Vogelkollisionen an Glasflächen und Spiegeln vermeiden
Den modernen Vogelfängern das Handwerk legen
von: Dipl.-Ing. Ulrike Aufderheide
Leben wie im Garten
Schöne Gärten zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Geborgenheit und Weite aus (Aufderheide 2024). Aber im Grunde beschreiben diese beiden Begriffe Grundbedingungen gelingenden Lebens. Zu viel Geborgenheit kann das Leben einengen und verdunkeln, zu viel Weite macht unbehaust und schutzlos. Gebäude schaffen Geborgenheit, transparente Öffnungen in den Wänden bieten den Blick in die Weite. In der modernen Architektur verschmelzen durch die Möglichkeit, hochdämmende Glaskonstruktionen zu verwenden, zunehmend Wand und Wandöffnung, Wand und Fenster. Glaswände wurden als erstes aber nicht für Menschen, sondern für Pflanzen gebaut. Ab dem 16. Jahrhundert wurden wärmebedürftige Pflanzen wie Orangen, Zitronen, Geranien oder Ananas zum Statussymbol, die nur mit dem Treibhauseffekt über den Winter gebracht werden konnten. Glas lässt kurzwellige Strahlungsenergie der Sonne herein, lässt Wärmestrahlung aber bis zu einem gewissen Maße nicht mehr heraus, auch weil die stehende Luft im Glashaus selber recht gut isoliert.
Mit der industriellen Revolution mussten die Glasscheiben nicht mehr in Holzkonstruktionen eingefügt werden, nun stand Stahl als stabiles und tragfähiges Skelett zur Verfügung. Jetzt entstanden Glashäuser auch für Menschen, zuerst vor allem Bahnhöfe und Ausstellungshallen, wie der berühmte Glaspalast in London. Seit dem Jugendstil wurde das Bauen mit Glas und Licht der moderne Weg, Menschen zu behausen. Ikonische Gebäude wie die von Gropius (Bauhaus) oder Mies van der Rohe (Neue Nationalgalerie) waren stilbildend. Häuser mit Wänden aus Glas, Häuser, die über ihre Durchsichtigkeit oder Spiegelungen mit ihrer Umgebung verschmelzen, eine Architektur, die sich quasi selbst negiert, prägt unsere Städte und zunehmend auch unsere Dörfer.
Aber was macht diese Naturnähe mit der Natur?
Naturnähe wird ja oft mit der Förderung oder zumindest mit dem Erlebnis der Natur gleichgesetzt. So bevorzugen umweltbewusste Firmen wie Hersteller von Naturmöbeln, Handelsorganisationen von Biolebensmitteln oder landschaftlich schön gelegene Ferienwohnanlagen große Fensterfronten oder spiegelnde Fassaden, um ihre Naturnähe auch nach außen zu demonstrieren. Aber Grundlage einer fördernden Beziehung zur Natur bleibt die Koevolution (Aufderheide 2019). Nur mit Einflüssen und Strukturen, die Pflanzen und Tiere evolutionär "kennen", an die sie sich über lange Zeit anpassen konnten, wird die Biodiversität gefördert. Wenn Einflüsse aber evolutionär neu sind, dann besteht immer die Gefahr, dass sie nicht wahrgenommen werden können – weil es in der Evolution keine Notwendigkeit gab, sich daran anzupassen. So wie wir Menschen, im Gegensatz zu Bienen oder auch manchen Vogelarten, keine ultravioletten Wellenlängen wahrnehmen können, gilt das im Bereich des Sehens in besonderem Maße für durchsichtige und spiegelnde Flächen.
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Kollisionen mit durchsichtigen und spiegelnden Flächen
Weil Vögel Glasflächen nicht wahrnehmen können, fliegen sie ungebremst dagegen, entweder, weil sie die Spiegelung von Vegetation oder Himmel nicht von der Realität unterscheiden können, oder weil sie eine Vegetation hinter der Glasscheibe erreichen wollen. So führen Durchblicke durch ein Gebäude zu besonders vielen Kollisionen. Diese sind für die Vögel in der Regel tödlich. Oft tritt der Tod sofort ein, manchmal stirbt das benommene Tier nach einiger Zeit auf Grund seiner inneren Verletzungen oder weil es leichte Beute ist. Krähen, Füchse und andere Beutegreifer kennen besonders "ertragreiche" Glaswände und suchen sie regelmäßig ab, vor allem, wenn die Gebäude in der Nacht beleuchtet sind. In den frühen Morgenstunden gibt es dann einen reich gedeckten Tisch für städtische Aasfresser, noch bevor die Reinigungsdienste tätig werden. Dies erklärt, warum wir zwar das Geräusch eines gegen eine Glasfläche prallenden Vogels kennen, aber nur selten die Kollisionsopfer zu Gesicht bekommen. Sie werden schnell "entsorgt" oder ziehen sich zum Sterben in Sträucher oder Bodendeckerflächen zurück.
Populationsrelevante Verluste
"Ist uns nicht bekannt", ist deshalb die verständliche Antwort der zuständigen Personen, wenn sie auf Vogelkollisonen an ihren Gebäuden angesprochen werden. Allein genaue Untersuchungen bringen die große Anzahl der Opfer zu Tage. Forschende, die Häufigkeit und Folgen von Kollisionen untersuchen, müssen früh aufstehen (oder erst am späten Vormittag zu Bett gehen) und schneller sein als Beutegreifer und Reinigungskolonnen – oder mit letzteren zusammenarbeiten. Auch an den Scheiben haftende Federn, Federstaub oder Vogelkot, der durch den Druck des Aufpralls aus der Kloake der Vögel herausgedrückt wird, zeigen Vogelkollisionen an. Insbesondere in den USA wurden genauere Untersuchungen durchgeführt. Abschätzungen für Deutschland ergaben, dass jedes Jahr 100 bis 115 Millionen Vögel Opfer von spiegelnden und durchsichtigen Flächen an Gebäuden werden, das sind fünf bis zehn Prozent des Vogelbestandes (LAG VSW 2017) und damit doppelt so viel wie die gesamteuropäische Jagdstrecke von circa 50 Millionen Vögeln (Hirschfeld & Attard 2017). Bei der Hochrechnung der Opfer von Glasscheiben wurden die besonders gefährlichen freistehenden Glasflächen und kleinen Gebäude aus Glas noch nicht mit einbezogen. Auch wenn Vogeleltern ja theoretisch nur zwei reproduzierende Nachkommen in ihrem Leben haben müssen, damit der Bestand erhalten bleibt, so werden die Verluste durch Vogelkollisionen, die ja zu den natürlichen Verlusten und zu weiteren durch den Menschen verursachten Mortalitätsursachen wie Jagd oder Hauskatzen dazu kommen, als populationsrelevant eingeschätzt.
Glasflächen sind tatsächlich die Hauptursache für durch den Menschen verursachte Mortalität bei Vögeln. Wer mit diesem Blick auf große spiegelnde oder durchsichtige Flächen einen Spaziergang durch seine Umgebung macht, wird zahlreiche Vogelfallen entdecken.
Glasscheiben können einen Verstoß gegen das Tötungsverbot darstellen
Da fast alle Vogelarten (bis auf sehr wenige Arten wie Straßentaube oder Halsbandsittich) besonders geschützt sind, gilt für sie der § 44 (1) des Bundesnaturschutzgesetzes: "Es ist verboten, wildlebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören." Die Landesarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten sieht dies bei Glasscheiben gegeben, wenn sie ein "signifikant erhöhtes Tötungsrisiko" von mehr als fünf toten Vögeln pro 100 Meter Fassadenlänge und Jahr darstellen (LAG VSW 2023). Bei einem Glaspavillon mit circa 16 Meter Fassadenlänge wäre dies Maß also schon bei einer Vogelkollision pro Jahr erreicht. Wenn durch eine ungeschützte Glasfläche seltene Arten gefährdet werden, können sogar Baugenehmigungen rechtswidrig sein.
Auf dem Drachenfels bei Königswinter wurde ein Gebäude mit großflächigen Glasfassaden gebaut. Die erteilte Baugenehmigung wurde vom Verwaltungsgericht Köln als rechtswidrig angesehen, weil in der unmittelbaren Nähe im Naturschutzgebiet Siebengebirge seltene Vogelarten vorkommen und ein Gebäude keinen negativen Einfluss auf ein Naturschutzgebiet haben darf. (VG Köln, Az.: 14 K 4263/11). Die Glasscheiben wurden dann mit Markierungen für Vögel sichtbar gemacht.



Die Nacht schützen
Alle Schutzmaßnahmen gegen Vogelkollisonen sind in der Nacht wirkungslos, wenn hinter der Glasscheibe ein helles Licht leuchtet. Helles Licht führt nächtens zur Desorientierung bei vielen Vogelarten, insbesondere in der Zugzeit. Es wird vermutet, dass das Orientierungssystem während des Zuges zu diesem Effekt führt: Vögel nehmen das Magnetfeld der Erde, an dem sie sich auf dem Zug orientieren, mit dem rechten Auge wahr. Sie können also das Magnetfeld quasi "sehen". Und diese Orientierung wird durch künstliches Licht in der Nacht gestört. Manche Arten umschwärmen helle Lichtquellen fast wie Insekten und erschöpfen sich desorientiert ähnlich wie diese, andere steuern aber auch besonders helle Bereiche in Gebäuden direkt an – was dann zur Kollision mit den Fensterscheiben davor führt (Haupt 2009). Am "Post Tower" in Bonn sank die Anzahl der gefundenen Opfer durch Abschalten der Effekt- und Werbebeleuchtung des Gebäudes von circa 1000 pro Herbstsaison auf 70 (Haupt in Steiof 2023). Die Flughöhe von Zugvögeln ist artspezifisch, alle Arten tendieren aber dazu, bei schlechtem Wetter bodennah zu fliegen und können vor allem dann durch beleuchtete Strukturen in Gefahr geraten. Hochfliegende Arten sind insbesondere durch so genannte "Skybeamer" gefährdet.
Besonders gefährlich: Durchsichtige und spiegelnde Glasflächen im Freiraum
Je größer eine Glasfläche ist, desto eher kommen hier Vögel zu Schaden, aber auch wenn Vegetation als Spiegelung oder bei Durchsicht hinter der Scheibe zu sehen ist, werden Vögel hier vermehrt gegen die Scheiben fliegen. Deshalb sind durchsichtige Flächen im Freiraum für Vögel besonders gefährlich, weil sie sich oft mitten in artenreichen Lebensräumen befinden und die Scheiben oder Strukturen oft sogar von beiden Seiten angeflogen werden können. Dies gilt für Fahrgastunterstände mit Glaswänden, Wind- oder Schallschutzwände aus durchsichtigem Glas, Balkongeländer oder auch Gewächshäuser, Wintergärten und Pavillons aus durchsichtigem Glas. Selbst Naturzentren und Vogelbeobachtungshütten werden manchmal mit Glasscheiben ausgestattet. Schon relativ niedrige Balustraden aus Glas fangen Vögel unentrinnbar ein. Vögel starten ohne für sie sichtbares Hindernis nie wie ein Hubschrauber nach oben, sondern immer eher horizontal wie ein Flugzeug. Weil der offene Himmel für sie nicht von der Balustrade zu unterscheiden ist, fliegen sie bis zur Erschöpfung gegen die durchsichtige Einfassung. Haupt (2009) stellte bei seinen Untersuchungen am "Post-Tower" in Bonn fest, dass der Anteil der sofort toten Vögel an einer Absturzsicherung aus Glas viel höher war (94 %) als am Gebäude selber (18 %), vermutlich, weil die Vögel mit dem Geländer mit viel höheren Geschwindigkeiten kollidieren – sie fliegen ja "hindurch", während sie in der Nacht das beleuchtete Gebäude nur "anfliegen".


Glas für Vögel sichtbar machen
Vogeltod an Glasscheiben ist nicht nur einer der Gründe für den zunehmend stummer werdenden Frühling, solche Kollisionen und ihre Folgen sind auch eine Belastung für die Menschen, die sie miterleben müssen. Deshalb gib es schon seit längerer Zeit Greifvogelsilhouetten, die verhindern sollen, dass Vögel auf die Glasscheiben zufliegen. Leider erkennen wir Menschen zwar einen Greifvogel auf der Glasscheibe, die Vögel aber nicht. Die Bewegung der Silhouette am Himmel wäre der entscheidende Reiz, der Vögel flüchten ließe. Die Silhouette auf dem Glas ist für einen Vogel nur ein dunkler Fleck- er fliegt halt daneben gegen die Scheibe. Durchsichtige und spiegelnde Strukturen müssen also vollflächig sichtbar gemacht werden.
Es gab die Hoffnung, dass die Fähigkeit mancher Vogelarten, ultraviolettes Licht wahrzunehmen, Vogelkollisionen an Glas verhindern könnte. Leider stellten sich durchsichtige, aber UV-Licht reflektierende Aufkleber oder Markierungen als wirkungslos heraus, genauso wie spezielles "Vogelschutzglas", das UV-Licht reflektieren soll. Wissenschaftliche Untersuchungen in einem Flugtunnel der Biologischen Station Hohenau-Ringelsdorf untersuchten so genanntes UV-"Vogelschutzglas" und verschiedene UV-Markierungen, die sich allesamt als nur wenig wirksam erwiesen.
Es braucht daher sichtbare Markierungen über die gesamte Glasfläche, die einigen Grundregeln folgen müssen (weitere Details in Rössler et al. 2022):
- Bei horizontalen Streifen reicht eine Breite von drei Millimeter, während vertikale Streifen mindestens fünf Millimeter breit sein müssen. Allerdings beträgt der maximale Kantenabstand der horizontalen Streifen 50 Millimeter, bei vertikalen Streifen sind es 100 Millimeter.
- Schwarze Punkte mit mindestens zehn Millimeter Durchmesser dürfen nicht weiter als 90 Millimeter voneinander entfernt sein.
- Ein guter Kontrast ist wichtig. Markierungen in Schwarz, Weiß, Orange, Rot oder Silbermetallisch sind besonders geeignet
- Milchglasartige Markierungen sind erst ab einem Deckungsgrad von elf Prozent bis 20 Prozent (Folie) wirksam.
- Markierungen bei spiegelnden Scheiben wirken nur, wenn sie außen angebracht sind.
Als kaum oder gar nicht wirksam haben sich erwiesen:
- UV-reflektierende Folien und Stiftmarkierungen
- Dichte Punktraster mit einem Deckungsgrad über zehn Prozent
- Nur teilweise markierte Flächen
- Beschattung der Fensterflächen
- Geneigte Fensterflächen
- Sonnenschutzfolien
- Getöntes Glas
- Abspielen von Warnrufen
Nur teilweiser Schutz:
- Fassadenbegrünungen wirken nur, wenn sie dicht genug vor den Glasflächen sind, was in der Regel nicht der Fall sein wird.
- Bewegliche außenliegende Jalousien wirken nur, solange sie herabgelassen sind.
- Auch wenn Vogelkollisionen nach der Reinigung der Fenster vermehrt beobachtet werden können, hilft ein Verzicht auf die Reinigung der Fenster nur wenig.
Es gibt auch Möglichkeiten, im Do it yourself-Verfahren Glasflächen zu entschärfen, zum Beispiel durch Spannen von Schnüren vor den Flächen oder durch Anmalen der Scheiben von außen. Aber wann wird eine Durchsicht zwischen zwei Markierungen noch als groß genug zum Durchfliegen wahrgenommen? Immerhin können Vögel ja problemlos auch durch das Geäst eines Baumes fliegen und die Markierungen auf einer Scheibe werden ja als nichts anderes als eine zweidimensionale Anordnung von "Ästen" wahrgenommen. Hier hilft die Handflächenregel: Der Zwischenraum zwischen zwei Markierungen sollte nicht größer sein als eine menschliche Hand.
So weit möglich sollte beim Neubau auf für die Vögel unsichtbare durchsichtige und spiegelnde Flächen verzichtet werden. Spiegelnde und durchsichtige Glaselemente können mittels Wölbungen, Ätzungen oder schützenden Vorhangfassaden vogelsicher konstruiert werden.
Während der Zugzeit müssen Vögel vor der desorientierenden Wirkung von Licht geschützt werden:
- Innenbeleuchtung nach außen abschirmen. Falls das nicht möglich ist, auf nach außen sichtbare Beleuchtung hinter Glasscheiben so weit wie möglich verzichten oder diese zumindest minimieren, zum Beispiel Arbeitsplätze direkt beleuchten, statt Räume auszuleuchten, Beleuchtung bedarfsgerecht über Bewegungssensoren schalten, Schattiervorrichtungen nutzen, wenn Gewächshäuser in der Dunkelheit beleuchtet werden.
- Leider werden Zugvögel oft von roten und gelben Lichtfarben angezogen (maximal 1800 K), die weniger Insekten anlocken. Grundsätzlich sollte also während der Zugzeiten, insbesondere bei hohen Gebäuden oder Bauwerken in dunkler Umgebung, wie in botanischen Gärten und in Parks, auf eine nach oben oder zur Seite abstrahlende Beleuchtung verzichtet werden. Alle Beleuchtung in naturnahen Bereichen muss über Bewegungssensoren geschaltet werden. Dazu gehören auch Buswartehäuschen.
- Keine nach oben strahlenden Leuchten verwenden, wie Skybeamer, Bodenstrahler oder Kugelleuchten.
- Keine Anstrahlung von Vegetation oder anderen Naturobjekten.



Botanische Gärten als Erprobungsräume
Die Gefahr, die von durchsichtigen und spiegelnden Flächen ausgeht, steigt
- mit der Größe der Glasflächen
- mit dem Anteil der Glasfläche an der Gebäudefläche
- mit der Nähe zu Bäumen
- mit der Nähe zu naturnahen Flächen
- wenn sich hinter den Glasflächen Pflanzen befinden
Gewächshäuser und Pavillons in naturnahen, parkartigen Bereichen stellen also eine besondere Gefahr für unsere Vögel dar. Gerade Botanische Gärten sind ja oft Zentren der Artenvielfalt und ein wichtiger Lebensraum in ansonsten stark versiegelter Umgebung (Rembold et al. 2023). Dass Botanische Gärten hier eine Verantwortung haben, wurde erkannt: "Wir planen, hier genau hinzuschauen und gemeinsam mit Fachleuten Lösungen zu erarbeiten", sagt Felicitas Wöhrmann, Geschäftsführerin des Verbandes der Botanischen Gärten. So könnten dort, wo die Architektur aus Stahl und Glas ihren Ursprung nahm, in großen Gärten mit Gewächshäusern für besondere Pflanzen, nicht nur die wertvollen Vogelvorkommen der Gärten vor Kollisionen geschützt werden, sondern auch Besucherinnen und Besucher darüber aufgeklärt werden, wie sie selber im privaten Raum tätig werden können.
Anmerkung
Ich danke Herrn Heiko Haupt für die Durchsicht des Artikels und seine hilfreichen Anmerkungen.
Literatur
Ulrike Aufderheide (2019): Tier pflanzen, pala-Verlag.
Ulrike Aufderheide (2024): Die Rasenrevolution, pala-Verlag.
Heiko Haupt (2009): Der Letzte macht das Licht an! Zu Auswirkungen leuchtender Hochhäuser auf den nächtlichen Vogelzug am Beispiel des Post Towers in Bonn, Charadrius 45 (1): 1–19.
Axel Hirschfeld, Geraldine Attard (2017): Vogeljagd in Europa – Analyse von Abschusszahlen und Auswirkungen von Jagd auf den Erhalt bedrohter Arten, Berichte zum Vogelschutz 53/54, 15–42.
Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW, 2017): Der mögliche Umfang von Vogelschlag an Glasflächen in Deutschland – eine Hochrechnung, Berichte zum Vogelschutz 53/54, 63–67.
Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW 2023): Beschluss 21/01 – aktualisiert 2023: Vermeidung von Vogelverlusten an Glasscheiben – Bewertung des Vogelschlagrisikos an Glas.
Katja Rembold, Gregor Aas, Clemens Bayer, Christian Berg, Michael Burkart, Thomas Fechtler, Markus Fischer, Nikolai Friesen, Robert Gliniars, Andrea Gröger, Matthias Hoffmann, Alexandra Kehl, Lars Köhler, Andreas König, Wolf-Henning Kusber, Marianne Lauerer, Susanne Pietsch, Ulrich Pietzarka, Klaus Rudolph, Elisabeth Obermaier(2023): Botanische Gärten als Orte urbaner Biodiversität, Natur und Landschaft 98, 10–18.
Martin Rössler, Wilfried Doppler, Roman Furrer, Heiko Haupt, Hans Schmid, Anne Schneider, Klemens Steiof, Claudia Wegworth (2022): Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht, 3. überarbeitete Auflage, Schweizerische Vogelwarte Sempach.
Klemens Steiof (2023): Beleuchtung in der Stadt und Vogelkollisionen – ein bedeutendes Problem, Natur und Landschaft 98, 447–452.













