Heino Grunert (Hg.)

Von der Festung bis Planten un Blomen

Heino Grunert (Hg.): Von der Festung bis Planten un Blomen

Die Hamburger Wallanlagen

  • Verlag Dölling und Galitz München/Hamburg 2020
  • 360 Seiten
  • 560 Abbildungen
  • 39,90 Euro
  • ISBN 978-3-86218-138-4

Die Hamburger Wallanlagen, Verlag Dölling und Galitz, München/Hamburg 2020, 360 Seiten, 560 Abbildungen, 39,90 Euro,ISBN 978-3-86218-138-4.

Dieses Jahr feiert man in Hamburg ein Jubiläum: 200 Jahre Grüner Wallring. Zu diesem Anlass hat der Hamburger Gartendenkmalpfleger Heino Grunert ein Buch zum Thema herausgegeben.

Vom Beginn des 17. Jahrhunderts an standen die Hamburger Wallanlagen über 200 Jahre lang für die Wehrhaftigkeit einer Stadt. Mit der Entfestigung und der Umgestaltung der Wallflächen erhielt Hamburg seine erste große öffentliche Grünfläche, die heute rund 50 Hektar zwischen Elbe und Alster umfasst. Insbesondere Ausstellungen wie die Niederdeutsche Gartenschau Planten un Blomen (1935) und die nachfolgenden Internationalen Gartenbauausstellungen prägen bis heute das Bild der einstigen Wallanlagen.

Die Beiträge behandeln die bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreichende Geschichte der Hamburger Stadtbefestigung und jener des öffentlichen Grüns auf den Wallanlagen von der Entfestigung bis ins Jahr 2020. So richtet zum Beispiel Kristina Vagt den Blick auf die drei Internationalen Gartenbauausstellungen und beantwortet die Frage, welche positiven und negativen Folgen die Internationalen Gartenbauausstellungen aus heutiger Sicht für die Grünflächen und deren Benutzbarkeit haben. Martin Spruijt geht der Frage nach, inwieweit man von der Vielzahl und Vielfalt von Ansichtskartenmotiven aus den Wallanlagen auf die Bedeutung dieser innerstädtischen Grünfläche schließen kann.

Hans-Helmut Poppendieck und Barbara Engelschall widmen sich dem 1821 gegründeten Botanischen Garten, der im Zuge der Internationalen Gartenbauausstellung 1973 nach Klein Flottbek verlegt werden musste. Im zweiten Beitrag stellen sie einige Vertreter des gärtnerischen Berufsstandes aus der 200-jährigen Geschichte der Wallanlagen vor. Hervorzuheben ist insbesondere der Beitrag von Jens Beck, der sich in seinem, Herausforderungen nicht verschweigenden Text den Wallanlagen aus Sicht der Denkmalpflege widmet.

Laut seiner Einschätzung sind die Wallanlagen heute ein Konglomerat, ein Nebeneinander aus Gutem und Mittelmäßigem, aus Relikten der Geschichte und Einzelteilen, aus herausragenden Solitären und weniger qualitätsvollem Füllmaterial. Die gestalterische Einheitlichkeit, die die Wallanlagen kurz nach der Fertigstellung 1833 besaßen, ist mit jeder Überplanung Schritt für Schritt verloren gegangen. Seinen Text könnte man jederzeit auch als einen gelungenen Einführungsvortrag zum Thema (Garten-)Denkmalpflege anhand eines konkreten Beispiels verwenden.

Diese chronologisch und interdisziplinär ausgerichtete Publikation ist die erste umfassende Arbeit über die Geschichte der Wallanlagen mit den Resten von Planten un Blomen und den Internationalen Gartenbauausstellungen. Sie lebt besonders stark durch die zahlreichen historischen und aktuellen Fotos und Pläne und darf zu Recht schon jetzt als Standardwerk zum Thema gelten.

Dr. Christian Hlavac

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 12/2020 .

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