Forschung

Was kostet ein Hochwasser?

Hochwasser 2013 in Greiz. Foto: HTW Dresden/Naumann

Das neue Forschungsprojekt "INNOVARU" an der Fakultät Bauingenieurwesen beschäftigt sich damit, die Kosten von Schäden durch Hochwasser konkret beziffern zu können. INNOVARU steht für "Innovative Vulnerabilitäts- und Risikobewertung urbaner Räume gegenüber Überflutungsereignissen". In Kooperation mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und der Bauhaus-Universität Weimar soll ein neuartiges Hochwasserschadens-Informationsmodell entstehen. Das Teilvorhaben an der HTW Dresden verfolgt dabei einen physikalisch-wirkungsanalytischen Ansatz: Es wird prognostiziert, welche Gebäudeschäden bei einem hohen Wasseraufkommen und entsprechenden Fließgeschwindigkeiten entstehen. Somit wird es möglich, objektgenaue Bewertungen abzugeben und die entstehenden Kosten im Voraus zu ermitteln. Auch für größere überflutungsgefährdete Gebiete gibt es Ansätze: Durch (halb-)automatisierte Klassifikationsverfahren wird es möglich, den besonders gefährdeten Gebäudebestand zu differenzieren und somit zeitaufwändige Ortsbegehungen zu reduzieren. Die pilothafte Erprobung dieses gekoppelten Hochwasserschadensinformationsmodells ist in den Untersuchungsgebieten Grimma, Pirna und Freital vorgesehen.

Das Projekt unter Leitung von Dr. Thomas Naumann, Professor für Baukonstruktion läuft bis Ende 2021 und wird mit rund 260 000 Euro vom Bundesministerium für Bildung Forschung (BMBF) gefördert.

Constanze Elgleb, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2019 .

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