SGGK Schweiz. Gesellschaft für Gartenkultur (Hg.)

Gärten für morgen – Wurzeln im Heute: Perspektiven und Experimente

Die “Topiaria Helvetica” sind das Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Gartenkultur (SGGK), in dem auf 100 Seiten Fachartikel, hauptsächlich zum Schwerpunktthema der Ausgabe, und Buchrezensionen erscheinen.
Fachliteratur Gartengestaltung
Topiaria Helvetica, Band 2026, vdf Hochschulverlag, 100 Seiten, 21 x 26 cm, broschiert, ISBN: 978-3-7281-4226-9, 39 CHF, 42 Euro.

Die Ausgabe 2026 trägt den Titel “Gärten für morgen - Wurzeln im Heute” und stellt Fragen wie “Wird es in Zukunft noch Gärten geben? Entsprechen sie noch der Vorstellung von gestalteter Natur, die wir heute pflegen?” Und “Was werden wir pflanzen?"

Die Funktion von Gärten jenseits der Ästhetik wird wichtiger, ohne das “Schöne” zu verdrängen. Gärten sind heute mehr als nur nützliche und schöne Grünflächen. In einer Zeit des Wandels haben sie zunehmend auch eine praktische Resonanz für die Gesellschaft. Denn Klimawandel und Umweltkrisen führen zwangsläufig zu einem Umdenken. Und Gärten vermögen exemplarisch aufzuzeigen, wie Mensch und Natur kooperieren können.

Aufbauend auf diesen Prämissen hat die Redaktion der Topiaria Helvetica eine Reihe lesenswerter Artikel versammelt. Zum Auftakt beginnt Kalinka Huber ihre “Gedanken zum Garten als Weltentwurf” mit der Schöpfungsgeschichte und plädiert, angekommen im Hier und Jetzt, für Vielfalt und einen kreativen Umgang mit dem Grün, ohne nur klassischen Idealvorstellungen zu folgen. Sunna Seithel und Vincent Fahr von “florafutura” weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Garten nur schwer statisch einen bestimmten Zustand behalten kann, sondern dass es sich um ein dynamisches System handelt, das unweigerlich aufgrund äußerer Einflüsse Veränderungen unterworfen sein wird.

Barbara Holzer stellt den Zürcher Weltacker im Stadtteil Schwamendingen als Ort der Umweltbildung vor. Schwamendingen taucht später im Buch erneut auf: Dort wurde 2025 auch der über Jahre geplante Ueberlandpark auf der Einhausung einer viel befahrenen Autobahn fertiggestellt (siehe auch Buchrezension in Stadt+Grün 08/2025, S. 59). Über die Zürcher Kleingärten und ihre soziale Funktion berichtet Johannes Stoffler. Eine Anlage ist der “Juchhof”, zu dem Gabrielle Dannenberger im nächsten Artikel die Fotografien liefert.

Beim Titelthema “Gärten für morgen” liegt die Frage nach den Gärtner:innen von morgen nahe. In den Topiaria Helvetica kommen daher auch zwei Gymnasiasten zu Wort: Michel Stoffler stellt drei tropische Pflanzen vor und Luk Hugentobler skizziert seinen Weg zu Pflanzenzucht und Hydroponik. nt

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