Bürgerbeteiligung im öffentlichen Grün – was Fördervereine dazu beitragen können

Erfurt - "Wir wollen Blumenstadt sein"

von:
Bundesgartenschau 2021 Erfurt Gartenschauen
Blick auf die historische Altstadt der Landeshauptstadt Erfurt von der Zitadelle Petersberg. Foto: "bild 13 Sport Presse Fotos"

Mitten im grünen Herzen Deutschlands gelegen, kann die heutige Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen über eine lange gärtnerische Tradition zurückschauen.

Bereits im Mittelalter prägte Martin Luther in Erfurt, der hier seinen Reformationsweg vor 500 Jahren begann, den Begriff für die Erfurter als die "Gärtner des heiligen Römischen Reiches". Dies lag begründet in der Standortgunst der fruchtbaren Landschaft, der klimatischen Bedingungen und der bereits weit entwickelten Gartenkultur, insbesondere auf dem Gebiet der Produktion von Heil- und Kräuterpflanzen sowie im speziellen durch die Kultur der Blaufärbepflanze Waid (Isatis tinctoria).

Später unter Christian Reichart (1695-1775), der allgemein als Wegbereiter des deutschen Gartenbaus gilt, kam die thüringische Stadt erneut zu Ruhm. Über die Grenzen hinaus wurde die Erfurter Brunnenkresse bekannt sowie die besonderen Methoden der gärtnerischen Produktion. Im 19. Jahrhundert erlangte Erfurt mit Recht den Beinamen "Blumenstadt". Mehr als 200 Kunst- und Handelsgärtnereien lieferten ihre Produkte in viele Teile Europas, ja darüber hinaus auch auf die anderen Kontinente der Welt. Die Erfurter Gärtnereien waren auf großen Ausstellungen in New York, London und Paris vertreten. In Erfurt selbst wurde die Tradition der Gartenschauen mitbegründet. Eine der ersten größeren Gartenschauen in Deutschland mit internationaler Beteiligung fand bereits 1865 in Erfurt statt.

SUG-Stellenmarkt

Relevante Stellenangebote
Technische Leitung (w/m/d) , Mönchengladbach  ansehen
Leitung (d/m/w) der Fachgruppe Straßen und..., Buxtehude  ansehen
Stellvertretende Abteilungsleitung (m/w/d) für den..., Neu-Ulm  ansehen
Alle Stellenangebote ansehen

Bis zum heutigen Tag folgten über 100 größere und kleinere Gartenschauen, von der die 1961 durchgeführte Internationale Gartenausstellung der sozialistischen Länder (iga61) eine besondere Stellung einnahm.

Aber nicht nur die gärtnerische Wirtschaft wurde zum Motor der Entwicklung der Stadt Erfurt, auch die Stadtbevölkerung, die zum Großteil an der gärtnerischen Produktion Anteil hatte, organisierte sich recht schnell in Vereinen und Organisationen, die aktiven Einfluss auf die städtische Entwicklung nahmen. Eine besondere Stellung nahm der Erfurter Gartenbauverein ein, aus dem später auch der 1838 gegründete Verschönerungsverein der Stadt Erfurt hervorging.

Gerade im 19. Jahrhundert erlangten deutschlandweit verschiedenste Stiftungen und Vereine, die sich der Entwicklung der Städte, insbesondere der Verbesserung der Lebensbedingungen in den Städten widmeten, besondere Bedeutung. Bis zur Gründung der Stadtgartenämter um 1900 in Deutschland waren gerade die Verschönerungsvereine die Wegbereiter der städtischen Grünanlagenentwicklung. So wurde, wie am Beispiel von Erfurt nachweisbar, eine Vielzahl an Schmuckplätzen und Promenadenwegen auf Initiative des Verschönerungsvereines angelegt und die Pflege von öffentlichen Anlagen übernommen.

Es erscheint nicht verwunderlich, dass in den Vorständen dieser Vereine neben den Bürgermeistern auch jeweils die Vertreter der gärtnerischen Wirtschaft, aber auch andere produktive Wirtschaftszweige zu finden waren. Im Erfurter Verein war sogar das preußische Königspaar Mitglied, ebenso wie die jeweiligen Stadt- und Festungskommandanten. In vielen Fällen reichte die Mitgliedschaft bis weit in das bürgerschaftliche Lager hinein. Über Vermächtnisse und Spenden konnten neue Parkanlagen, Spielplätze oder Wasserspiele geschaffen werden. Privatbesitz in den Städten wurde zur öffentlichen Nutzung den Städten übertragen und die vielen innerstädtischen Gärtnereien öffneten ihre Schauanlagen als kleine öffentliche Parkanlagen der Öffentlichkeit.

Anknüpfend an diese lange gärtnerische Tradition wurde bereits frühzeitig nach der deutschen Wiedervereinigung in Erfurt ein Konzept entwickelt, die im zweijährigen Rhythmus stattfindende Bundesgartenschau als Element der zukünftigen Stadtentwicklung zu nutzen.

In den 90er Jahren konnten aufgrund des enormen wirtschaftlichen Umbruchprozesses und der geringen Verfügbarkeit geeigneter Flächen die Planungen nicht zum Abschluss gebracht werden. Nachdem die ersten Gartenschauen in Cottbus, Magdeburg und Potsdam vollzogen waren, begannen erneut Planungsüberlegungen für eine Fortsetzung der Gartenschautradition in Erfurt. Doch abermals konnte sich die politische Meinungsbildung im Stadtrat nicht durchsetzen, um die vorgeschlagenen Konzepte zu einer Antragstellung für die Durchführung einer Bundesgartenschau weiterzuqualifizieren. Zudem erhielt die Stadt Gera in Thüringen den Zuschlag für die BUGA im Jahr 2007.

Erst im Jahr 2011 wurde mit dem sich abzeichnenden wirtschaftlichen Strukturwandel und der besonderen infrastrukturellen Standortgunst der Landeshauptstadt Erfurt im Zentrum Deutschlands die Idee erneut aufgegriffen, die vorhandene grüne Infrastruktur durch eine Bundesgartenschau zu verbessern. Anders als bei den vorangegangenen Bewerbungen bildete sich frühzeitig ein Interessenkreis führender Vertreter aus der Wirtschaft, Politik und Bürgerschaft, die unabhängig von der politischen Meinungsbildung den Willen zur Durchführung dieser Gartenschau in der Stadt Erfurt artikulierten. Eine erfolgreiche Vorbereitung und Beschlussfassung für dieses, eine Stadt über Jahre hinweg prägende Großereignis bedarf einer tiefen Verwurzelung im gesellschaftlichen Leben der Stadt.

Zur Förderung der erfolgreichen Vorbereitung auf dieses Ereignis wurde ein gemeinnütziger Verein frühzeitig ins Leben gerufen. Als Wegbereiter, als Begleiter und auch als Koordinator für viele Aktivitäten, die außerhalb der normalen Bewerbung und verwaltungstechnischen Abarbeitung einer Gartenschau zu bündeln sind, versteht sich der Förderverein als wichtiges Bindeglied zwischen den Organisatoren und der Bürgerschaft.

Um dieses anspruchsvolle Ziel zu unterstützen, wurde am 13. April 2011 der Verein "Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021" gegründet. Der Verein versteht sich als Forum für alle Bürger, Unternehmen und Organisationen, die nicht direkt an den zu treffenden Entscheidungen beteiligt sind, aber dennoch ihre Ideen und Vorstellungen einbringen und den Prozess aktiv begleiten möchten. Zielstellung des Vereins ist es, einen offenen Dialog zwischen allen Interessensgruppen zu fördern. Für den Verein ist die breite Zustimmung die Grundlage einer erfolgreichen Bundesgartenschau im Jahr 2021 in der Landeshauptstadt Erfurt.

Der Verein möchte eine identitätsstiftende Bürgerbewegung sein, deren Mitglieder sich für die Förderung und Unterstützung der Freiraumgestaltung im öffentlichen Grün der Landeshauptstadt Erfurt im Rahmen einer Bundesgartenschau im Jahr 2021 und darüber hinaus engagieren. Ziel des Vereins ist es, die Idee einer Bundesgartenschau zu verwirklichen und zum vollen Erfolg zu verhelfen.

Bereits kurz nach Vereinsgründung konnten die Mitglieder des Vorstandes aktiv im Beirat bei der Bewerbungsausarbeitung mitwirken. Die Anzahl der Fördermitglieder stieg rasch an, so dass bereits nach einem Jahr ein schlagkräftiger Verein wirksam werden konnte. Die Zielstellung des Vereins besteht darin, nicht nur als Beteiligter an einem Prozess mitzuwirken, sondern selbst zum Initiator und zur treibenden Kraft der Entwicklung zu werden. Die in den normalen Verwaltungsverfahren übliche Bürgerbeteiligung an sich soll eine neue Qualität erreichen, so dass die Bürger nicht nur Beteiligte sind, sondern als unmittelbar Betroffene und sich gleichzeitig als Zielgruppe der Entwicklung zu Experten in diesem Prozess qualifizieren, die es selbst in die Hand nehmen können, in welcher Weise und Qualität ein zum Großteil auch von der Stadt mit zu finanzierendes, groß angelegtes Stadtentwicklungsprojekt ausgeformt werden soll.

Der Förderverein legte bereits auf der Mitgliederversammlung ein umfangreiches Handlungspaket vor. Darin enthalten sind verschiedene Projekte, die teilweise die Idee der Bundesgartenschau am konkreten Beispiel der Landeshauptstadt Erfurt kommunizieren und für die Bürger der Stadt verständlicher machen sollen. Ein zweiter wichtiger Punkt besteht darin, möglichst alle Schichten der Bevölkerung in die Vorbereitung und Mitgestaltung einer derartigen Entwicklungsmaßnahme einzubeziehen. Besondere Sorgfalt gilt dabei der jungen Generation mit speziellen Projekten für verschiedene Altersgruppen im Kindes- und Jugendalter. Aber auch die Verknüpfung der Stadt ins Umland wird als eine der wesentlichen Aufgaben in der Außendarstellung betrachtet.

Die Landeshauptstadt Erfurt kann dabei sowohl auf die lange historische Tradition der Gartenschauen, aber auch auf die in den letzten zehn Jahren intensiv beschrittene Beteiligung der Bürger bei der "grünen" Umgestaltung der Stadt zurückgreifen. Bereits bei den Teilnahmen am nationalen Städtewettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" in den Jahren 2003 und 2008 wurden sehr schöne Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt initiiert. Vieles was in den vergangen Jahrzehnten verlorengegangen war und zum Aushängeschild einer Blumenstadt gehört hatte, wurde wiederentdeckt. Das wichtigste jedoch war, die Mitverantwortung jedes Einzelnen erneut öffentlich zu diskutieren. Auch wenn das Vereinsziel mit der Förderung einer Bundesgartenschau zeitlich begrenzt erscheint, geht es jedoch allen Akteuren darum, wesentliche Akzente für die zukünftige Stadtentwicklung zu setzen. Somit ist die Phase der Vorbereitung und Durchführung nur ein erster Schritt der weiter in die Zukunft gerichteten Entwicklung.

Im Übrigen war es auch hilfreich, bereits seit langem existierende Vereine der Stadt, die bislang ihren Fokus auf lokale Einzelmaßnahmen gerichtet hatten, in den Förderverein zu integrieren, um gemeinsam die Entwicklung der Stadt begleiten zu können. Dies bezieht sich beispielsweise auf die Entwicklung der Parkanlage der ehemaligen Internationalen Gartenbauausstellung, die als ega-Park eine überregionale Bedeutung errungen hat oder auch auf die historische Zitadelle auf dem Petersberg, die als Denkmal von besonderer kulturhistorischer Bedeutung ist.

Beispielhaft sollen nun einzelne Projekte beschrieben werden, die zur Förderung der Beteiligung der Bürger an der Entwicklung der Gartenschau bereits initiiert wurden und erfolgreich Fuß gefasst haben.

Die BUGA-Kinder

Durch den Verein wurde die Aktion "BUGA-Kinder" ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2021 werden alle Kinder, die am 21. April in der Landeshauptstadt Erfurt geboren werden, zu "BUGA-Kindern". Das wahrscheinliche Eröffnungsdatum der Bundesgartenschau am 21.04.21 lieferte hierfür die Vorlage. Dazu werden den Neugeborenen eine Urkunde sowie der passende Baby-Strampler überreicht. Die "BUGA-Kinder" werden durch den Verein zur feierlichen Eröffnung der Bundesgartenschau im Jahr 2021 eingeladen und erhalten hierfür eine Dauerkarte, die zum Besuch im gesamten Ausstellungszeitraum berechtigt. Das erste "BUGA-Kind" - von insgesamt vier "BUGA-Kindern" im Jahr 2012 - heißt Paul Oscar Klippel. Der Verein sowie Vertreter der Presse waren vor Ort und bekundeten ihr großes, mediales Interesse. Auch in den nächsten acht Jahren wird diese Aktion durch den Verein begleitet. Gleichzeitig wird das Heranwachsen der BUGA-Kinder in einem hierfür ausgestatteten Pavillon innerhalb einer Parkanlage dokumentiert.

Der Erwerbsgartenbau - Tradition und Zukunft

Im Jahr 2012 wurde mit den grundlegenden Überlegungen zum Projekt mit dem Arbeitstitel "Erwerbsgartenbau in Erfurt" begonnen. Zielstellung des Projektes ist die konzeptionelle Erarbeitung und Umsetzung einer Ausstellung über den Erwerbsgartenbau in der Landeshauptstadt Erfurt zur Bundesgartenschau im Jahr 2021. Neben der geschichtlichen Entwicklung sollen den Besuchern der Bundesgartenschau die traditionellen Erfurter Züchtungen vorgestellt sowie die derzeitig in der Landeshauptstadt Erfurt ansässigen Gartenbauunternehmen präsentiert werden. Mit der Ausstellung möchte der Verein einen wesentlichen Beitrag zur langen Tradition des Erfurter Erwerbsgartenbaus initiieren. Dieses Projekt wird in den nächsten Jahren in Zusammenarbeit mit der Kreisgärtnergruppe Erfurt/Sömmerda, der Stiftung Deutsches Gartenbaumuseum Erfurt sowie der Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH (ega) weitergeführt unter breiter Mitwirkung von Fachleuten und interessierten Bürgern.

Meine BUGA - vom Hausaufgabenheft bis zum Malwettbewerb

Durch die Stadt Erfurt wurde für das Schuljahr 2012/2013 ein Hausaufgabenheft für Erfurter Schülerinnen und Schüler gestaltet. Dieses Heft wird kostenlos zur Verfügung gestellt. An der diesjährigen Ausgabe hat sich der Verein in die Gestaltung eingebracht und bittet darin um Ideen und Vorschläge aus dem Kreis der Kinder und Jugendlichen zum Thema "Meine BUGA in Erfurt". Mit diesem Beitrag soll die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler gefördert und eine aktive Einbindung ermöglicht werden. Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit den Grund- und Regelschulen auch in den nächsten Jahren durch den Verein weitergeführt werden. Unter dem Thema "Alles was möglich, aber für den ersten Moment Unmöglich ist ..." ruft der Verein die Klassenstufen 1 bis 13 zu einem Kreativwettbewerb auf. Die jungen Künstlerinnen und Künstler sollen Ihre BUGA-Ideen in Bildern ausdrücken.

Somit soll eine direkte Einbeziehung der jungen Generation in den Entstehungsprozess gewährleistet werden. Zudem sind die Schüler von heute die Gäste der Gartenschau von morgen.

Die Außenstandorte, ein überregionales Konzept

Die BUGA 2021 in Erfurt hat Bedeutung für ganz Thüringen. Die Wahrnehmung der Chance einer überregionalen Vernetzung bis zum Jahr 2021 geschieht im großen Einvernehmen nicht nur mit den Bürgern der Stadt, sondern auch mit vielen Einwohnern der anderen Thüringer Städte und Gemeinden.

Die Thüringer Städte Bad Langensalza, Bad Frankenhausen und Friedrichroda sowie Sangerhausen in Sachsen-Anhalt haben sich bisher vorgenommen, Außenstandorte der BUGA 2021 zu werden. Es geht dabei unter anderem um die touristische Vermarktung, die umweltfreundliche "grüne" Entwicklung in den Städten selbst und natürlich um die Außendarstellung ihrer Stadt sowie die Verbesserung der verkehrlichen Erreichbarkeit und dabei auch der Verbindung mit der BUGA-Stadt Erfurt.

Die Bedeutung der Einbeziehung von Außenstandorten war bei der BUGA 2009 in Schwerin erheblich. Hier waren neben 15 Außenstandorten noch elf Regionalprojekte und fünf Korrespondenzprojekte zu bestaunen. Für die BUGA 2011 in Koblenz wurden 24 Außenstandorte in Rheinland-Pfalz eingerichtet. 2015 wird eine regionale BUGA im Havelland ("Blaues Band") zwischen den Domstädten Brandenburg/Havel und Havelberg stattfinden.

Weitere Standorte sind unter anderem Premnitz und Rathenow. Diese BUGA wird grenzüberschreitend (Brandenburg und Sachsen-Anhalt) berühren und sich über ein Gebiet von mehr als 70 Kilometer erstrecken. Die BUGA in Erfurt sollte mit der Zielstellung Gartenkultur und Landschaft, die nicht durch die bisher vorgesehenen Standorte ega, Petersberg und Geraaue ausreichend dargestellt werden kann, an Außenstandorten ergänzt werden.

Attraktive Ausstellungsorte könnten diese bei bisherigen Bundesgartenschauen weitgehend unbeachtete Thematik in den Mittelpunkt stellen. Dabei wären unter anderem folgende Ideen zu diskutieren:

  • ortstypische Pflanzen und Kulturen an den Außenstandorten
  • Einbeziehung der Umgebung mit ihren landschaftlichen und geologischen Besonderheiten
  • touristisch interessante Routen und Verkehrsangebote zwischen den Außenstandorten und mit Erfurt.

Im Rahmen dieses Themas ist die überregionale Vernetzung der Bürgerbeteiligungen ein wesentlicher Punkt im Planungsprozess.

Die BUGA-Münze als Marketinginstrument

Die Projektförderung bedarf einer soliden Finanzierung. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden soll die eigens für die Zeit der Vorbereitung auf die BUGA entworfene Münze neue Wege beschreiten.

Im Zusammenwirken mit einer Erfurter Bank wird eine Silbermünze zum Kauf angeboten, die die Tradition und Entwicklung der Gartenkultur in Erfurt widerspiegelt. Als Ergänzung zum Marketingkonzept dient die BUGA-Münze der Identitätsstiftung für das öffentliche Grün und der Einstimmung auf das Gartenschauereignis im Jahr 2021.

Das BUGA-Spiel

Kinder und Familien können auf den BUGA-Pfaden spielerisch wandeln. Auf Grundlage des Stadtplanes wird viel Wissenswertes über die Parkanlagen und Gärten der Stadt mit Hilfe der "Blumenkinder" zu entdecken sein. Das Spiel soll Kindertagesstätten und Schulhorte ebenso erreichen, wie junge Familien und spielbegeisterte Großeltern. Besonders öffentlichkeitswirksam soll die Variante als Open-Air-Spiel bei Stadtfesten und Großveranstaltungen eingesetzt werden.

Der Mitteldeutsche Studentenwettbewerb des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten

Mit dem Studentenwettbewerb Mitteldeutschland des bdla - wurde länderübergreifend eine Kooperation initiiert, die den beruflichen Nachwuchs mit dem Berufsverband bdla sowie mit dem Wettbewerbswesen vertraut macht und gleichwohl das Zusammenwirken der Landesgruppen untereinander und mit den jeweiligen Ausbildungsstätten stärkt. Der Wettbewerb wird in diesem Jahr bereits das vierte Mal in Folge ausgelobt. Aufbauend auf der Machbarkeitsstudie besteht die Aufgabe des Studentenwettbewerbs darin, eine bisher nicht berücksichtigte, aber durchaus mögliche Wegeverbindung vom Petersberg bis in den Nordpark zu betrachten und entsprechend darzustellen.

Unter dem Thema "Erfurt geht neue Wege" möchte der Förderverein speziell die jungen Menschen in der Stadt ansprechen, indem die Wettbewerbsergebnisse in der Nachbereitung einen permanenten Diskussionsprozess anstoßen sollen. Teilergebnisse sollen anschließend mit den Bürgern für die Bürger der Stadt realisiert werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Auf der Internetpräsenz www.bugafreunde-erfurt.de können Mitgliedern und Interessierten alle wichtigen Informationen über die Aktivitäten des Fördervereins zeitnah und rund um die Uhr zur Verfügung gestellt werden. Die Integration eines Content-Management-Systems in die Webpräsenz ist in Planung und soll zeitnah umgesetzt werden. Ergänzend zur Entwicklung einer Webpräsenz ist der Verein auch im sozialen Netzwerk Facebook vertreten, um direkt mit Mitgliedern und Interessierten in Kontakt zu treten. Die Einrichtung des Facebook-Auftritts stellt eine sinnvolle Ergänzung der klassischen Werkzeuge zur Kommunikation dar, ersetzt jedoch nicht die Webpräsenz und schriftlichen Mitgliederinformationen des Vereins.

Dr.-Ing. Rüdiger Paul Kirsten
Autor

Stadtplaner, Landschaftsarchitekt bdla

Ausgewählte Unternehmen
LLVZ - Leistungs- und Lieferverzeichnis

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de

Redaktions-Newsletter

Aktuelle grüne Nachrichten direkt aus der Redaktion.

Jetzt bestellen