GALK-Tagung Kiel

Rüdiger Dittmar zum neuen Präsidenten der Gartenamtsleiterkonferenz gewählt

Neue und alte Mitglieder im Präsidium der GALK, v. l. n. r.: Petra Holtappel, Maya Kothe, Klaus Wichert, Götz Stehr, Carmen Dams und Rüdiger Dittmar. Foto: Mechthild Klett

Neben Rüdiger Dittmar, Leipziger Grünflächenamtsleiter, als Präsident wurden Petra Holtappel und Maya Kothe neu ins Präsidium gewählt. Wiedergewählt wurden Axel Raue, Detlef Thiel und Klaus Wichert. Weiterhin im Präsidium ist auch Doris Törkel. Die GALK-Mitgliederverwaltung erfolgt künftig über die FLL-Geschäftsstelle in Bonn. Die Geschäftsstelle wechselt zu Rüdiger Dittmar nach Leipzig. Herzlich verabschiedet wurde der ausscheidende Präsident Götz Stehr, der in seiner Amtszeit erheblich mit dafür gesorgt hat, dass das Thema Stadtgrün auf Bundesebene einen hohen Rang erhalten hat, so Klaus Wichert in seiner Laudatio.

Neben der Entlastung des Haushalts 2020 und 2021 wurde der Haushaltsplan 2023 beschlossen.

Rüdiger Dittmar sieht einen Aufgabenschwerpunkt der GALK bei der Fortführung des Weißbuchprozesses der grünen Verbände, wie dies etwa beim "Dialogforum" im Mai bereits erfolgt ist (s.a. Interview mit Rüdiger Dittmar 06-2022, S. 5). Die Verantwortung fürs Grün sei inzwischen auf mehrere Bundesministerien verteilt wie Bauen und Stadtentwicklung, Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt. Schwerpunktthemen werden für die GALK neben der produktiven Stadt, weiterhin die grüne und blaue Infrastruktur sein.

Weitere Themen waren: Fachkräftemangel, das teils noch zögerliche Abrufen von Förderprogrammen wegen der hohen Anforderungen, Waldbrandvorbeugung am guten Beispiel von NRW, Begrünungssatzung Aachen/Friedrichshafen, Positionspapier zweiter Rettungsweg, Konflikte zwischen Velorouten und Umweltschutz.

Der Arbeitskreis Stadtentwicklung etwa thematisierte, dass Verbesserungsmöglichkeiten für eine aktive Förderung des Stadtgrüns dringend erforderlich sind. Es sei daher sehr bedauerlich, dass nun ein Förderprogramm mit dem Etikett Stadtgrün komplett fehlt und daher ein neues, einfach zu handhabendes neu aufgelegt werden sollte. Das Label "Anpassung an den Klimawandel" allein reiche nicht.

In der Fachkommission Stadtgrün beim Deutschen Städtetag stellte sich die Nachfolgerin von Axel Welge, der in den Ruhestand getreten ist, Alice Balbo vor, wie Heiner Bruns berichtete.

Zudem wurde für den Herbst zu einer Fachtagung eingeladen. Im Rahmen der fachlichen Kooperation zwischen dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz e. V. (BBN), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e. V., der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e. V.) und der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Grünflächenamt wird unter dem Leitthema "Natur in der Stadt" auf der Fachtagung am 28.09.2022 in Darmstadt an Beispielen aus der Praxis aufgezeigt, wie sowohl die Anforderungen des Natur- und Artenschutzes erfüllt als auch die ökologischen, stadtklimatischen und gestalterischen Funktionen des Stadtgrüns sichergestellt werden können.

Gemeinsamer Bundeskongress

Beim Gemeinsamen Bundeskongress der grünen Verbände wurde beispielsweise über Pressearbeit und Konfliktmanagement fürs Grün debattiert. Prof. Frank Brettschneider gab hierzu mit einem Vortrag die Impulse. Er betonte, dass nach vielfachem Vertrauensverlust der Bevölkerung gegenüber Politik und Verwaltung verschiedene Voraussetzungen gegeben sein müssen, um erfolgreich grüne Bauprojekte zu realisieren. Im Gespräch mit der Bevölkerung sei es wichtig, tatsächliche Entscheidungsspielräume zu eröffnen, den Beteiligten eine aufgeschlossene und wertschätzende Grundhaltung zu zeigen, unterschiedliche Interessen einzubeziehen, und eine professionelle, transparente Prozessgestaltung mit klaren Rahmenbedingungen gemeinsam festzulegen.

Ein weiteres Thema war zudem die neue Nutzung eines ehemaligen Kasernengeländes in Heidelberg. Volker Schwarz berichtete über die multifunktionale Nutzung und Multicodierung auf diesen Flächen. Hier entsteht nun der "ANDERE PARK" mit einer Gesamtfläche von 6,8 Hektar. Er wurde ins Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" aufgenommen und erhielt mit fast 6 Millionen Euro die höchste Einzelförderung der Ausschreibungsperiode 2016. So entstehe ein Freiraum neuen Typs, der Einrichtungen der Wissensvermittlung und kulturellen Bildung miteinander vernetzt. Diese Orte werden über gemeinschaftlich entwickelte Freiräume miteinander verbunden und die historische Kaserne mit neuem Leben einer zivilen Nutzung erfüllt. mk

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 07/2022 .

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