Werkstattbericht aus dem Beteiligungsprozess in Hamburg

Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante

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In bester innerstädtischer Lage an der Elbe erstreckt sich zwischen Landungsbrücken und Fischmarkt auf St.Pauli vis-a-vis des Hafenpanoramas ein rauer und eher unwirtlicher Uferstreifen: Großformatige Betonplatten zeugen von der Historie des Ortes als ehemaliger Logistikfläche und markieren ein Areal Hamburgs, das sich trotz seiner markanten Lage über mehrere Jahrzehnte einer eindeutigen Entwicklung widersetzt hat. Zukünftig soll hier unter Einbeziehung der "Wunschproduktion" des lokal ansässigen "Park Fiction Komitees" ein öffentlicher Freiraum mit Aufenthaltsqualität und Elbblick für alle entstehen.
Partizipation Freiraumplanung
Abb. 1: Der als "Park Fiction" bekannte Antonipark auf St.Pauli. Foto: Markus Tollhopf

Die karge Fläche zwischen dem Beachclub "Strand Pauli" im Osten und der Fischauktionshalle im Westen bietet momentan kaum Bezug zum Wasser und nicht viel Anreiz, länger dort zu verweilen – und so stellt sie sich derzeit als ein Durchgangsort für die Touristenströme entlang der Elbe dar, die zwischen Elbstrand, Fischereihafen und Landungsbrücken unterwegs sind oder einen kostengünstigen innerstädtischen Zwischenstopp mit dem Wohnmobil einlegen wollen, um den Kiez, die Speicherstadt oder ein Musical zu besuchen.

Dennoch handelt es sich nur um eine scheinbare "Leerstelle" in der Stadt. Denn der Betonstreifen am Elbufer, der sich über die Grenze der Bezirke Altona und Hamburg-Mitte erstreckt, ist gleichzeitig die Bühne für den berühmten allsonntäglichen Hamburger Fischmarkt, den einmal im Jahr stattfindenden Hafengeburtstag und auch das Hochwasser, welches mehrmals im Jahr die Fläche überflutet und so regelmäßig einem nicht unbeachtlichen Pulk an Schaulustigen ein Spektakel bietet.

Nicht zuletzt befindet sich dieser Uferabschnitt in einer Nachbarschaft, die mit einer symbolisch hoch aufgeladenen Planungsgeschichte einhergeht: am Hafenrand von St.Pauli, Schauplatz der Hafenstraßenkämpfe und Ausgangsort einer emanzipatorisch-partizipativen Planungskultur, die mit den künstlichen Palmen des "Park Fiction" weithin sichtbar zur Landmarke und prägend für die Gestaltung von Beteiligungs- und Teilhabeprozessen in der Stadtentwicklung geworden ist. Mit dem offiziell als Antonipark bezeichneten Freiraum ist der Uferstreifen über eine Brücke verbunden; Hochwasserschutzwand und die Hafenrandstraße "St.Pauli Fischmarkt" trennen den Stadtteil St.Pauli von seinem Elbufer.



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Partizipation Freiraumplanung
Abb. 2: Die Hafenkante zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken im Bestand. Foto: Miguel Ferraz
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Abb. 3: Fußgängerbrücke zwischen Antonipark und Hafenkante. Foto: Miguel Ferraz

Zwischen Hafenrundfahrt und Hafenstraße

Der Koalitionsvertrag der Hamburger Regierungsparteien von Februar 2020 strebt die "Erweiterung des Antoniparks auf der wasserseitigen Fläche der Straße St.Pauli Fischmarkt" jenseits der Hochwasserschutzmauer an.

Mit dem Bezug auf den Antonipark ist in der formulierten Planungsaufgabe die Würdigung der spezifischen Planungskultur und -geschichte des Hafenrandes in St.Pauli und die Fortschreibung eines besonderen partizipativen Planungsverständnisses verbunden. In dem verdichteten und mit öffentlichen Freiräumen unterversorgten Stadtteil St.Pauli bietet der Uferstreifen die große Chance, einen neuen Freiraum für das Alltagsleben sowie Freizeit und Erholung der dort lebenden Menschen zu schaffen und zeitweilig bestehende Nutzungskonflikte rund um den hochfrequentierten "Park Fiction" zu entschärfen.

In Reaktion auf die Formulierung im Koalitionsvertrag hat das vor Ort seit den 1990er Jahren aktive und im Stadtteil verwurzelte "Park Fiction Komitee" bereits im Sommer 2020 die informelle Planung für die Fläche eingeläutet und im Stadtteil einen Prozess der "Wunschproduktion" gestartet. Bis Ende 2023 wurden über 700 Beiträge und Ideen von Nachbarschaft und Nutzenden gesammelt und der Anspruch auf Mitgestaltung und Mitautorenschaft für den neu zu gestaltenden öffentlichen Freiraum deutlich gemacht.

Gleichzeitig hat die Freiraumentwicklung an dieser Stelle eine herausragende Bedeutung als Lückenschluss im Grünen Netz der Stadt Hamburg: Die Uferfläche stellt einen wichtigen, seinen Potenzialen bis dato nicht gerecht werdenden Abschnitt der Landschaftsachse Elbe dar.

Die zentrale Herausforderung für eine Planung an dieser Stelle besteht daher darin, lokale und gesamtstädtische Perspektiven auf der Fläche ins Gleichgewicht zu setzen.

Wie kann die Dynamik und die Ideen aus dem Stadtteil mit einer gesamtstädtischen Sicht auf den Uferabschnitt verwoben werden und eine Verständigung über ein gemeinsames Zielbild für die Freiraumentwicklung an der Elbe gelingen? Aber auch: Wie kann eine solche Freiraumentwicklung in Einklang mit den technischen Erfordernissen von Hochwasserschutz, Hafenwirtschaft, Fähr- und Veranstaltungsbetrieb erfolgen?

Um diesen Herausforderungen zu begegnen hat die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) im Jahr 2023 einen mehrstufigen partizipativen Planungsprozess gestartet, der im Herbst des vergangenen Jahres das Erreichen eines ersten Meilensteines gefeiert hat.

Mehrstufiges Prozessdesign

Angesichts der komplexen Ausgangssituation und der Vielzahl betroffener Stakeholder entschied sich die Stadt Hamburg für eine Vorgehensweise, in der die Ermittlung der Rahmenbedingungen für die Planung mit einem partizipativen Kommunikationsprozess verwoben werden sollte. Dazu wurde die Bietergemeinschaft Projektbüro und UVM mit Professorin Antje Stokman mit der Erarbeitung eines Prozessdesigns und eines Beteiligungsverfahrens beauftragt, das zwischen November 2023 und November 2024 zunächst drei Stufen durchlaufen hat.

Wichtige Grundvoraussetzung des Prozessdesigns war es, die Ergebnisse der Wunschproduktion in ihrem Aussagegehalt als gültiges Dokument einer Beteiligung des Stadtteils zu respektieren und nicht durch eine unüberlegte "Wiederholung" vergleichbarer Beteiligungsformate zu überschreiben oder zu relativieren. Gleichzeitig musste die Offenheit für neue und ergänzende oder auch im Widerspruch zur Wunschproduktion stehende Ideen aus der Hamburger Stadtgesellschaft und dem Kreis der betroffenen Stakeholder erhalten bleiben. Um die Erfüllung dieser Anforderungen an das Beteiligungskonzept zu gewährleisten, war im Vorfeld der Beauftragung ein begleitender Beratungsvertrag mit dem Park Fiction Komitee geschlossen worden.

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Abb. 4: Der Beteiligungsprozess. Grafik: Zweifel
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Abb. 5: Diskussion im Begleitgremium. Foto: Miguel Ferraz
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Abb. 6: Christoph Schäfer, Park Fiction Komitee, präsentiert die Ergebnisse der Wunschproduktion. Foto: Miguel Ferraz

Stufe 1 – Analyse und Grundlagenermittlung

In der ersten Stufe wurde in Verbindung mit einer umfassenden Umfeld- und Stakeholder-Analyse ein Beteiligungsverfahren konzipiert, das eine Brücke zwischen den im Rahmen der Wunschproduktion durch das Park Fiction Komitee bereits gesammelten Ideen aus dem Stadtteil und der Perspektive einer gesamtstädtischen Öffentlichkeit schlagen sollte.

Zentrale Anliegen in den Beiträgen aus dem Stadtteil sind die Erhaltung der erlebbaren Weite und der Fokus auf einen inklusiven, niedrigschwellig gastlichen Ort, an dem "selbstgemachtes Vergnügen" im Mittelpunkt steht und eine Kommerzialisierung der Fläche vermieden wird. Die Beschäftigung mit vielfältigen Land-Wasser-Beziehungen und der Wunsch nach Erlebbarkeit der Elbe stellen einen naheliegenden weiteren Schwerpunkt innerhalb der Wunschproduktion dar. Außerdem werden Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Freizeitkultur gewünscht.

Vor dem Hintergrund des hohen Nutzungsdrucks auf den bestehenden Antonipark und der damit verbundenen Konflikte und Befürchtungen vor zusätzlicher Eventisierung und Gentrifizierung des öffentlichen Raums auf St. Pauli stellt die Wunschproduktion außerdem die Frage, wieviel Gestaltung und Attraktivität des Uferstreifens eigentlich nötig und verträglich für den Stadtteil sei.

Ergänzt wurden die Ergebnisse der Wunschproduktion durch Erkenntnisse aus der Situationsanalyse vor Ort sowie die Kondensation von Themen und Belangen, die in breitgefächerten Stakeholder-Gesprächen ermittelt wurden. In strukturierten Interviews wurden dabei zu beachtende Rahmenbedingungen, Risiken und Zielkonflikte systematisch erfasst.

Stufe 2 – Begleitgremium

Auf Grundlage der vorangegangenen Stakeholder-Analyse wurde in der zweiten Stufe ein Begleit- und Entscheidungsgremium für den anstehenden Planungsprozess zur "Qualifizierung der Hafenkante" ins Leben gerufen. Dieses Gremium wurde sphärenübergreifend aus Vertreter:innen der betroffenen städtischen Dienststellen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft aus dem Stadtteil St. Pauli zusammengesetzt.

In einer Serie von fünf Terminen zwischen April und November 2024 trafen sich Vertreter:innen von fünf verschiedenen Fachbehörden (Behörde für Kultur und Medien, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, Behörde für Wirtschaft und Innovation) der beiden betroffenen Bezirke sowie des Hochwasserschutzes mit Multiplikator:innen aus dem Stadtteil: der Grund- und Stadtteilschule, der Kirchengemeinde, der Gemeinwesenarbeit, der engagierten Zivilgesellschaft (Buttclub/SOS St. Pauli) sowie dem Park Fiction Komitee. Ziel der Terminserie war die Erarbeitung eines gemeinsamen Raumverständnisses, die Aushandlung von Zielkonflikten und die gemeinschaftliche Festlegung von Leitlinien und Projektzielen für die anstehende Planung.

Dabei gab es in der gemeinschaftlichen Diskussion eine Reihe von Knackpunkten, für die es galt, die wechselseitigen Spielräume zur Lösung auszuloten, darunter die folgenden:

Was für ein Umgang mit den so raumgreifenden und hochfrequentierten wie traditionsreichen Veranstaltungen Fischmarkt und Hafengeburtstag sowie deren technischen und logistischen Anforderungen an Flexibilität, Offenheit und Befestigung der Fläche kann gefunden werden, wenn man gleichzeitig die Perspektive der Entwicklung eines Freiraums mit Aufenthaltsqualität und Angeboten für eine alltägliche Freizeit- und Erholungsnutzung einnimmt?

Welche Stellplätze können entfallen, welche sind erforderlich, für welche muss Ersatz gefunden werden? Wie können Grün und Wasser-Erleben unter Berücksichtigung der Restriktionen und Sicherheitsbelange von Hafenwirtschaft und Hochwasserschutz realisiert werden? Wie kann der Ort sozial eingebettet werden?

Die Termine der Stufe 2 wurden vor Ort durchgeführt. So konnten die im Rahmen der Stufe 1 herausgearbeiteten Themen und Belange mit dem Eindruck der realen Örtlichkeit abgeglichen und bei Spaziergängen vertieft werden. Während die ersten beiden Sitzungen vor allen Dingen der Bestätigung und Ergänzung der identifizierten Themen und Belange dienten, ging es im dritten und vierten Termin darum, sich anhand konkreter Formulierungen im Rahmen eines sogenannten "Commitment Papiers" auf Planungsleitlinien und Projektziele zu einigen, die von allen Mitgliedern des Begleitgremiums mitgetragen werden konnten.

Als Abstimmungsmethode wurde das aus der Soziokratie stammende Konsentverfahren angewandt. Bei dieser Form der Entscheidungsfindung geht es in Abgrenzung von einem Konsensverfahren nicht darum, die Wünsche aller Gremiumsmitglieder zu erfüllen oder einen kleinsten gemeinsamen Nenner für die weitere Planung zu finden, sondern vorgebrachte Bedenken und schwerwiegende Einwände in die weitere Lösungsfindung zu integrieren.

Für Aspekte, zu deren Beantwortung und Bewertung mehr Informationen und Zeit benötigt wurde, wurden im vierten Termin Arbeits- und Prüfaufträge formuliert.

Auf Grundlage der daraus gewonnenen Erkenntnisse konnte im Herbst 2024 ein gemeinsames "Commitment Papier" nach einem intensiven Diskussions- und Abstimmungsprozess verabschiedet werden.

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Abb. 7: Elbblick auf der neugeschaffenen Bank an der Hafenkante. Foto: Miguel Ferraz
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Abb. 8: Abkühlung bei einer 1:1-Aktion auf dem Testfeld. Foto: Kayoung Kim

Stufe 3 – Wünsche testen, Zukünfte gestalten

Eingebettet in die zweite Stufe fand die dritte Prozessstufe als Testphase vor Ort statt. Auf einem 60 Meter breiten "Test-Transekt" an der Hafenkante wurden im August und September 2024 Ideen aus der Wunschproduktion in öffentlichen "1:1-Aktionen" umgesetzt und der gesamtstädtischen Öffentlichkeit zur Nutzung und Aneignung des Transektes zur Verfügung gestellt. In den verschiedenen Aktionen wurde der Testraum markiert und abgesteckt sowie eine Bank mit Elbblick, eine kleine Bühne sowie ein "Gewitterdach" als Wetterschutz und Veranstaltungsort gebaut. Bäume in Big Bags sorgten für Schatten und Atmosphäre, ein mobiler Basketballkorb sowie ein aufgemaltes Spielfeld lieferten Anregungen zur Nutzung. Ein umgebauter Klappwohnwagen als Anlaufstelle vor Ort bewirtete mit Tee, sorgte für Informationen und eine niedrigschwellige Möglichkeit zum Dialog. Das Testfeld mit seinen baulichen Interventionen konnte auf einem eigens dafür entwickelten Erhebungsbogen durch die Besuchenden evaluiert werden: Was funktioniert gut, was weniger? Welche Situationen und Nutzungen können beobachtet werden, was wird zusätzlich gewünscht?

Dabei wurden die Interventionen im Testraum nicht alle auf einmal, sondern schrittweise im Laufe des Augusts aufgebaut.Parallel wurde die Öffentlichkeit in "Lückenschluss" genannten Veranstaltungen zur Diskussion spezifischer Fragen an der Hafenkante eingeladen. In diesem Rahmen fanden Diskussions-, Workshop- und Spaziergangsformate statt. Diskutiert wurden Klimaaspekte, die Frage des Wasserzugangs und die Pflanzenwelt an der Hafenkante, sowohl vor Ort beim gemeinsamen Tee als auch auf Spaziergängen mit Expert:innen. Ergänzt wurde das Programm durch Workshops zu Fragen rund um das richtige Maß an Gestaltung und Attraktivität sowie der sozialen Einbettung und Care- und Commoning-Konzepten für die Hafenkante.

"Testen" als Methode im Transformationsprozess

Der Vor-Ort-Test in Stufe 3 hat neben der Sichtbarmachung eines bisher noch weitgehend gedanklichen Transformationsprozesses für die Hafenkante und dem Dialog zwischen den Ideen aus der Wunschproduktion und der Gesamtstadt eine große Bandbreite an zusätzlichen Erkenntnissen auf sehr verschiedenen Ebenen geliefert.

Die konkrete Planung und Umsetzung von Baulichkeiten führte neben der Erprobung von im Hochwasserschutzbereich genehmigungsfähigen Bauweisen zu einer gleichzeitigen Erprobung der Zusammenarbeit mit Flächeneigentümern und Genehmigungsbehörden in einer komplexen Gemengelage von Überlassungsverhältnissen und Zuständigkeiten. Dass eine kompakte Abstimmung und Genehmigung des Testfeldes innerhalb weniger Wochen möglich waren, zeigt die Vorteile der Verbindung von Stakeholder-Gesprächen und Vor-Ort-Test in den Stufen 2 und 3.

Auch das Begleitgremium wurde in der Stufe 3 auf das Testfeld eingeladen, um sich einen Eindruck von der veränderten Örtlichkeit und dem der Fläche innewohnenden Gestaltungs- und Nutzungspotenzial zu schaffen.

Die langsame Transformation im schrittweisen Aufbau des Testfeldes gab Aufschluss zu der Frage, wieviel Gestaltung die Uferfläche braucht, um als öffentlicher Freiraum lesbar und damit in einem übertragenen Sinne zugänglich für die breite Bevölkerung zu werden, und ab welchem Punkt die Gestaltungsdichte möglicherweise zu groß wird und eine Überprogrammierung des Raumes droht. Rückschlüsse bezüglich einer angemessenen typologischen Ausformulierung des Freiraums an der Hafenkante wurden möglich.

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Abb. 9: "Lückenschluss"-Veranstaltung unter dem "Gewitterdach". Foto: Miguel Ferraz
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Abb. 10: Spätsommer an der Hafenkante. Foto: Miguel Ferraz

Ausblick

Das große Potenzial eines Freiraums mit sehr spezifischem Charakter und Atmosphäre als Ort für die Nachbarschaft und gleichzeitig als Ort, an dem sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Sphären und verschiedensten Hintergründen gemeinsam aufhalten und bewegen, wurde im Sommer 2024 an der Hafenkante greifbar.

Der mehrdimensionale Beteiligungsprozess macht Hoffnung, kontroverse Perspektiven auf einen bedeutsamen Raum in einer gemeinschaftlichen Freiraumentwicklung integrierbar zu gestalten.

Ab 2025 soll der Prozess im Rahmen eines freiraumplanerischen Werkstattverfahrens auf der Basis des formulierten "Commitment Papiers" und der Erkenntnisse des Vor-Ort-Tests weitergeführt werden. Dabei soll versucht werden, den kollaborativen Ansatz des Prozesses bis in die anschließende Objektplanung weiterzutragen. Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg zu beschreiten, viele Fragen zu klären und die gemeinschaftliche Dynamik kontinuierlich zu pflegen.

Autorin

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Hamburg

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