Zürich

Wieder 10 000 Obstbäume in der Stadt

Bruno Wohler, ehemaliger Gemeinderat (svp) aus Schwamendingen, Stadträtin Ruth Genner und Ernst Tschannen, Direktor Grün Stadt Zürich, pflanzten den 10 000. Obstbaum in der Stadt. Foto: Grün Stadt Zürich

Anfang September wurde von Grün Stadt Zürich und dem Verbund Lebensraum Zürich ein 'Schwamendinger' Nussbaum als zehntausendster Obstbaum gepflanzt. Vor zehn Jahren wurde das Projekt "10 000 Obstbäume für Zürich" gestartet. Nun konnte der zehntausendste Obstbaum im Hochstamm-Obstgarten am Höckler in der Allmend Brunau gepflanzt werden. An diesem Ergebnis haben zahlreiche Menschen ehrenamtlich mitgearbeitet.

Beteiligt waren viele Schulklassen, Bauern, die häufig die Pflege der Obstbäume übernehmen, private Gartenbesitzer, Pächter und Anwohner.

Der zehntausendste Obstbaum in der Stadt Zürich ist ein 'Schwamendinger' Nussbaum. Die Früchte dieser lokalen Sorte schmecken intensiv nussig. Sie enthalten wenig Gerbstoffe, sind leicht von Hand zu knacken und auszukernen. Deshalb wurde der 'Schwamendinger' Nussbaum ins Erhaltungsprogramm von Fructus, der Vereinigung zur Erhaltung alter Obstsorten, aufgenommen. Auch der Bund hat die Sorte für das nationale Schweizer Sortenerhaltungs-projekt vorgemerkt.

200 Jahre alter Hochstamm-Obstgarten am Höckler

Der bereits 200 Jahre alte Hochstamm-Obstgarten am Höckler im südlichen Teil der Allmend Brunau ist einer der schönsten in Zürich. In Zusammenarbeit mit Fructus entstand ein Sortengarten mit mehr als 150 verschiedenen Sorten. Im Jahr 2006 pflanzten dort 300 Schulkinder aus der Stadt Zürich 120 junge Obstbäume, jeder eine andere Sorte.

Viele alte Sorten sind geschmack-lich sehr gut und vielseitig verwendbar, entsprechen aber nicht mehr den heutigen Konsumgewohnheiten. Sie gelten entweder als zu klein oder zu groß, als unattraktiv oder schlecht haltbar. Deshalb sind sie vom Markt verschwunden. Im Höckler-Obstgarten haben solche selten gewordene, lokale Sorten wieder ihren Platz. Die Pflege von Hochstamm-Obstbäumen und das Ernten der Früchte geschehen mehrheitlich in aufwendiger Handarbeit. Zu erwähnen ist insbesondere das Mausen, damit die Nager nicht die Wurzeln der Bäume schädigen. Dies ist neben der Bautätigkeit einer der Hauptgründe, weshalb in den letzten fünfzig Jahren immer mehr Obstgärten verschwanden, deren Bäume früher weite Landstriche unseres Landes prägten.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2012 .

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