Verbraucherzentrale NRW
Wo liegt der Beratungsbedarf für Dach- und Fassadenbegrünung?

Die Kombination von Solar- und Gründach beschäftigt 13 Prozent der Befragten
Auch an Solargründächern besteht Interesse: 13 Prozent der Fragen drehen sich um die Kombination aus Photovoltaik und Begrünung – häufig verbunden mit Unsicherheiten, ob eine nachträgliche Kombination technisch möglich ist. "Die Möglichkeit der gemeinsamen Umsetzung als Solargründach wird vielen erst spät klar", so Wegner. "So manche Hausbesitzer:innen würden sich früher für eine Kombilösung entscheiden, wenn die Informationen präsenter wären." Die Tragfähigkeit des Daches beschäftigt rund 13 Prozent der Ratsuchenden.
Viele wissen nicht, wo sie Informationen zur maximalen Last finden. Dabei liegen statische Berechnungen meist in den Baugenehmigungsunterlagen vor, oder sind bei Fertigbauten im Herstellerdatenblatt vermerkt. Zudem äußern zahlreiche Verbraucher:innen den Wunsch nach ökologisch hochwertigen Begrünungssystemen. "Das Interesse an nachhaltigen, insektenfreundlichen und ressourcenschonenden Lösungen ist groß", berichtet Andrea Wegner, Referentin für Gebäudebegrünung bei der Verbraucherzentrale NRW.
Die Hälfte der Befragten benötigt Informationen zur Planzenauswahl
Bei der Fassadenbegrünung betrifft die Hälfte der Anfragen Umsetzungsaspekte: Welche Pflanzen eignen sich? Wie groß muss die Pflanzgrube sein? Welches Gerüst wird benötigt? Ein zentrales Hemmnis bleibt die Sorge vor Beschädigungen am Gebäude: 17 Prozent der Fragenden befürchtet mögliche Schäden an Wand, Fundament, Dach oder Regenfallrohren. "Die Angst vor Bauschäden ist weit verbreitet – oft aber unbegründet, wenn die Begrünung fachgerecht umgesetzt und regelmäßig gepflegt wird", so Wegner. "Hier wünschen sich viele verlässliche Orientierung."
SUG-Stellenmarkt









