Ute Wittich, Frankfurt am Main – Gärten und Kunst aus 40 Jahren
Ein großes Lebenswerk
von: Dipl.-Ing.(FH) Thomas Herrgen
Obwohl sie inzwischen ihren wohlverdienten Ruhestand genießen könnte, arbeitet Wittich – inzwischen auf kleinerer Flamme – immer noch weiter, ganz nach dem Motto "Wer rastet der rostet". Dabei mischt sie sich als "Alt-68-erin" auch gerne noch in politische Debatten ein, egal ob es um den Klimawandel, Fluglärm, den Rechtsruck der Gesellschaft oder einfach um das Beseitigen von Blättern der Rosskastanie geht, die von der Miniermotte befallen sind und verbrannt (nicht kompostiert!) werden müssen. Und wenn lange eingewachsene Anlagen, die sie geplant und betreut hatte plötzlich bei Nacht und Nebel ganz oder teilweise zerstört¹ werden, bringt sie das auf die Barrikaden. Die regionale und überregionale Presse nimmt das Thema gerne auf und der Aufschrei, auch in der Bevölkerung ist groß.
Ute Wittich ist eine Kämpferin und das von Anfang an. Zu Beginn ihres Berufslebens zeichnete sich zunächst eine ganz andere Karriere ab, als Fotografin. Dann heiratete sie einen Landschaftsarchitekten und kam sozusagen über Umwege, die ihr Leben jedoch bereichert haben, selbst auch zur Landschaftsarchitektur. Nach der Trennung von ihrem ersten Mann legte sie als Quereinsteigerin 1983 die Prüfung vor der Architektenkammer Hessen mit Erfolg ab, die zum Tragen des Titels berechtigte. Diese Eintrittskarte in die Selbstständigkeit war auch das Fundament der Bürogründung.
Die "Rote Ute"
Ute Wittich, geboren in Gießen als eines von sechs Kindern und aufgewachsen in Frankfurt am Main lernte von früh an, sich durchzusetzen. Sie absolvierte nach der Schule zunächst eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete in Verlagen und Werbeagenturen. Dann machte sie sich als Fotografin, auch als Quereinsteigerin, einen Namen, lebte unter anderem in Berlin und in einem idyllischen Dorf im Taunus, bevor sie die Großstadt wiederentdeckte.
Als in den frühen Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Proteste gegen die geplante Startbahn West am Rhein-Main-Flughafen auf dem Höhepunkt waren und in dem zur Rodung bestimmten Wald ein Hüttendorf entstand, dokumentierte die Fotografin die interessanten Architekturen dieser "provisorischen", alternativen Bauten. Sie brachte ihre Eindrücke als Buch mit Duotone Fotografien, Texten und einem Vorwort des Städel Architektur-Professors Günter Bock heraus. Heute ein Zeitdokument, das nur noch antiquarisch zu haben ist, aber nichts von seiner Aktualität verloren hat.
Durch ihre erste Ehe mit einem Landschaftsarchitekten hatte sie über die Mitarbeit im Büro den Planungsberuf quasi "en passant" erlernt. Als sich das Paar trennte, gründete Ute Wittich ihr eigenes Planungsbüro in Frankfurt am Main und nahm die Tätigkeit als Fotografin wieder auf. Es entstand unter anderem das Buch "Null Bock" über die junge Generation, für das sie zahlreiche Interviews mit Jugendlichen und viele "schrille" Fotos machte.
Ihr Faible für Pflanzen, die erworbenen Kenntnisse in Bautechnik und Betriebswirtschaft aus zwölf Jahren Berufserfahrung, aber vor allem ein hochgestecktes Ziel und das sichere Gefühl für gute Planungen ermöglichten ihr die Aufnahmeprüfung bei der Architektenkammer Hessen, die ihr im September 1983 dann den Titel "Landschaftsarchitektin AKH" verlieh.
Als äußeres Erkennungszeichen kamen ihre gefärbten Haare hinzu, was ihr die Bezeichnung "Rote Ute" einbrachte. Und in der Tat ist sie bei Versammlungen, Sitzungen, Demonstrationen und ähnlichen Menschenansammlungen immer an ihrer Frisur und den dazu passenden Kleidern und Schmuck-Accessoires in Rot gut zu erkennen.
Hinterhöfe werden grün
Der Start in die Selbständigkeit mit einem Logo, das einen Baum des Jugendstilkünstlers Beardsley zeigt, fiel zeitlich zusammen mit einem ersten Auftrag über die Architekten Braun & Schlockermann für die Planung eines Offenbacher Behindertenwohnheims sowie der Auflage eines städtischen Förderprogramms für die Umgestaltung und Sanierung von Hinterhöfen in Frankfurt am Main.
Dieses hatte zum Ziel: "Beton raus – Grün rein – und Angebote für Kinder schaffen". Ute Wittich konnte zahlreiche dieser Aufträge für sich gewinnen und arbeitete mit großer Lust an individuellen Lösungen. Rückblickend meint sie, hunderte von Frankfurter Innenhöfen begrünt zu haben.
Die positive Resonanz von Bewohnern hält bis heute an. Sie erhielt weitere große Aufträge, auch als Folge der Hinterhofplanungen, so etwa die Freianlagen des AEG Forschungszentrums in der Niederräder Bürostadt. Ihre damaligen zehn Mitarbeiter:innen kümmerten sich um Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung, während sich Ute Wittich voll und ganz auf Ihre Stärke, den künstlerischen Entwurfsbereich, konzentrieren konnte. Und wenn es um die Pflanzen geht, dann steht Ute Wittich, zur Not auch im Regen und mit Gummistiefeln, selbst auf der Baustelle.
Da lässt sie gegebenenfalls Bäume nochmals drehen, legt Stauden persönlich aus, schiebt Gräserhorste so lange, bis Blickwinkel und Blickachsen akzentuiert sind und überprüft, ob die Pfähle der Baumverankerungen die richtige Farbe haben. Bei manchen Projekten werden nämlich schwarz, blau oder rot lasierte Dreiböcke eingesetzt, ein Farbtupfer, der auch junge Anlagen sofort zum Hingucker macht und ihnen eine individuelle Note verleiht.
Neuer Lebensabschnitt
Seit 1977 lebt und arbeitet Ute Wittich in zweiter Ehe mit dem Maler und Bildhauer Bernhard Jäger in einem altehrwürdigen Haus im Frankfurter Stadtteil Oberrad. Sein Atelier, ein ehemaliges Feuerwehrhaus, hat der Künstler selbst umgebaut. Die beiden Kreativen ergänzen sich kongenial.
Als Kämpferin für Kunst im Garten und Vertreterin der Richtung Gartenkunst im wörtlichen Sinne schafft Ute Wittich es immer wieder, Bauherren von besonderen Entwürfen und der Integration künstlerischer Objekte in ihre Planungen zu überzeugen. Seien es Hausgärten, Freianlagen an Büro- und Gewerbegebäuden, Hotels oder Wohnanlagen.
Dabei reicht das Spektrum der Auftraggeber von Bauträgern und Projektentwicklern über Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen und halböffentliche Einrichtungen, über Banken und Institutionen bis hin zum privaten Auftraggeber, der seinen Garten gestalten lassen will.
Mit der deutschen Einheit 1990 und der Entscheidung für Berlin als Regierungssitz kamen auch Aufträge in Ostdeutschland hinzu. Etwa für die Botschaft des Königreichs Marokko in der Hauptstadt Berlin gestaltete Ute Wittich die Außenanlagen. Auch in Leipzig, Weimar und anderen Orten wirkte die engagierte Landschaftsarchitektin in der Folge. Die Teilnahme an Wettbewerben und die plötzlich verstärkte Nachfrage nach Hausgartenplanungen brachten neue Aspekte in die Planungstätigkeit.
SUG-Stellenmarkt



Hinterhöfe werden grün
Der Start in die Selbständigkeit mit einem Logo, das einen Baum des Jugendstilkünstlers Beardsley zeigt, fiel zeitlich zusammen mit einem ersten Auftrag über die Architekten Braun & Schlockermann für die Planung eines Offenbacher Behindertenwohnheims sowie der Auflage eines städtischen Förderprogramms für die Umgestaltung und Sanierung von Hinterhöfen in Frankfurt am Main. Dieses hatte zum Ziel: "Beton raus – Grün rein – und Angebote für Kinder schaffen".
Ute Wittich konnte zahlreiche dieser Aufträge für sich gewinnen und arbeitete mit großer Lust an individuellen Lösungen. Rückblickend meint sie, hunderte von Frankfurter Innenhöfen begrünt zu haben. Die positive Resonanz von Bewohnern hält bis heute an. Sie erhielt weitere große Aufträge, auch als Folge der Hinterhofplanungen, so etwa die Freianlagen des AEG Forschungszentrums in der Niederräder Bürostadt.
Ihre damaligen zehn Mitarbeiter:innen kümmerten sich um Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung, während sich Ute Wittich voll und ganz auf Ihre Stärke, den künstlerischen Entwurfsbereich, konzentrieren konnte. Und wenn es um die Pflanzen geht, dann steht Ute Wittich, zur Not auch im Regen und mit Gummistiefeln, selbst auf der Baustelle.
Da lässt sie gegebenenfalls Bäume nochmals drehen, legt Stauden persönlich aus, schiebt Gräserhorste so lange, bis Blickwinkel und Blickachsen akzentuiert sind und überprüft, ob die Pfähle der Baumverankerungen die richtige Farbe haben. Bei manchen Projekten werden nämlich schwarz, blau oder rot lasierte Dreiböcke eingesetzt, ein Farbtupfer, der auch junge Anlagen sofort zum Hingucker macht und ihnen eine individuelle Note verleiht.
Neuer Lebensabschnitt
Seit 1977 lebt und arbeitet Ute Wittich in zweiter Ehe mit dem Maler und Bildhauer Bernhard Jäger in einem altehrwürdigen Haus im Frankfurter Stadtteil Oberrad. Sein Atelier, ein ehemaliges Feuerwehrhaus, hat der Künstler selbst umgebaut. Die beiden Kreativen ergänzen sich kongenial. Als Kämpferin für Kunst im Garten und Vertreterin der Richtung Gartenkunst im wörtlichen Sinne schafft
Ute Wittich es immer wieder, Bauherren von besonderen Entwürfen und der Integration künstlerischer Objekte in ihre Planungen zu überzeugen. Seien es Hausgärten, Freianlagen an Büro- und Gewerbegebäuden, Hotels oder Wohnanlagen. Dabei reicht das Spektrum der Auftraggeber von Bauträgern und Projektentwicklern über Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen und halböffentliche Einrichtungen, über Banken und Institutionen bis hin zum privaten Auftraggeber, der seinen Garten gestalten lassen will.
Mit der deutschen Einheit 1990 und der Entscheidung für Berlin als Regierungssitz kamen auch Aufträge in Ostdeutschland hinzu. Etwa für die Botschaft des Königreichs Marokko in der Hauptstadt Berlin gestaltete Ute Wittich die Außenanlagen. Auch in Leipzig, Weimar und anderen Orten wirkte die engagierte Landschaftsarchitektin in der Folge. Die Teilnahme an Wettbewerben und die plötzlich verstärkte Nachfrage nach Hausgartenplanungen brachten neue Aspekte in die Planungstätigkeit.



Expansion des Büros
Ab den Nullerjahren beschäftigte Wittich dann dauerhaft acht bis zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in ihrem Team, das mehrere Großprojekte bearbeitete. Während die neue Gestaltung des Rathausplatzes in Dietzenbach südlich von Frankfurt bis Herbst 2008 gerade abgeschlossen war, kam schon die Planung des Altstadtbereichs um den so genannten "Roten Platz" in Dietzenbach neu in Bearbeitung, wurde jedoch nicht realisiert.
Die Umgestaltung der Außenanlagen am Frankfurter Karmeliterkloster (vergl. SuG 9–2012, S. 17 ff.), ein sehr forderndes und interessantes Projekt, war bis 2009/10 fertig. Ein Innenhof mit Kreuzgang des heute vom Institut für Stadtgeschichte und als Museum genutzten, mittelalterlichen Gebäudes war für Ute Wittich dabei das Kern- und Herzstück.
Eine sehr alte und in der Stadt bekannte Magnolie musste erhalten und in das Pflanzkonzept einbezogen werden. Mediterrane Pflanzen sollten im geschützten und milden Mikroklima des Hofes wieder, wie vor den Umbauarbeiten und vor dem Zweiten Weltkrieg, Einzug halten; ebenso die für Klostergärten typischen Stauden, Rosen und Kräuter. Bei großen Hausgartenprojekten auf Mallorca gemachte Erfahrungen mit der mediterranen Flora waren für Ute Wittich hierbei von Vorteil.
Darüber hinaus war eine große Rasenfläche für Veranstaltungen vorzusehen, denn Frankfurts damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth nutzte nun den Ort gerne für Empfänge und zur Repräsentation. Und nicht zuletzt mussten große Kunstobjekte des Frankfurter Künstlers Hans Steinbrenner integriert werden. Nach Baufertigstellung und zwei Jahren Pflege erhielt Wittich den Auftrag, das Projekt bis Ende 2025 weiter zu betreuen, also etwa die Überwachung der Pflegeleistungen, Nachpflanzungen, Mängelbeseitigung, Gehölzschnitt. Danach geht das Objekt an die Pflegeabteilung des Frankfurter Grünflächenamtes über.
Wohnbau, Planung, Klimawandel
Ab den Zehnerjahren dieses Jahrhunderts drehte sich dann fast alles um den Wohnungsbau. Im neuen Frankfurter Europaviertel, aber auch in Koblenz, Mainz oder Bensheim/Bergstr. errichteten Generalunternehmer einen Komplex nach dem anderen und Ute Wittich erhielt zahlreiche Aufträge.
Zur gleichen Zeit wurde das Thema Klimawandel so ernst, dass in den Planungen (noch mehr als ohnehin schon) helle Beläge, Versickerung, intensive Bepflanzung und Bewässerungssysteme zu wichtigen Faktoren wurden. Schon nach wenigen Jahren sind die Wohnumfelder so grün, die Bäume so groß und die Staudenflächen so bunt, dass die Stadtviertel, auch im Umfeld, etwa durch Schatten oder mehr Insekten, davon profitierten. Planungen für Dach- und Fassadenbegrünung kamen hinzu, so unter anderem beim Innenhof der ABG (vergl. SuG 4–25, S. 11 ff.).



Haltung, Stil und Formensprache
Herausforderungen wie diese zu meistern ist Ute Wittichs Herzenssache. Dabei tritt sie stets für eine klare Formensprache ein, die auf die Fassaden der Architektur, etwa mit Linien oder Spiegelungen Bezug nimmt. Vor allem geschnittenes Grün, Hecken, Bänder, Blöcke und klar ablesbare Themen bei der Pflanzkonzeption sind heute ihre Entwurfselemente, während sie bei früheren Planungen mehr organische Linien bevorzugte.
Für jedes Projekt werden lange Gespräche geführt, um die Wünsche der Auftraggeber zu berücksichtigen, wobei Ute Wittich es als besonderes Anliegen sieht, Bauherren sowohl von Qualität in der Planung als auch bei den Materialien zu überzeugen. Dazu gehört immer das Thema Wasser, entweder als architektonisches Becken, als (Schwimm-) Teich, Wasserlauf oder Brunnen. Für die Pflanzplanung verwendet sie besonders viel Zeit.
Eine gut ausgetüftelte und auf den Standort abgestimmte, klima- und insektenfreundliche sowie resiliente Pflanzung in ausreichender Größe und Dichte sei das A und O jeder Anlage, meint Ute Wittich. Auch immergrüne Gehölze und Bodendecker wie Kirschlorbeer, Taxus und Rhododendren mit Blühzeiten von April bis Juni gehören zum festen Pflanzsortiment ihrer Planungen, nie jedoch Pflanzen mit panaschierten Blättern. Dagegen hat sie eine ausgesprochene Abneigung. Bei den vielfältigen Stauden bilden die Blütenfarben weiß, blau, violett und rosa die von ihr bevorzugte Palette.
Schmuck- und Kunstsammlerin
Neben ihrer Arbeit als Garten- und Landschaftsarchitektin betätigt sich Ute Wittich auch als rege Sammlerin exotischen, authentischen Schmucks aus aller Welt – mit Schwerpunkt Indien, Afghanistan – der auch schon in öffentlichen Ausstellungen zu sehen war. Sie ist im Freundeskreis des Frankfurter Museums der Weltkulturen engagiert, für das sie viele Jahre die Programme der monatlichen Vorträge gestaltet hat.
Außerdem arbeitete sie ehrenamtlich in der Ernst-May-Gesellschaft. So stammt von ihr etwa die Rekonstruktionsplanung des aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden Reihenhausgartens von Leberecht Migge am Ernst-May-Museum in Frankfurt-Heddernheim beziehungsweise in der Römerstadt. Soweit nur eine kleine Auswahl ihrer zusätzlichen Tätigkeiten, neben dem Berufsalltag.



Spuren hinterlassen – Lebenswerk
Vier Jahrzehnte künstlerisch und engagiert im Dienste der Landschaftsarchitektur, damit hat Ute Wittich natürlich Spuren hinterlassen. Seien es ihre Wettbewerbsteilnahmen und -erfolge bei "Frankfurt Hoch Vier", oder die Preise für gelungene temporäre Gärten (eine spezielle und große Vorliebe) in Weimar, zur Landesgartenschau Hanau oder bei den Fürstlichen Gartenfesten in Fulda und Wolfsgarten.
Mehrmals hat sie beim Gartenfestival auf Schloss Ippenburg, dem ersten dieser Art in Deutschland, teilgenommen und faszinierende Gärten auf Zeit gestaltet. Über einen Internationalen Wettbewerb kam sie dort zusammen mit Bernhard Jäger unter die fünf Preisträger mit ihrem Entwurf der mehr als "Tausend blauen Bohnenstangen", an denen sich im Laufe des Sommers die Feuerbohnen emporrankten.
Auch der "Hessische Kulturpreis für zeitgenössische Gartenkunst" der DGGL (2001) und noch ein zweites Mal im Jahr 2016, die "Römerplakette" (2005) der Stadt Frankfurt am Main für ehrenamtliche Tätigkeit und die Auszeichnung "Vorbildliche Bauten" (2006) der Architektenkammer Hessen für das Radisson SAS Hotel und seine Außenanlagen gehören zu den Auszeichnungen für Ute Wittich, die ein langes, engagiertes Berufsleben wertschätzen.
Dass ihr Mann Bernhard Jäger als Bildhauer die Skulptur des "Gartenoskar" im Auftrag der DGGL geschaffen hat, ist dabei ein wahrhaftiges Symbol für die gute "Arbeitsgemeinschaft" aus Künstler und Gartenarchitektin, die dem Begriff Gartenkunst über die mehr als vierzig Bürojahre hinaus stets neues Leben einhauchen.
Als es an der Zeit hätte sein können, sich zur Ruhe zu setzen, reduzierte Ute Wittich ihr Büro zunächst auf einen festen Mitarbeiter und seit 2024 kommt sie ganz ohne feste Angestellte aus. Sie zeichnet Hausgartenpläne immer noch per Hand, kreiert Pflanzungen auf Papier und schreibt viel Geplantes/Gedachtes auch als Text auf.
Ihre "Werkstatt" gleicht einem vielgestaltigen Atelier mit bunten Stiften, Heftschienen, Zetteln, Büchern, Kalendern und allerlei inspirierenden Gegenständen, auch kleinen Kunstwerken ihres Gatten. Ute Wittich spricht nicht gerne über "Alter" und da sie noch heute im positiven Sinn ein "unruhiger Geist" ist, wird sie wohl so schnell die Farbstifte nicht komplett aus den Fingern legen.
Weitere Informationen:
www.utewittich.de Werkliste Ute Wittich
https://stadtundgruen.de/q/?23
Anmerkungen
¹ Projekt Karmeliterkloster Frankfurt:
Durch Umbaumaßnahmen beim benachbarten Gebäude, in das die Crespo-Stiftung einzog, wurde der Vorgarten des Klosters im Mai 2024 zuerst in Mitleidenschaft gezogen, dann vollständig abgeräumt und neu bepflanzt, zum Missfallen von Ute Wittich, die das Gesamtkonzept ihrer Planung in Gefahr sah. Es gab zwar Proteste, auch von Kolleg:innen, auch die Presse berichtete, aber schlussendlich war nichts mehr aufzuhalten.
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