Appell der Umweltministerin in Rheinland-Pfalz

"Städte auf Starkregenereignisse vorbereiten"

Kommunen in Rheinland-Pfalz können sich nicht nur vom Land über Hochwasserschutzkonzepte beraten lassen. Rheinland-Pfalz stellt auch Fördermittel für diese Konzepte zur Verfügung und fördert auch die Beseitigung von Unwetterschäden. Im Januar 2018 gab es am Deutschen Eck in Koblenz Hochwasser. Foto: Phantom3Pix, eigenes Werk, CC BY-SA 4-0

In Rheinland-Pfalz sind in den vergangenen Jahren an mehreren Orten bis zu 150 Millimeter Regen in wenig mehr als einer Stunde gefallen. Das ist ein Viertel bis ein Fünftel der Jahresniederschläge. "Die Starkregenereignisse im Juni waren verheerend und haben viele Betroffene in eine existenziell bedrohliche Situation gebracht. Die Regenmengen, die bei solch extremen Wetterereignissen auf den Boden fallen, können nicht mehr aufgenommen werden. Das Wasser bahnt sich den Weg durch Siedlungen, nimmt alles mit, was im Weg ist - ob Gegenstände, Müll, Schlamm oder Äste", sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/die Grünen) Anfang August in Mainz bei einem Gespräch mit mehr als 100 Bürgermeistern und Landräten. "Die Wassermassen können wir nicht verhindern, aber wir können vorsorgen und versuchen, die Sturzbäche so zu lenken, dass sie weniger Schaden anrichten", so Höfken.

Es sei wichtig, die Kommunen nicht nur umfassend zu informieren. Wichtig sei auch, gemeinsam zu beraten, wie man erreicht, dass sich möglichst alle Ortschaften im Land auf Extremereignisse vorbereiten können. Das gehe nur in einem direkten Austausch, so Höfken.

Als erstes Bundesland hatte Rheinland-Pfalz im Jahr 2011 die ersten Hochwasserschutzkonzepte in Pilotprojekten gefördert und mit der Umsetzung begonnen. Zunächst waren sie für Ortschaften an Flüssen erstellt worden. Bereits 2014 wurde die Förderung von Hochwasserschutzkonzepten für Starkregenereignisse ausgeweitet. Rund 1,9 Millionen Euro an Zuwendungen durch das Umweltministerium wurden bereits für die Erstellung von Hochwasserschutzkonzepten gewährt.

Infos zu Hochwasserschutzkonzept für Kommunen beim Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge beim Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz wenden: www.ibh.rlp.de

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 09/2018 .

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