Brunnenspiel

Wasserverteiler mit aleatorischen Ventilen

Besonderen Reiz hat es, wenn nicht nur beobachtet, sondern selbst mitgespielt werden kann, nämlich wenn der Eintritt dieses zufälligen Ereignisses auch noch interaktiv durch das Publikum herbeigeführt werden kann. Foto: AGU

Vor gut zwölf Jahren begann eines der ersten bodeneben gebauten Wasserspiele, heute landläufig Fontänenfeld genannt, am Vorplatz eines Seniorenheims in Kaufbeuren/Schwaben zu plätschern. Geplant hatte dies die Landschaftsarchitektin Susanne Schmidt-Hergarten aus München, die sich hier die Mitwirkung der Firma AGU sicherte.

Die AGU entwickelte die Fontänen-Lichtsysteme, die direkt in Ausschnitte der Bodenbelagsplatten eingebaut wurden. Sie halten durch einen einfachen Klemmmechanismus und sind auch zu Servicezwecken einfach wieder auszubauen. Die heutigen Systeme wurden daraus weiterentwickelt, mit einer Klemmdichtung, die erhebliche Vorteile gegenüber der Ursprungsform hat.

Das Aufkommen der LED-Leuchten ermöglichte eine Reduzierung der Systemgrößen. Die vielen, ganz praktischen Vorteile von Fontänenfeldern, allein schon die mögliche Mehrfachnutzung "Donnerstag wird das Wasserspiel abgeschaltet, dann findet hier der Wochenmarkt statt" machten Furore. Der weit überwiegende Teil heute gebauter Wasserspiele ist bodeneben.

Der Unterhaltungswert und damit die Anziehungskraft eines bodenebenen Wasserspiels sind sehr hoch. In den zurückliegenden heißen Sommern wurde vor allem ein begeistertes Publikum angezogen, die Kinder. Und hier war zu beobachten, dass der Spieltrieb der Kinder auch nicht wenigen Erwachsenen erhalten geblieben ist.

Ist es schon faszinierend, die Bewegung von Wasserfontänen beobachten zu können, so steigert sich dieses freudige Empfinden noch, wenn die Wasserbilder sich verändern, per Programm oder - völlig unvorhersehbar - per Zufall. Besonderen Reiz hat es, wenn nicht nur beobachtet, sondern selbst mitgespielt werden kann, nämlich wenn der Eintritt dieses zufälligen Ereignisses auch noch interaktiv durch das Publikum herbeigeführt werden kann.

Die Sprache ist hier von Wasserverteilern mit aleatorischen Ventilen, einem der neueren Patente der AGU. Aleatorische Ventile sind von einfachster Funktion, arbeiten ohne Stromzufuhr, ohne elektronische Steuerung. Sie reagieren nur auf Druckveränderungen im Durchflussmedium und nach jeder Veränderung erscheint das Wasserbild neu.

Die Druckveränderung in der Zuflussleitung kann auf direktem mechanischem Weg erfolgen oder auch elektronisch zum Beispiel durch die Steuerung der Pumpe. Ausgelöst werden kann diese programmmäßig oder interaktiv durch Besucher des Wasserspiels.

Die Zufälligkeit und das "selbst mitspielen können" wertet den Reiz eines Wasserspiels für das Publikum erheblich auf.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2020 .

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