Zertifikate in Zeiten von Corona

Spielplatzprüfer dürfen sich auch online fortbilden lassen

Routinierter Online-Dozent: DEULA-Leiter GaLaBau Jörg Menkhaus beim Auffrischungskurs der Spielplatzprüfer. Foto: DEULA

Die Corona-Pandemie bringt einige Berufsgruppen in eine prekäre Lage, wenn ihre Arbeit von Zertifizierungen und regelmäßigen Schulungen abhängt. Denn die können gerade jetzt oft nicht stattfinden. Qualifizierte Spielplatzprüfer zum Beispiel sind für drei Jahre zertifiziert und dadurch berechtigt, Spielplätze auf ihre Sicherheit zu untersuchen und im Falle gravierender Sicherheitsmängel und Verletzungsrisiken für die Nutzer auch stillzulegen. Nach drei Jahren, so will es das Deutsche Institut für Normung DIN, müssen sie erneut die Schulbank drücken. Standard war hier bislang eine Schulung im Präsenzunterricht.

Präsenzunterricht ist aber nach der Corona-Schutzverordnung oft eingeschränkt, mancherorts sogar verboten. In jedem Falle aber ist es in Zeiten von CoVid-19 kompliziert, Menschen aus den verschiedenen Regionen Deutschlands an einem Ort zusammenzubringen, um ihnen einen Auffrischungskurs in Sachen Spielplatzsicherheit zu geben. Genau das sah aber bisher die DIN-Norm 79161 vor: Sechs Stunden Präsenzunterricht als Voraussetzung für die Verlängerung der Zertifizierung als qualifizierter Spielplatzprüfer.

Nimmt man nicht alle drei Jahre an einer solchen Fortbildung teil, erlischt der Eintrag auf der Internetseite der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau FLL, der offizielle Ausweis verliert seine Gültigkeit und der Status "qualifizierter Spielplatzprüfer" geht solange verloren, bis der Auffrischungskurs absolviert wurde. Je länger die Pandemie andauert, desto mehr Spielplatzprüfer werden davon betroffen sein.

Der Normenausschuss des DIN hat auf dieses Dilemma reagiert und erkennt jetzt auch Auffrischungskurse an, die als Onlineschulung angeboten werden. Voraussetzung ist, dass diese Onlineschulungen von Ausbildungszentren und Instituten angeboten werden, die sich genau an die in DIN-Norm 79161-1 und -2 festgelegten Inhalte und Unterrichtsstunden halten und die zudem mit der FLL und dem Bundesverband der Spielplatzgeräte und Freizeitanlagen Hersteller e. V. BSFH kooperieren.

Zu diesen Ausbildungsstätten gehört unter anderem die DEULA Westfalen-Lippe in Warendorf. In einem Pilotprojekt mit der Firma Sauerland aus Salzkotten-Niederntudorf wurden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Spielgeräte-Herstellers online vom DEULA-Leiter GaLaBau, Jörg Menkhaus, geschult und waren mit der Strukturierung des Unterrichts und der technischen Umsetzung sehr zufrieden. Seither hat die DEULA schon verschiedene Online-Seminare für Spielplatzprüfer mit Erfolg angeboten.

Behandelt werden Themen wie Beispiele aus der neueren Rechtsprechung, aktuelles Unfallgeschehen und Unfallschwerpunkte, die Beurteilung von Spielplatzsituationen und Geräten sowie Tipps zu ihrer Instandhaltung. Auch für besondere Problemstellungen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer ist in der Onlineschulung Raum. Voraussetzung ist lediglich ein Laptop oder PC mit Kamera und Mikrophon sowie eine stabile Internetverbindung. Der Verlängerung der Gültigkeit des Zertifikats steht nach Abschluss des Auffrischungskurses nichts mehr im Wege.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2021 .

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