Warum es Zeit braucht, eine lebendige Kulturhauptstadt zu sein

Riga 2014 - Baukultur fällt nicht vom Himmel

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Plan von Riga 1862 von Franz Eduard Todleben. Die Stadt wächst ins Umland, gleichzeitig rückt die Neustadt näher an die Altstadt heran. Abb.: Bakule/Siksna 2009, S. 157

Der Stadtgrundriss von Riga liest sich wie ein Lehrbuch zur Geschichte der Stadtgestaltung. Geplant, reich und schön, so präsentierte sich die alte Hansestadt im 19. Jahrhundert. Immer noch kann man das spüren, wenn man vom westlichen Ufer der Daugava auf die Silhouette der Stadt schaut, daneben moderne Brücken und am westlichen Ufer eine Gruppe von Hochhäusern im Bau. Die wechselhafte Geschichte der Stadt, das relativ junge Staatswesen und die Frage, was die Moderne bringen kann, bewegen Rigas Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Stadtaktivisten - ein Jahr bevor Riga 2014 die Kulturhauptstadt Europas wird.

In Riga leben heute 643 000 Einwohner. Die Fläche der Stadt umfasst 304 Quadratkilometer. Seit dem Bau der ersten Sommerhäuser gehört der berühmte Ostseestrand von Jurmala wie selbstverständlich zum regionalen Einzugsgebiet der Stadt. Im Umkreis von 50 Kilometern finden sich ausgedehnte Wälder und das K¸emeri-Hochmoor mit einer Größe von 380 Quadratkilometern. Was ist das Besondere dieser Stadt und ihres Umlandes? Wie wirken sich politische Verhältnisse, gesellschaftlicher Wandel und Events auf das Selbstverständnis der Bürgerinnen und Bürger von Riga aus? Welche Freiräume gibt es und wie werden sie genutzt? Der Blick auf den Schwarzplan ist zur Beantwortung dieser Fragen zwar hilfreich, aber völlig unzureichend.

Als das Planen noch geholfen hat

Innerhalb des historischen Befestigungsrings kann man sich die gedrängte Enge des alten Rigas gut vorstellen. "Der alte Stadtkern Rigas mit thurmhohen Häusern, engen finsteren Gassen, zwei einigermaßen freien Plätzen, auf denen man allenfalls frischen Atem holen und ein Stück vom blauen Himmel finden kann, ist klein und hat kaum einen halben Werst im Halbmesser. Die Straßen, die Sack- und Quergässchen und die Durchgänge laufen hier durcheinander wie die Schächte und Stollen in einem Bergwerke. ... Das Ganze sieht aus, als hätten die Menschen eine große Stein- und Felsenmasse durchgearbeitet, durchhöhlt und zu Wohnungen und Gebäuden umgestaltet". So beschreibt Johann Georg Kohl die Altstadt im Jahr 1841 (Kolbergs, A. 1999, S.11 f.).

Blick in die Altstadt von der Petrikirche aus gesehen. Der Turm wurde 1971 wieder aufgebaut. Fotos: Bettina Oppermann

Die Neustadt aus dem 19. Jahrhundert ist mit der Altstadt durch mehrere Boulevards verbunden. Nachdem 1812 alle Vorstädte aus Angst vor Napoleon vorsorglich abgebrannt worden waren, wurden strenge Regeln zum Wiederaufbau in fünf Zonen festgelegt. Die erste Zone um das Glacis war Spaziergängern vorbehalten, in der zweiten Zone war die Anlage von Gemüsegärten erlaubt. Strenge Einschränkungen galten in den nächsten beiden Zonen in Bezug auf die Höhe und die Bauart von Häusern, die in der Regel aus Holz waren. Nur in der fünften Zone, also 1,5 Kilometer von der Altstadt entfernt, außerhalb der Reichweite der Kanonen, durften Häuser aus Stein und mit Kellern gebaut werden. Heute schmückt sich das feine Hotel Bergs, dessen Besitzer von einer lettischen Gemüsebauernfamilie abstammen, mit einem gestylten Kohlkopflogo - und betont so den Bezug zur Vergangenheit. Eine von vielen Anspielungen, denen man in Riga begegnet.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde für modernisierte Kriegstechniken kein weites, freies Schussfeld mehr benötigt, so dass die Vorstädte an die Stadt heranwachsen konnten. Die Wallanlagen wurden in Riga 1857 mit einem feierlichen Spatenstich abgebaut. Die ehemaligen Bastionen und der Kanal umschließen die Altstadt heute wie eine grüne Perlenkette. Nun wurden die Vorstädte im Raster ausgebaut und die Straßen begrünt.

Riga ist eine typisch eklektische Stadt: Hervorgehobene Bauten gestaltete man nach einem gängigen Musterbuch aus dem Repertoire älterer Epochen: Neorenaissance für den Regierungssitz, Neoklassizismus für die Nationaloper, Neogotik für die Universität und Neobarock für Gymnasien und andere öffentliche Gebäude. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigte sich der Reichtum in einer neuen modernen Form - im Jugendstil. In Riga fiel eine wirtschaftlich prosperierende Periode mit diesem neuen Stil zusammen, weshalb in der Alt- und der Neustadt besonders viele und schöne Jugendstilbauten zu sehen sind. Eine eigene Ausprägung, der nationale (lettische) Romantismus, entstand. Seit 1997 ist die Innenstadt Rigas (Alt- und Neustadt) als Unesco-Weltkulturerbe unter Schutz gestellt.

Das schwierige Erbe der neueren Geschichte

Die Identität der Stadt wächst mit den Altersringen ihrer politischen Geschichte. Das Machtgefüge zwischen Klerus, Adel und Bürgern im Mittelalter, das Bevölkerungsgemisch aus Letten, Deutschen, Juden und Russen in der Neuzeit sowie die Lebensverhältnisse der Armen und Reichen spiegeln sich bis heute in Gebäuden, Gärten und Schmuckelementen wider. Kann man diese Zeichen lesen, erschließt sich die politische Geschichte der Stadt mit all ihren Wunden, Konflikten und Auseinandersetzungen wie von selbst. Auch die zerstörten Bauten sind als Bilder der Leere ins kollektive Gedächtnis der Stadtbewohner eingebrannt.

Orte der Erinnerung werden sorgfältig gestaltet: Mahnmal am Bahnhof Tornakalns, wo 16 000 Letten am 14. Juni 1941 in die UdSSR deportiert wurden. Foto: Bettina Oppermann

Das Freiheitsdenkmal ist das Symbol des lettischen Staates. Errichtet während der ersten Staatsgründung hat es die Besatzungen der Sowjets und der Nationalsozialisten überdauert. Foto: Bettina Oppermann

1918 gelang Lettland der Schritt in eine erste Unabhängigkeit. Sie ging zu Ende mit der ersten sowjetischen Okkupation, die mit dem Hitler-Stalin-Pakt begann. Lettland wurde im Herbst 1940 zum Beitritt zur Sowjetunion gezwungen, während die ganze Welt nur auf Hitler in Paris schaute. Im Winter 1940 wurde die Intelligenz in einer ersten Deportationswelle in Arbeitslager nach Sibirien verschleppt. Hitler kündigte den Pakt mit Stalin mit dem Überfall auf Polen und die Deutschen marschierten am 1. Juli 1941 in Riga ein. Die Nationalsozialisten repatriierten die deutschbaltischen Riganer in das Deutsche Reich. 30 000 Juden wurden registriert, mussten den Davidstern tragen und sie wurden in der Moskauer Vorstadt in einem Ghetto konzentriert. Die lettischen Juden wurden ermordet, auch Juden aus Deutschland kamen mit mehreren Transporten nach Riga und starben im Wald von Rambola durch Erschießungskomandos. Auf einem leerstehenden Gutshof entstand das Konzentrationslager Jungfernhof.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann die zweite Okkupation durch die Sowjets. Riga wurde Teil der Sowjetrepublik und als wichtiger Industriestandort ausgebaut. 1944/45 ließ Stalin 40 000 Menschen, darunter viele Bauern, nach Sibirien verschleppen. Der neue Besetzerstaat verankerte sich machtvoll mit Prestigebauten und Denkmälern im Stadtbild und richtete einige im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gebäude wieder her. Wohnsiedlungen wurden in der Sowjetrepublik überall zentral nach einheitlichem Muster von "Stadtarchitekten" geplant. In diesen Siedlungen, außerhalb des historischen Zentrums, lebt auch heute noch der größte Teil von Rigas Bevölkerung. Die meisten Bau- und Strukturtypen gelten als dringend sanierungsbedürftig.

Unter Gorbatschow setzten sich auch die Letten für die Rückgewinnung ihrer Unabhängigkeit ein. 1989 forderten die Balten diese mit einer Menschenkette durch Estland, Lettland und Litauen. Mit dem Zerfall der Sowjetunion am 21. August 1991 konnte der bereits im Mai 1990 vom nationalen Parlament gefasste Beschluss der Unabhängigkeit wirksam werden. Seit 2004 ist Lettland EU-Mitglied, ab dem 1. Januar 2014 wird der Euro offizielles Zahlungsmittel sein. Riga verfügt heute über Quartiere, die seit dem Mittelalter und der Neuzeit bis ins 20. und 21. Jahrhundert entstanden sind. Die Bau- und Siedlungsstruktur mit ihren zeitlichen Wachstums- und Schrumpfungsschüben bedeutet für Riga einen großen Reichtum, ist Problem, Chance und Herausforderung zugleich.

Von der "Planung on demand" zu tragfähigen Zielen und Steuerungskonzepten

Ein erster Flächennutzungsplan nach der zweiten Staatsgründung deckte die Jahre 1995-2005 ab. Dieser wurde aufgrund der von Investoren getriebenen Nachfrage als zu strikt empfunden. Es war schwer, planerische Vorgaben für den geforderten Flächenbedarf zu formulieren. Seit 2006 ist ein neuer Plan in Kraft, der auf das Jahr 2018 zielt. Dieser Plan ermöglicht nach Meinung der Stadtplaner allerdings zu wenig Steuerung. Eine detaillierte Planung wird je nach Bedarf projektbezogen nachgeholt. Die Stadtverwaltung arbeitet nun an dem Plan "Riga 2030", der einerseits die benötigte Flexibilität enthalten soll, andererseits aber eine bessere strategische und integrative Ausrichtung der Planung zum Ziel hat (City Council of Riga 2012/2013).

Schritt für Schritt wurden die alten Wahrzeichen der Stadt wieder rekonstruiert, zum Beispiel das Schwarzhäupterhaus für die kleine und die große Gilde am zentralen Rathausplatz in den 1990er Jahren. Das Ensemble schmückt fast alle Reisemagazine und Postkarten. Hinter der gegenüberliegenden Rathausfassade aus dem 19. Jahrhundert verbirgt sich ein moderner Bau. Ungeliebte Zeichen der Fremdherrschaft von Russen und Deutschen wurden und werden umgenutzt und neu gedeutet. Die wechselvolle Geschichte des 1918 erstmals gegründeten Staates wird zum Beispiel im Okkupationsmuseum, dem ehemaligen Museum der Roten Lettischen Schützen, gezeigt. In einem alternativen Reiseführer stellt sich Riga als Einkaufsstadt und Stadt mit einer jungen "kreativen Szene" dar. Ein alternativer Markt hat sich in einem Holzhausviertel fest etabliert. Moderne Kunstmuseen siedelten sich in alten Speichern an, eine Promenade an der Daugava lädt zum Spazieren ein.

Leerstand in Rigas Neustadt. Das Netzwerk "Free Riga 2014" markiert im Internet leerstehende Häuser. Siehe auch: http://www.goethe.de/ins/lv/rig/ver/de11724799v.htm Foto: Bettina Oppermann

Die Gruppe "Free Riga 2014" fordert einen noch aktiveren Umgang mit den Problemen der Stadt. Durch Suburbanisierung wuchs die Stadtregion bis 2007. Ab 2009 traten mit der Finanzkrise ernsthafte ökonomische Schwierigkeiten auf. Investoren haben ganze Areale gekauft, die nun nicht entwickelt werden. Junge Menschen verlassen Lettland. Stadt und Region schrumpfen und in der Folge gilt dies auch für die ökonomische Basis der Stadtentwicklung. In Riga gibt es heute ein massives Leerstandsproblem, während gleichzeitig kreative Initiativen keine Räume für ihre Aktivitäten finden. Auf das Problem wird (nicht nur) im Internet mit der Kampagne "Occupy me" reagiert. In Eigenmanagement und mit viel Engagement werden urbanistische Studienangebote zusammengestellt. Man sieht die Kulturhauptstadt 2014 als Chance, wenn es gelingt, neben dem international ausgerichteten Kulturprogramm auch eine Diskussion zur Stadtentwicklung anzustoßen.

Die kreative Szene ist bei den Organisatoren zwar willkommen, Geld gibt es für das alternative Kulturprogramm aber nicht. Auch Landschaftsarchitekten haben Probleme, ihre Kompetenzen in die Projekte der Hochbauarchitekten und Bauingenieure einzubringen.

Aber vielleicht hat das gebremste Entwicklungstempo auch sein Gutes: Es gibt für alle viel zu tun und das braucht Zeit. Wenn es gelingt, das Erbe der Vergangenheit nicht nur als Bürde, sondern als baukulturelle Reibungsfläche anzusehen und ein Freiflächensystem vom Meer über die Wälder bis in die Innenstadt systematisch, also in guter Planertradition Schritt für Schritt, auszubauen und zu pflegen, dann wird Riga mit jeder weiteren Zeitschicht eine immer schönere alte Dame. Ob man sich im Kulturhauptstadtjahr mit "dem Schönen" begnügt oder sich den Brüchen und Verwerfungen aussetzt, eine Reise wert ist Riga allemal.


Ganz klar auf der Hand liegen in Riga die baukulturellen Vermittlungsaufgaben. Wissenswertes wird mit Stadtführungen zum Kulturhauptstadtjahr überall erklärt, über klassische Stadtführungen bis hin zu poetischen Rundgängen. Abseits dieser aufbereiteten Spaziergänge können Besucherinnen und Besucher weniger stark frequentierte Bereiche entdecken, die anders als die Altstadt nicht "herausgeputzt" und dadurch oftmals überraschend, spannend oder einfach authentisch sind.

Das Ufer

Die Uferzonen der Daugava werden als Potenzial erkannt und gestaltet. Promenaden, Anlegestellen, teilweise Strände und die weite Wasserfläche des 600 Meter breiten Flusses machen das Besondere der Stadt aus. Dennoch zeigt sich deutlich, dass die Stadtgründer großen Respekt vor der Gewalt der Wassermassen hatten: Bis heute kehrt die Altstadt dem Ufer den Rücken zu. Anders sieht es am westlichen Ufer der Daugava aus: Seit jeher weniger stark genutzt ist der Fluss zugänglicher. Die Heterogenität der Uferabschnitte kann bei einem Spaziergang oder einer Radtour direkt erlebt werden. Gestaltete und wenig beachtete Abschnitte wechseln sich ab, die Nutzungen variieren.

Die Parkanlagen

Auch wenn ein grünes Band, inklusive Wöhrmann'schem und Kronvaldis Park, Altstadt und Zentrum stadtgestalterisch ideal miteinander verbindet, so ist dieser historische Freiraum doch schmal. Oper, Akademien und andere öffentliche Bauwerke wirken dem Eindruck eines wirklich weitläufigen Parks entgegen. Die Parks werden sehr intensiv genutzt, aber das Betreten der Rasenflächen ist erst seit 2012 erlaubt, Grillen im Park verboten. Auch Skater, Slackliner oder Frisbee-Spieler scheinen noch nicht zum Park zu gehören. Parkanlagen außerhalb, wie zum Beispiel der Botanische Garten, könnten anstatt finanziell ausgeblutet eher gestärkt und zu einem Netz von Freiräumen verknüpft werden. Dazu müssten Flächeneigner, die Stadt, die Hafenbehörde und die Universität zusammengebracht werden.

Die Esplanade bietet Entspannung am Schnittpunkt zwischen Alt- und Neustadt. Foto: Bettina Oppermann


Die Höfe & Straßen

Die historische Altstadt ist auch heute noch stark verdichtet, Kriegsschäden und entstandene Baulücken sind zu großen Teilen wieder bebaut worden oder werden als Parkplätze genutzt. In der Vorstadt lenken die prächtigen Fassaden der Jugendstilhäuser sehr geschickt von der Ödnis der Innenhöfe ab. Auch die ehemalige Begrünung der Straßen könnte erneuert werden und so die Lebensqualität in den Vierteln maßgeblich verbessern. Von den die Straßen begleitenden Stadtbäumen sind nicht mehr viele übrig, ein Grünsystem kaum erlebbar.

Dahingegen sind die Großwohnsiedlungen durchgrünt und aufgelockert. Plattenbauten, den Vorstellungen der Mikrorayons folgend zu Ensembles gruppiert, sind umgeben von Freiräumen. Problematisch ist der Zustand der Flächen: Seit ihrer Entstehung wurde landschaftsarchitektonisch wenig Hand angelegt und so sind viele Höfe verschattet, Spiel- und andere Plätze verwahrlost und die Straßen und Wegeverbindungen den heutigen Bedürfnissen nicht angemessen. Potenzial ist vorhanden, wie Una Ile in ihrer Dissertation 2011 gezeigt hat - die Aufenthaltsqualität für die Menschen könnte durch eine bewusste Gestaltung der Freiräume gesteigert werden.

Die Plätze

Die Plätze der Stadt sind außerhalb der Altstadt vom Verkehr dominiert, innerhalb der Altstadt sind sie zu einem großen Teil für die Außengastronomie reserviert. Folgerichtig beteiligt sich die Stadt an dem EU-Projekt "Changes and conflicts in using public spaces". Viele Plätze sind von den fliegenden Bauten, die aber gar nicht (mehr) provisorisch wirken, geprägt. Es ist zu wünschen, dass alle Plätze zum Aufenthalt aller gestaltet werden und dass es in Zukunft auch nicht mehr nur um die Plätze der Altstadt, sondern um Plätze in der gesamten Stadt geht.

Ausblicke, Erinnerungszeichen und andere Identifikationsorte

Ein besonderes Kapital sind die Panorama-blicke in die Stadt. Von mehreren Türmen und Bars aus hat man einen wunderbaren Blick auf Riga, kann das Kanalmuster genau erkennen und die Altstadt aus einem ganz anderen Blickwinkel noch einmal mit den eigenen Augen vermessen.

Museen und Orte der Erinnerungskultur leisten einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit der Stadtgeschichte. Sie werden sorgfältig und modern gestaltet. Die schwierige Geschichte Lettlands birgt sicher auch die Gefahr, in der Vergangenheit zu verharren.

Es wird gerade die erste Generation erwachsen, die keine Besatzung erlebt hat und sich frei in Europa und der Welt bewegt. Das Freiheitsdenkmal mit der schlanken Skulptur der Milda steht für Lettland, ist Treffpunkt und Superzeichen am Schnittpunkt zwischen Alt- und Neustadt, schwebend über den Parkanlagen.

Geplant ist das persönliche Herübertragen der Bücher vom alten Ufer in die neue Nationalbibliothek. Dass dabei ein Biber auf der Daugava den Weg kreuzt, ist mehr als wahrscheinlich und ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft.


Literatur

Bakule, Irena; Siksna, Arnis (2009): Riga beyond the walls, The city's planned growth and transformation from 17th century to the first world war, Neputns Publisher, Riga.

Grava, Sigurd (1993): The urban heritage of the Soviet Regime, The case of Riga, Latvia, Journal of the American Planning Association, 59, S. 9-30.

Ile, Una (2012): Recreation Possibilities for Residents in the Residential Area Courtyards, in: Proceedings of the Latvia University for Agriculture, Landscape Architecture and Art, 1/1 2012, Jelgava, S. 22-29,.

Indie Culture Project Agency (2010): Another travel Guide Riga, deutsche Ausgabe, www.anothertravelguide.com

Kolbergs, Andris (1999): Riga, Portrait einer Stadt, Parks und Boulevards der Neustadt, Gebäude im Stil des Eklektizismus, Riga als Jugendstilmetropole, Druck- und Verlagshaus Jana seta, Riga.

Krastins, Janis (1996): Riga, Jugendstilmetropole (in Deutsch, Englisch und Lettisch), Verlag Baltica, Riga.

Riga City Council (2012/2013): Riga - a city that lives 2009-20012, Berichte der Stadtverwaltung.

Rush, Solveiga (2003): Mikhail Eisenstein, Themes and Symbols in Art Nouveau Architecture of Riga 1901-1906, Neputns Publishers, Riga.

Zibarte, Leva; Evelina Ozola; Andrejs Strokis; Groskaufmanis, Matiss (2011/2014): Riga's creative Quarters, Foundation Riga 2014, Riga.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 12/2013 .

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