Kommentar

Sollte die Zukunft nicht besser werden?

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Die Gesellschaft für deutsche Sprache wählt "Zeitenwende" zum Wort des Jahres und mit Begriffen wie "Inflationsschmerz", "Klimakleber" und "Waschlappentipps" ist ihre Top-Ten 2022 eindeutig krisenbasiert. Mit dem Krieg gegen die Ukraine, der Pandemie und dem Klimawandel erleben wir eine Gleichzeitigkeit von Krisen, die vielfach überfordert und nicht ohne Auswirkung auf unsere Gesundheit bleibt.

Andere Entwicklungen wie der Anstieg von Volkskrankheiten oder die dramatisch gewachsenen physischen und psychischen Förderbedarfe von Kindern (Corona-KiTa-Studie, DJI & RKI) werden davon schon fast an den Rand der Wahrnehmung verdrängt.

Gesellschaftlich wie individuell reagieren Menschen mit Gelassenheit oder Gleichgültigkeit darauf. Das ist zutiefst in der menschlichen Psyche verankert. Da hilft es auch nicht, dass wir uns in der Wissens- und Informationsgesellschaft befinden. Die Rolle der Information bei Entscheidungen wird "grandios überbewertet", sagt Sozialpsychologe H. Welzer.

Apokalyptische Narrative und daraus resultierende Interventionen sind zum Wachrütteln durchaus nachvollziehbar. Ergänzt werden müssen sie allerdings durch eine Kommunikation der Möglichkeiten. Gerade die grünen Disziplinen arbeiten mit Orten und Angeboten, die vielfältige Lösungsansätze zu Fragen der Gesundheit oder des Klimawandels bieten. Ihre besonderen Fähigkeiten müssen innovativ weiterentwickelt werden. Die Lust darauf und positive Veränderungsaussichten durch inspirierende Bilder von besseren Lebensverhältnissen zu kommunizieren, spielt dabei eine gleichwertige Rolle.

Die Bereitschaft das Positive wahrzunehmen, sieht das Zukunftsinstitut in unserer Gesellschaft bereits wieder und spricht nun von einer "Wandelzeit".

Agile Ansätze wie Zusammenarbeit in diversen Teams oder out of the box Denken sollten verstärkt auch von der Landschaftsarchitektur gesucht werden. Bewährte Konzepte wie die Aktivierung regionaler Funktionszusammenhänge oder die direkte Erfahrung von Natur, des Intuitiven und des Ästhetischen hinzugenommen, können so neue Wege zur Überwindung des Gaps zwischen Wissen und Handeln gefunden werden.

Die leuchtende Botschaft, die das Werk "The Future Should Always Be Better" von Sharon Lockhart jüngst von der Kestnergesellschaft in den Freiraum strahlte, kann dabei entweder als Prophezeiung, als Wunsch, als Aufruf zum Handeln oder vielleicht als alles auf einmal gelesen werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 01/2023 .

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