Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Friedhöfe sind nicht mehr nur Orte der Trauer und Kontemplation. In Städten mit Grabstellen berühmter Dichter und Denker, Politiker und Künstler bilden sie auch Touristenattraktionen.

Unabhängig von ihrem kulturellen und gartenkünstlerischen Wert gelten sie als Naturerbe, bilden wichtige Oasen der Biodiversität und des Denkmalschutzes. Im Falle von aufgelassenen Friedhöfen finden sich häufig ungestörte wertvolle Böden, die des Schutzes vor Überbauung bedürfen.

Erstaunlicherweise gibt es einen einzelnen, eigens für die Hofgärtner des Adels angelegten Friedhof, der ihr Leben und Sterben würdigt: den Gärtnerfriedhof Sello in der Nähe des Schlosses Sanssouci in Potsdam. Gegründet wurde er durch das Grab der preußischen Hofgärtnerfamilie Sello. Offenbar galt der Gärtner damals als selbstbewusster Berufsstand, während nach dem Zweiten Weltkrieg kaum mehr Berufe auf den Grabsteinen genannt wurden.

Die unterschiedlichen religiösen Traditionen des europäischen Judentums haben auch dazu geführt, dass ganz unterschiedlich gestaltete jüdische Friedhöfe vorhanden sind. In Frankreich existiert zusammengenommen die weltweit größte jüdische Gemeinde Europas und die drittgrößte nach Israel und den USA. So können an den jüdischen Friedhöfen auch die politischen und sozialen Bruchstellen der gesamten französischen Gesellschaft abgelesen werden – etwa im Elsass.

Beste Grüße,
Ihre Mechthild Klett

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