VSLAM, VIO, RTK

Die Technologien der neuen Mähroboter

In modernen Mährobotern, egal ob für kleinere oder größere Flächen, steckt jede Menge Technologie. Schließlich sollen die Geräte sich nicht nur das zu schneidende Gebiet merken, sondern unterwegs auch autonom reagieren können: auf Unebenheiten, Tiere und andere Hindernisse. Die dazu notwendigen Technologien verstecken sich oft hinter Kürzeln.
Ego Europe GmbH Rasen
Das Navigationskonzept Path IQ im EGO Aura-R2 vereint verschiedene Technologien – etwa, um Zusammenstöße zu vermeiden. Bilder: EGO

Was ist VSLAM? Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich "Visual Simultaneous Localization and Mapping". Dabei handelt es sich um einen Prozess, bei dem die Position einer Kamera im Verhältnis zu ihrer Umgebung berechnet und diese unbekannte Umgebung gleichzeitig kartiert wird.

Diese Technologie ist unabhängig von GPS-Signalen, sondern kreiert eine 3D-Karte der Umgebung nur durch die Analyse der Kamerabilder. Integriert in die Software eines Mähroboters macht VSLAM das Mähen auch dort möglich, wo GPS-Signale nicht hinkommen.

VIO steht für "Visual-Inertial Odometry" und kombiniert die Lokalisierung eines Mähroboters per Kamera mit Inertialsensoren, die die Trägheit messen und so die Bewegung eines Roboters einschätzen können. Diese Kombination sorgt für eine noch genauere Positionsbestimmung, da die Abweichungen der einzelnen Technologien minimiert werden. So lässt sich das Gras noch präziser und sicherer schneiden.

Wie man Satellitendaten verbessert

RTK dürfte unter Mähroboter-Nutzern zu den bekannteren Kürzeln zählen. Es steht für "Real Time Kinematic". Hier wird nun tatsächlich mit Satellitendaten und GPS gearbeitet. Da diese Daten jedoch etwa durch atmosphärische Einflüsse eine gewisse Fehlertoleranz aufweisen, werden sie durch die Berechnungen einer festen Basisstation ergänzt. Beide Datensätze werden in Echtzeit an den mobilen Empfänger weitergeleitet, der damit seine Position sehr präzise bestimmen kann.

Alle drei Technologien kombiniert der neue Mähroboter Aura-R2 von EGO in einem Gerät. Sie sind Teil des Navigationskonzepts Path IQ und arbeiten nahtlos zusammen, um eine möglichst hohe Genauigkeit selbst in komplexen Umgebungen und in Bereichen, in der bisherige Modelle aufgrund wechselhafter GPS-Signale Schwierigkeiten hatten, zu erreichen.

Path IQ befähigt den Aura-R2, Mähflächen, Hindernisse und Tiere zuverlässig zu erkennen, wodurch nicht nur Sicherheit, sondern auch ein durchgehend gutes Mähergebnis gewährleistet werden soll.

Flexible Steuerung auch per App

Der neue Mähroboter von EGO ist darüber hinaus laut Hersteller für jedes Wetter gerüstet. Dank der IP66-Schutzklassifizierung trotzt er Regen, Staub und Schmutz – und lässt sich sogar mit einem Hochdruckreiniger reinigen. Für zusätzliche Flexibilität bietet die Smartphone-App EGO Connect eine umfassende Steuerungs- und Überwachungsfunktion.

Wie beim Hersteller üblich besitzt der Aura-R2 leistungsstarke LED-Scheinwerfer, sodass er auch während der Abend- und Nachtstunden mähen kann. Der neue Mähroboter wird in drei Versionen angeboten, die für Flächenleistungen von 1.500 bis 6.000 Quadratmeter ausgelegt sind. Die Modelle sollen im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen.

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