Editorial

Wiederaustriebe richtig beurteilen

Prof. Dr. Andreas Roloff hat seine Theorie der Vitalitätsbeurteilung von Bäumen anhand der Verzweigung weiterentwickelt. Sie funktioniert nämlich nicht bei stark eingekürzten oder gekappten Bäumen, weil die Gehölze nach dem Eingriff zunächst so mit sich selbst beschäftigt sind, dass man den Wiederaustrieb nicht genauso beurteilen kann wie die vorher vorhandene Kronenverzweigung. Es braucht einige Jahre, bis die Verzweigung zur Beurteilung wieder so nutzbar ist wie vor dem Eingriff. Das neue Verfahren soll es ermöglichen, die Entwicklung eines Baumes in den fünf bis zehn Jahren nach dem Eingriff einzuschätzen. (Seiten 2 bis 5)

Unterdessen diskutiert die grüne Branche über eine Novellierung des Abschlusses Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsanierung (GFB). Der Arbeitskreis Baumpflege im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), der Bundesverband für Arboristik, Höhenarbeiten und Ökologie (BAHÖ) sowie die Nürnberger Schule trafen sich dazu im März dieses Jahres. Wie der BAHÖ berichtet, ging es dabei vor allem um den Entwurf einer Fortbildungssystematik für Fach- und Führungskräfte nach dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR). Die Fachbetriebe kritisieren den damit verbundenen Aufwand und wollen den Entwurf korrigieren. (Seite 27)

Die richtige Bewässerung von Jungbäumen ist für Kommunen ein Dauerthema. Oft gilt die Faustregel "Viel hilft viel": 100 oder 200 Liter Wasser pro Woche sind bei Gehölzpflanzungen an Straßen und Plätzen mit großer Aufmerksamkeit keine Seltenheit, berichten Alexander Borgmann, Prof. Dr. Hartmut Balder und Lars Bergemann aus Berlin. Das treibt die Kosten nach oben. Die drei plädieren deshalb für einen umfangreicheren Einsatz von Tensiometern, Geräten, die die Bodenfeuchte in verschiedenen Tiefen genau messen können. Wer die Wassergaben daran orientiert, das haben wissenschaftliche Versuche festgestellt, erzielt 100-prozentige Erfolge und spart dabei Geld. Eine dauerhafte Installation der Sensoren über viele Jahre schafft die Datengrundlage für eine individuelle Bewässerungsstrategie. (Seiten 11 bis 16)

Ihr Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Pro Baum 02/2017 .

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