strömungskegel, Strömungsleitblechen sowie einer sich oberhalb befindenden Strömungsleitplatte, sorgen für eine optimierte Wasserzuführung und Anströmung der gesamten Pumpenhydraulik. Die beiden Einlaufkammern EK 700 zeichnen sich zudem durch ihre spezielle Einbauweise aus: Anders als bei herkömmlichen Konstruktionen, wurden hier Tauchrohre vertikal auf die Einlaufkammern angeflanscht, in die die Pumpen eingebracht werden konnten. Somit werden die Gewichtskräfte und Schwingungen in den Betonboden und ebenso etwaige Schwingungen direkt in das Fundament der Bodenplatte abgeleitet. "Auch Knotenbleche, die normalerweise die Kräfte der Pumpe vom Rohrschacht auf die Decke des Raumes übertragen, waren hier nicht notwendig, wodurch die Baukosten erheblich gesenkt wurden", so Ralf Motz.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2018 .

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