Editorial

Straßenbaum für Straßenbaum mehr Identität

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Mit dem Grün in der Hamburger Hafencity ist das so eine Sache. Zwar gibt es dort seit Juli vergangenen Jahres den 550 Meter langen Lohsepark. Er beherbergt über 500 Bäume. Doch sonst hat das Grün in Europas größtem innerstädtischen Entwicklungsprojekt bislang eher eine dekorative Funktion. Grau gepflasterte Flächen dominieren. Die Pflanzungen wirkten künstlich und statisch, kritisierte der frühere BGL-Präsident Hanns-Jürgen Redeker bereits vor Jahren. Prof. Dr. Andreas Roloff von der Technischen Universität Dresden berichtet nun von einem 2005 erarbeiteten Baum-masterplan für den neuen Stadtteil. Er wird Stück für Stück umgesetzt und soll Straßenbaum für Straßenbaum mehr Identität bringen (Seiten 2 bis 7).

Für den Sommer dieses Jahres ist die Veröffentlichung des Weißdruckes einer neuen ZTV-Baumpflege geplant. Das Regelwerk definiert Begriffe, Anforderungen an Leistungen und Baustoffe. 1987 wurde es erstmals veröffentlicht und seitdem dreimal überarbeitet. Vor vier Jahren hat die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) eine weitere Novellierung in Angriff genommen. In Essen diskutierten Baumfachleute über Kronenverankerungen, Artenschutz, Formschnitt und Kopfbaumschnitt sowie eine Neustrukturierung der ZTV unter Berücksichtigung der ATV DIN. (Seite 21)

Mit Ansätzen zur Schadenvorbeugung für den Wegebau an Baumstandorten beschäftigt sich Dr. Verena Stengel vom Institut für Landschaftsbau, Sportfreianlagen und Grünflächen der Hochschule Osnabrück. Und während Radfahrer überall in Deutschland die mangelhafte Beschaffenheit ihrer Wege beklagen, kann sie eine Lösung anbieten: "Ein Wurzelwachstum im Bettungskörper war ab einer Proctordichte von 2 g/cm³ nicht mehr festzustellen", schreibt sie zu ihren Feld- und Gefäßversuchen. Das konnte durch die Verwendung eines grobporenarmen Bettungsstoffes der Körnung 0/11 mit erhöhtem Massenanteil der Kornfraktion kleiner 0,063 mm über das von der TL Pflaster StB 06 geforderte Maß von maximal 5 M.-Prozent auf zirka 10 M.-Prozent erreicht werden. Mit anderen Worten: Der Schluff muss über den von der Bautechnik geforderten maximalen Anteil erhöht werden. Ein Pflichtartikel für alle, die Radfahrwege unter Bäumen bauen wollen. (Seiten 16 bis 20)

Ihr Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe ProBaum 01/2017 .

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