Zur Entstehung eines Frauennetzwerks in der Landschaftsarchitektur
Die WILA-Story – von der Bühne in den Vorstand
von: Dipl.-Ing Lioba Lissner, M.Eng. Sara Rusch
Der Landesverband Berlin-Brandenburg des bdla (Bund deutscher Landschaftsarchitekt:innen) stellte mit "WILA 24h" ein 24-stündiges Event zu "Women in Landscape Architecture" auf die Beine.
Ein ganzes Wochenende lang gaben Landschaftsarchitektinnen aus Berlin und Brandenburg in Workshops, Werkschauen, Filmscreenings und Führungen persönliche Einblicke in ihre Arbeitswelt, tauschten sich zu ihren Erfahrungen und Visionen aus. Im gesamten Festivalzeitraum wurden zudem Führungen von WILA-Frauen zu ihren Projekten in Berlin und Brandenburg angeboten. Mit WILA 24h entstand endlich ein Raum für einen längst überfälligen Dialog.
WILA-Netzwerk - ein wachsendes Myzel
Aus WILA 2021 entstand etwas Dauerhaftes: das WILA-Netzwerk. Nach dem intensiven Festivalwochenende kam die Idee auf, sich regelmäßig auszutauschen, offen und auf Augenhöhe.
Seither wächst in Berlin ein lebendiges, selbstorganisiertes Netzwerk von Frauen in der Landschaftsarchitektur. Die Treffen finden rund fünfmal im Jahr statt und schaffen dabei einen geschützten Raum für Ideen, Empowerment, Gleichstellung und gegenseitige Unterstützung. Gesprochen wird über Praxisthemen, den Wandel in der Branche und den Alltag im Planungsbüro. Dabei lernen sich die Frauen kennen: Haltung, Stärken, Ängste, Hemmnisse.
Die Formate sind so vielfältig wie die Frauen selbst: von lockeren Stammtischen über thematische Impulse bis zu inspirierenden Diskussionsrunden. Dabei Erfahrungen auszutauschen ist ein wichtiger Teil der Treffen. Fast jedes Mal entsteht dabei ein Aha-Moment für die Frauen: "Anderen geht es wie mir." Dieser Austausch schafft Verbindung, macht sichtbar und manchmal sorgt er dafür, dass man sich weniger allein mit den eigenen Erfahrungen fühlt.
Braucht es das im Jahr 2026 noch?
Ja! Mehr denn je. Denn im WILA-Netzwerk vernetzen sich Frauen aus Praxis, Planung, Lehre und auch aus anderen beruflichen Bereichen. Gemeinsam bilden sie ein wachsendes Myzel: fein vernetzt, ideenreich und mit Nährboden für viel Mut.
Gerade weil Frauen historisch seltener Zugang zu informellen, machtvollen Netzwerken hatten, funktionieren frauengeführte Netzwerke heute als gezielter Ausgleich. Das Netzwerk schafft Räume für Austausch und gegenseitige Unterstützung, doch sein Potenzial reicht weit darüber hinaus. Wenn Frauen sich gezielt empfehlen, Sichtbarkeit ermöglichen und Kontakte weitergeben, entstehen neue wirtschaftliche und berufliche Chancen.
Denn echte Veränderung zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten: in Aufträgen, Kooperationen, gemeinsamen Projekten und solidarischem Handeln.
Ein Netzwerk lebt von den Menschen und ihren vielfältigen Lebensläufen, Altersstrukturen, Erfahrungen, Perspektiven, Jobpositionen. Diese Vielfalt prägt das WILA-Netzwerk: Heute zählen weit über 100 interessierte Frauen in Berlin und Brandenburg dazu - und es wächst weiter.
Wer sich mit dem Wila-Netzwerk vernetzen möchte, meldet sich unter womeninlarchitecture@gmail.com oder auf LinkedIn: Women In Landscape Architecture – WILA
Das WILA-Netzwerk ist eng mit dem bdla Berlin Brandenburg verbunden. Es versteht sich nicht als klassischer Arbeitskreis, sondern als offene Plattform, die bdla-Mitglieder und andere engagierte Frauen in der Landschaftsarchitektur zusammenbringt.
Gemeinsam entstehen Formate und Veranstaltungen, etwa das WILA25 – 48h Festival, Führungen von Frauen in der Landschaftsarchitektur oder die WILA-Netzwerktreffen selbst.
Für die kommenden Jahre gibt es viele Ideen, wie das WILA-Myzel weiterwachsen kann. Im Gespräch sind regelmäßige Spaziergänge zu Projekten, Werkstattgespräche, Workshops oder Kooperationen mit Hochschulen und Frauennetzwerken im Planungsbereich. An der Online-Präsenz wird gearbeitet, um das Myzel in ganz Deutschland auszubreiten.
Noch ist vieles im Entstehen, doch schon jetzt zeigt sich, wie stark das Bedürfnis ist, Wissen zu teilen, sich gegenseitig zu stärken und neue Räume für Frauen in der Landschaftsarchitektur zu öffnen.
SUG-Stellenmarkt



WILA verbindet – für eine gerechte, vielfältige Branche und eine zukunftsfähige Landschaftsarchitektur: WILA 2025
Nach dem großen Erfolg von WIA 2021 sollte das WIA-Festival nun alle vier Jahre stattfinden – für 2025 stand also WIA 2.0 auf dem Programm. Und warum ein so erfolgreiches Format auf Berlin-Brandenburg begrenzen? WIA 2025 fand vom 19. bis zum 29.06.2025 bundesweit statt – gestützt von zahlreichen Institutionen, Initiativen und den Architektenkammern.
Natürlich stand auch für das WILA-Format der Landschaftsarchitektinnen die Skalierung auf Bundesebene an. Unterstützt vom bdla Berlin-Brandenburg, gemeinsam mit dem WILA-Netzwerk und einigen großzügigen Sponsoren. Ab April 2024 trafen sich rund 20 engagierte Frauen regelmäßig. Ziel war eine bdla-Handreichung "How to WILA", inklusive eines neuen, auffälligen Logos und der Einladung an Kolleginnen bundesweit, eigene Formate zu entwickeln.
Das Ergebnis: ein voller Erfolg. WILA 2025 wurde von allen bdla-Landesverbänden aufgegriffen. In ganz Deutschland und über den Berufsverband bdla hinaus ergaben sich um die 50 Veranstaltungen, die von Landschaftsarchitektinnen organisiert wurden oder an denen sie beteiligt waren.
Gemeinsam entwickelten der bdla Berlin-Brandenburg und das Wila-Netzwerk drei Formate zum WILA25:
- das WILA25 – 48h Festival,
- die Online-Ausstellung Hall of LA-Femme 2.0,
- und 15 Führungen zu Projekten von Landschaftsarchitektinnen in Berlin und Brandenburg.
Ab Sommer 2024 kam ein 17-köpfiges WILA-Komitee zusammen, um die Formate ehrenamtlich und in basisdemokratischer Weise zu entwickeln. Getragen von Verbundenheit, gemeinsamer Verantwortung und vielen Ideen, wurde konzipiert und geplant.
Besonders war die Struktur – das Komitee organisierte sich in Kreisen: Gesamtorganisation, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Finanzen, Lokation, Programmatik, Abendprogramm, Ausstellung und Führungen. Zahlreiche Besprechungen – in Präsenz wie online – waren nötig, um die drei Formate im Juni 2025 erfolgreich durchführen zu können.
Das WILA25 – 48h Festival thematisierte die Landschaftsarchitektur von morgen – divers, inklusiv und zukunftsfähig. Wichtig war dem Komitee, eine Veranstaltung zu konzipieren, die Formate von Theorie und Praxis, Diskurs und Begegnung anbot. Expert:innen aus Planung, Politik, Wissenschaft und Praxis kamen mit dem Publikum zusammen, um über Sichtbarkeit, inhaltliche Schwerpunkte, vielfältige Perspektiven und den Arbeitsalltag in der Landschaftsarchitektur zu diskutieren.
Zentrale Fragen waren dabei: "Wie können wir den Beruf gerechter und zugänglicher machen? Welche Schritte sind nötig, um eine klimaangepasste Zukunft zu schaffen, die alle Menschen mitnimmt?"



Am ersten Tag standen fachliche Perspektiven für vielfältige Freiräume im Mittelpunkt. Doch eröffnet wurde das Festival von der Schirmfrau Prof. Dr. Jutta Allmendinger – renommierte Soziologin und unter anderem Mitglied des deutschen Ethikrates. Sie hielt eine Keynote zu Gleichstellung, Sichtbarkeit und Teilhabe im Arbeitsalltag sowie in Bezug auf urbane Freiräume.
Es folgten ein Podium über Transformationsprozesse im öffentlichen Raum in Berlin und Brandenburg sowie Nachmittagsinputs und Workshops zu gendergerechter Freiraumplanung, dem neuen Bewertungssystem für nachhaltige Freianlagen (FLL) und zu zirkulären und regenerativen Zukunftsstrategien 2040.
Der Abend bot Raum für die Kurzfilmpremiere "Loop the Landscape II" von Susanne Isabell Yacoub und für die Ausstellung Hall Of LA-Femme 2.0. Zudem überzeugte die liebevolle Ausgestaltung der Räumlichkeiten des ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik) mit Signature-Drink, eigener Playlist "zum Mitnehmen" und offenem Netzwerken.
Am zweiten Festivaltag lagen die Schwerpunkte auf Weiterentwicklung und Entfaltung: Impulse zum Netzwerken und finanzieller Selbstbestimmung, zwei Panelblöcke mit Workshops zur beruflichen und finanziellen Zukunft sowie Reflexionsräume für Rückkopplung. Das Festival endete mit einem empowernden Vortrag von Vera Starker, Spiegel-Bestsellerautorin, die Mut zur Zuversicht schenkte und das Berufsfeld der Landschaftsarchitektur als wichtigen Zukunftskatalysator für klimaangepasste öffentliche Freiräume benannte.
Das Ergebnis war ein Festival, das Landschaftsarchitektur neu denkt: divers, inklusiv und zukunftsfähig.²
WIA 2025 – "Vielfalt bauen"
Nach den WILA25-Formaten fand am 8. Juli 2025 in der Berliner Urania die bundesweite Abschlussveranstaltung, der WIA Summit, statt. Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Akteurinnen und startete mit Workshops.
Am Nachmittag öffnete sich der Summit für ein breites Publikum und wurde mit einer Keynote der Schirmfrau Andrea Gebhard eröffnet. Neben einer Podiumsdiskussion, Fachvorträgen sowie der Vorstellung von neun ausgewählten WIA-Formaten durften Akteurinnen ihre Formate an Marktständen präsentieren. Auch die WILA25-Formate waren natürlich vertreten und regten Interessierte zum Austausch an.
Unter dem Slogan "Vielfalt bauen" schrieb die Fachveranstaltung eine bundesweite Erfolgsgeschichte: Das WIA Festival ist mit rund 270 Veranstaltungen und 200 Akteurinnen in 16 Bundesländern zum bislang größten Festival der Baukultur geworden.


Making WILA Herstory – IFLA World Congress 2025
Erfolgsgeschichten müssen auf die große Bühne! Davon war Laure Aubert überzeugt und motivierte weitere Mitglieder des WILA25-Komitees, gemeinsam die Gelegenheit des IFLA World Congress 2025 (IFLA = International Federation of Landscape Architects) zu nutzen, um WILA25 sichtbar zu machen und zu reflektieren.
Eine spannende Erkenntnis: Das WILA-Komitee von 2025 umfasste deutlich mehr angestellte Mitarbeiterinnen und jüngere Kolleginnen als 2021. Die Entwicklungen bei WILA, im Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) als auch bei den Architektenkammern sind bemerkenswert: Es sind heute keine reinen Arbeitgebervertretungen mehr, sondern sie öffnen sich für Veränderungsprozesse und mehr Diversität.
Unter dem Motto "Making WILA Herstory" wird deutlich, wie lokale Initiativen globale Impulse setzen können und wie sich Fragen nach Gleichberechtigung, Fürsorge und struktureller Veränderung über Ländergrenzen hinweg verbinden. Gestartet in Berlin, übertragen auf ganz Deutschland – demnächst vielleicht weltweit?
Ein anschauliches Plakat wurde auf dem IFLA25 präsentiert, das die Erfolgsgeschichte darstellt und zum Nachahmen aufruft.
WILA25 – Erkenntnisse
Im Rückblick auf das WILA25 – 48h Festival bleiben viele Erkenntnisse. Zehn Impulse für eine gerechtere Planungspraxis hat Myrta Köhler in ihrem Artikel "Freiraum ist kein Gedöns" (competitionline, 2024) aufgeschrieben.³
Neben den fachlichen Statements aus WILA25 gab es in Bezug auf das Arbeiten miteinander in möglichst hierarchiefreien Kontexten viele Lerneffekte und Erkenntnisse. Das 17-köpfige WILA-Komitee hat sehr erfolgreich gearbeitet und Maßstäbe gesetzt.
Ein paar Monate nach WILA25 traf sich ein Großteil des Komitees, um gemeinsam eine Retrospektive durchzuführen und aus dem Vergangenen zu lernen. Es zeigte sich in der gemeinsamen Arbeit, wie viel Kraft in ehrenamtlicher Organisation steckt und wo sie an ihre Grenzen stößt.
Zwischen Begeisterung, Verantwortung und knappen Ressourcen wurde deutlich: Kollektive Projekte brauchen Struktur, Vertrauen und Verbindlichkeit, um zu tragen. Die Retrospektive bot Raum, ehrlich auf Ziele, Barrieren und Widerstände zu blicken und das Erreichte wertzuschätzen. Für viele war dieser Moment klärend und bestärkend zugleich.
WIA/WILA 2025 haben gezeigt: Netzwerke machen stark. Tausende Frauen haben sich bundesweit in Initiativen und Verbänden zusammengefunden, um ein großes Festival auf die Beine zu stellen. Auch das WILA25-Komitee hat in gemeinsamer Verantwortung mit dem bdla Berlin Brandenburg drei wunderbare Formate gestaltet – ein Gemeinschaftswerk, das ohne solidarisches Miteinander nicht möglich gewesen wäre.
Und noch ein Moment während des Festivals bleibt im Gedächtnis: Als während einer Podiumsdiskussion ein Mann das Wort an sich riss und den Raum für sich beanspruchte, wurde deutlich, wie wichtig Sichtbarkeit und Präsenz sind. Die Erkenntnis daraus: Frauen, nehmt Platz auf den freien Stühlen (aka Posten) – sonst tut es jemand anderes.

WILA goes Vorstand
Dieses Bild begleitet über das Festival hinaus. Denn genau das ist geschehen: Frauen haben Platz genommen: sichtbar, verbindlich, verantwortungsvoll.
Mit der Wahl von Lioba Lissner zur neuen Vorstandsvorsitzenden hat der bdla Berlin-Brandenburg erstmals in seiner Geschichte eine Frau an der Spitze.
Aus dem WILA-Kontext waren bereits Anna Dierking und Astrid Zimmermann (die 2022 von Lioba Lissner im Vorstand abgelöst wurde) im Vorstand vertreten – ein erster Schritt in Richtung Geschlechterparität.
Im WILA-Jahr 2025 wurde mit Sara Rusch eine dritte WILA-Frau in den Vorstand des bdla Berlin-Brandenburg gewählt. Nun ist die Mehrheit in dem fünfköpfigen Gremium, ergänzt durch Jörg Besser und Thomas Guba, weiblich.
Warum sollte man sich in einem Verband, einem Netzwerk wie WILA oder überhaupt in einem Ehrenamt engagieren? Da hat jede:r sicherlich eine etwas andere Antwort darauf.
Für Lioba Lissner ist es vor allem das Interesse an Mitgestaltung und Veränderung, das sie zu ihrem Engagement führt:
"Ein Verein wie der bdla lebt davon, dass seine Mitglieder aktiv mitgestalten und Aufgaben übernehmen – wir sind der Verein! In den drei Jahren, die ich nun aktiv im geschäftsführenden Vorstand des bdla BB bin, habe ich das ganz direkt erfahren: Wir prägen das Vereinsleben mit den Veranstaltungen und Fortbildungen, die wir anbieten, wir machen uns in der Öffentlichkeit sichtbar und wir prägen nicht zuletzt die Art und Weise, wie im Verein zusammengearbeitet und kommuniziert wird.
Als Vorständin, insbesondere als Vorsitzende, möchte ich die Zusammenarbeit möglichst transparent und offen gestalten. Es darf und soll deutlich werden, dass der Verein durch viele engagierte Mitglieder getragen und gestaltet wird, und diese sollen auch sichtbar werden.
Unsere wichtigen Themen, allem voran die Klimaanpassung, das ressourcenschonende Bauen, der intelligente Umgang mit dem Regenwasser – das alles und mehr können wir über den Verband viel breiter und nachdrücklicher vertreten, als jede:r für sich allein! Und nicht zuletzt kann ich ganz persönlich auch meine weibliche Sichtweise einbringen, ob in Bezug auf Fachthemen oder das Miteinander und die Zusammenarbeit im Verband."
Auch die Wahrnehmbarkeit nach außen war für Lioba Lissner eine Motivation, für den Vorsitz des bdla Berlin-Brandenburg zu kandidieren – um für alle sichtbar zu machen, dass diese herausgehobene Position selbstverständlich auch von einer Frau eingenommen werden kann!
Sara Rusch beschreibt ihre Motivation so:
"Ich habe mich entschieden, in den Vorstand des BDLA Berlin-Brandenburg zu gehen, weil ich überzeugt bin: Wenn wir über Wandel sprechen, müssen wir ihn auch verkörpern.
Seit Jahren arbeite ich an Themen wie klimaangepasster Planung, gerechter Zusammenarbeit und der Frage, wie wir Freiräume zukunftsfähig gestalten können. Doch je länger ich in diesem Beruf tätig bin, desto klarer wird mir: Fachliches Wissen allein reicht nicht. Veränderung braucht Strukturen, die sich bewegen dürfen.
Verbandsarbeit bedeutet für mich, mit Leidenschaft und Begeisterung Zukunft zu gestalten und Vertrauen wie Verbundenheit zu schaffen. Das Ehrenamt ist ein Ort, an dem Haltung sichtbar wird. Ich möchte dazu beitragen, dass der Verband nicht nur die Interessen unserer Profession vertritt, sondern auch die Werte, die unsere Arbeit prägen: Nachhaltigkeit, Diversität, Transparenz und das Vertrauen in gemeinschaftliche Prozesse und Kooperationen.
Natürlich ist Ehrenamt kein leichtes Feld. Es fordert Zeit, Energie und manchmal auch das Aushalten von Reibung. Aber genau darin liegt der Wert: in der Bereitschaft, sich einzubringen, hinzusehen, unbequem zu bleiben.
Ich habe Platz genommen, weil ich daran glaube, dass wir im Miteinander stärker sind und weil es an der Zeit ist, dass im Berufsverband neue Ideen gehört werden."
Mit dem Schwung aus den Veranstaltungen von WIA/WILA 2025 fließen nun wichtige Erkenntnisse, Impulse und weibliche Perspektiven in die Arbeit des bdla Berlin-Brandenburg ein. Insbesondere in Bezug auf Stadt- und Regionalentwicklung sowie die Planung von Freianlagen.
Blick nach vorn
Die zentralen Themen des bdla Berlin-Brandenburg bleiben bestehen – doch die Perspektive weitet sich. Berufspolitisch und inhaltlich Haltung zu zeigen angesichts verdichteter Herausforderungen verlangt nicht nur Expertise, sondern neue Formen des Miteinanders. Den Verband als starke Gemeinschaft zu denken, bei dem Themenfelder sich verlagern, zusammenwachsen und neue Perspektiven ermöglichen, bedeutet:
- Netzwerke fördern, die Menschen jeden Alters und Geschlechts verbinden, jene, die Zukunft gestalten möchten.
- Offenheit für Kooperationen – untereinander, fachlich und transdisziplinär.
- Weiterhin die aktive Mitgestaltung zentraler Zukunftsthemen: Klimaanpassung, Bauwende, Landschaftsarchitektur als Berufsbild für Berlin und Brandenburg.
- Einen Verband entwickeln, der nicht nur organisiert, sondern inspiriert und Lust macht, Verantwortung zu übernehmen.
- Sich zu engagieren heißt, sich einzumischen – mit Haltung, mit Zeit, mit Herz.
- Ob im Büro, im Verband oder auf dem Festival: Veränderung beginnt, wenn jemand aufsteht, Fragen stellt und einen Platz einnimmt.
Die freien Stühle sind da. Jetzt kommt es darauf an, wer sich hinsetzt.
Anmerkungen










