Klimaschutz

Schluss mit Schottergärten

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Er war ein großer Aufreger in der grünen Community, ein Ärgernis für die Bürgerinnen und Bürger vieler Nachbarschaften in Deutschland, aber auch eine vermeintlich pflegeleichte oder gar eine "ordentliche" Version eines Vorgartens: der Schottergarten.

Damit ist nun Schluss, zumindest künftig. Denn alle Bundesländer haben nun beschlossen, diesem Treiben ein Ende zu bereiten und hierfür auch die gesetzlichen Regelungen geschaffen.

Angefangen hatte es vor rund zehn Jahren, als bei uns in Stadt+Grün erstmals durch Karla Krieger ein Anti-Schottergarten-Artikel erschien, der eine kleine Welle der Empörung auslöste, die in der darauffolgenden Zeit immer größer wurde. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) startete einen Journalistenwettbewerb hierzu und in den sozialen Medien wurde von Landschaftsarchitekt:innen bis zu Naturschützer:innen ein wichtiger Diskurs geführt. Argumente vor allem des Natur- und Klimaschutzes wogen schwer.

Der großen Mehrheit erschlossen sich die Argumente gegen diese Hitzeinseln und den ästhetischen Minimalismus. Andere klagten gegen die Schotterverbote, doch die Gerichte sind in ihren Urteilen sehr eindeutig und detailgenau: Kiesbeete mit punktuellen Koniferen, Sträuchern und Bodendeckern seien keine Grünfläche, heißt es da. Selbst insektenfeindliches Unkrautflies wurde gerichtlich moniert. In Baden-Württemberg müssen Schottergärten nun auch wieder begrünt werden.

Angesichts von 62.000 Hitzetoten 2024 in Europa und den warnenden Aufrufen von Wissenschaftlern, dass der Point of no return beim Klimaschutz viel schneller erreicht werden könnte als gedacht – eine gute Nachricht, ein Erfolg, der gefeiert werden darf.

Mechthild Klett

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M. A. Mechthild Klett
Autorin

Stadt+Grün, Redaktionsleiterin

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