Hecken

Mehr als nur Sichtschutz

Nicht gesehen werden und sich abgrenzen – die traditionellen Ziele, die Menschen mit der Pflanzung von Hecken erreichen wollen, klingen erstmal leicht negativ, wenn auch verständlich. Doch das sind selbstverständlich nicht die einzigen möglichen Funktionen der 'grünen Wände'. Mit Farben und Blüten werden Hecken zum Blickfang und es gibt auch Varianten, die als besonders klimafreundlich gelten. Drei Beispiele, die für öffentliche wie private Gärten und Balkone attraktiv sein könnten.
Hecken Sichtschutz
Die Devil's Dream-Hecke (Vordergrund) wird bis zu 2,5 Meter hoch. Foto: Devil's Dream

Die Glanzmispel (Photinia fraseri) 'Devils Dream'

Die Glanzmispel (Photinia fraseri) 'Devil's Dream' bietet nicht nur ein besonderes Farbenspiel von Feuerrot über Kupfer bis zu einem satten Grün im Spätherbst, sondern mit bis zu 250 Zentimetern Höhe auch genügend Sichtschutz. Für eine blickdichte Hecke ist ein Pflanzabstand je nach Topfgröße von etwa 35 Zentimetern empfehlenswert – also drei Pflanzen pro laufendem Meter. Nach dem Austopfen werden alle Wurzeln mit der Hand aufgelockert. Die Löcher sollten so tief sein, dass der Ballen komplett bedeckt ist und so breit, dass an allen Seiten noch etwas Platz ist. Anschließend wird die Aushebung gut gewässert, bevor der Devil's Dream-Solitär hineingestellt wird. Danach wird das Loch mit dem Erdaushub aufgefüllt. Für eine optimale Wurzelbildung kann dieser mit etwas humusreicher Pflanzerde gemischt werden.

Der beste Pflanzzeitraum für die Devil's Dream sind das Frühjahr und der Herbst, damit die Sträucher in der moderaten Jahreszeit noch ausreichend Zeit zum Einwurzeln haben. Die Hecke kommt gut durch den Winter und übersteht Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius. Am liebsten ist der Pflanze ein windgeschützter, halbschattiger Standort. Es empfiehlt sich, die Devil's Dream nach dem Pflanzen zurückzuschneiden, indem alle unverzweigten Triebe um die Hälfte gestutzt werden. So wird sie schnell dicht und ergibt schon nach wenigen Standjahren eine blickdichte, pflegeleichte Hecke mit außergewöhnlicher Optik.

SUG-Stellenmarkt

Relevante Stellenangebote
eine*n Landschaftsarchitekt*in/-planer*in, Schwerte  ansehen
Projektleitung Freiraum-/Grünplanung (m/w/d), München  ansehen
Landschaftsplaner (m/w/d), Elmshorn  ansehen
Alle Stellenangebote ansehen
Hecken Sichtschutz
Der Happydendron blüht dreifarbig. Foto: HAPPYdendron

Happydendron als Hecke

Der Happydendron von INKARHO ist eine Überlegung wert für alle, die eine farbenfrohe, immergrüne und pflegeleichte Hecke wünschen. Mit seinen unkomplizierten Eigenschaften und der auffälligen dreifarbigen Blüte in kräftigem Purpur-Lila, strahlendem Weiß und gelber Mitte fällt er in jeder Gartenlandschaft auf.

Einer der Vorzüge des Happydendrons als Heckenpflanze ist seine Unkompliziertheit. Im Gegensatz zu anderen Rhododendren wächst er als INKARHO-Züchtung auf nahezu jedem humosen Gartenboden und stellt keine besonderen Ansprüche an den Standort. Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal, damit der Happydendron seine volle Pracht entfalten kann. Prinzipiell kann er das ganze Jahr über gepflanzt werden, aber die ideale Zeit dafür ist im Herbst und Frühjahr. Eine spezielle humusreiche Rhododendronerde ist nicht erforderlich, kann aber nach Wunsch der Pflanzerde beigemischt werden.

Die Pflanzung ist einfach: Zunächst wird ein Pflanzloch für einen Solitär oder ein Pflanzgraben für eine Hecke ausgehoben. Nach dem Einsetzen muss die Erde vorsichtig angedrückt werden. Die oberste Wurzelkante sollte dabei nicht mit Erde bedeckt sein. Rund um die Pflanze verteilter Rindenmulch schützt vor dem Austrocknen und großen Temperaturschwankungen (Winterhärte bis -24 °C). Hornspäne dienen als biologischer Dünger, der wertvolle Nährstoffe liefert.

Ausgewachsen erreicht der Happydendron eine Höhe von etwa einem Meter.

Immergrüner Bambus Fargesia nitida als Sichtschutz

Immergrüner Bambus liegt in heimischen Gärten im Trend. Die Art Fargesia nitida eignet sich dank ihres schnellen Wuchses und eines beeindruckenden Wurzelsystems als klimafreundlicher Sichtschutz. Aufgrund des zügigen Wuchses bindet Bambus – hier in der Variante Wisebear – im Vergleich zu anderen Gehölzen deutlich mehr Kohlenstoffdioxid und gibt den darin enthaltenen Sauerstoff wieder an die Atmosphäre ab. Zusätzlich macht er sich seine welkenden Blätter zu eigen und zieht aus ihnen die Nährstoffe für seine jungen Triebe – ein eigener Kreislauf entsteht.

Dank seiner Wuchshöhe von bis zu vier Metern und der praktischen Eigenschaft, keine Wurzelausläufer zu bilden, eignet sich der dunkelgrüne Wisebear als immergrüne Hecke, die auch Gartenneulinge in nur wenigen Schritten einfach pflanzen können. Zunächst sollte der Boden etwas mehr als ballenhoch ausgehoben werden. Dieser Pflanzgraben wird anschließend mithilfe einer Schaufel aufgelockert. Bevor der Wisebear an seinen neuen Platz kommt, sollte die Pflanze gut gewässert werden – am besten taucht man sie sogar kurz komplett in einen Kübel voll Wasser.

In einem Abstand von 35 Zentimetern, gemessen von der Mitte des Ballens, werden die einzelnen Pflanzen anschließend in den Graben eingesetzt, gerichtet und mit Erde bedeckt. Die fertige Hecke sollte noch einmal gut bewässert werden.

Am wohlsten fühlt sich der Bambus an einem sonnigen Standort oder im Halbschatten. Der Boden sollte möglichst feucht und nährstoffreich sein. Wisebear ist sehr winterhart und übersteht auch frostige Temperaturen bis zu -25 Grad Celsius problemlos.

Ausgewählte Unternehmen
LLVZ - Leistungs- und Lieferverzeichnis

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de

Redaktions-Newsletter

Aktuelle grüne Nachrichten direkt aus der Redaktion.

Jetzt bestellen