Eine Bundesgartenschau an der Wiege des Gartenbaus

BUGA Erfurt 2021

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Abb. 1: Die BUGA Erfurt 2021 hat die große Gartenbautradition der Stadt wiederbelebt. Mit sanierten, historischen Flächen auf dem Petersberg und im egapark (hier im Bild). Für die jungen Quartiere an der nördlichen Geraaue entstand ein 60 ha großer Grünzug mit einer Radwegeverbindung, die bis ins Zentrum führt. Foto: DBG, Eßer

Der egapark - ein Parkjuwel der Nachkriegsmoderne

In den kommenden 171 Tagen wird Erfurt sprichwörtlich aufblühen und damit an seine Gartenbau- und Gartenschautradition anknüpfen. Auf den ersten Blick begrüßt die Stadt ihre BUGA-Gäste mit einer beeindruckenden Silhouette - dem Kirchenensemble von Dom und St. Severin, umrahmt von der historischen Altstadt. Vom Norden kommend eröffnet die Stadteinfahrt den Besuchern eine andere Perspektive, den jahreszeitlich wechselnden Blick auf farbenfrohe Blumenfelder links und rechts der Bundesstraße.

Dies ist Teil einer Historie, die Erfurt über Jahrhunderte hinweg in die Chroniken schrieb, die Erfolgsgeschichte des Erwerbsgartenbaus, begründet von Christian Reichart im 18. Jahrhundert. Erfurter Firmen halten diese Tradition noch heute lebendig. Grüne Kompetenz war und ist in Erfurt zu Hause: Von den Ursprüngen des Christian Reichart über die Samenzucht des Ernst Benary, der seit 1843 Spitzenqualitäten für die Pflanzenproduktion entwickelte, weiter über die Saatgut-Spezialisten Volmary/Kiepenkerl und Chrestensen (1867 gegründet) bis hin zu Europas ältester Kakteenzucht Kakteen Haage, die auch heute einen internationalen Ruf genießt.

Entsprechend haben auch Gartenbauausstellungen Tradition: sie wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts vom Gartenbauverein organisiert, 1865 gab es - noch vor Hamburg, die erste Gartenbauausstellung mit internationaler Beteiligung. Gekrönt wurde die Gartenschautradition von der iga 61 - der Internationalen Gartenbauausstellung 1961.

Mit ihr entstand der egapark, (Erfurter GartenAusstellung), - eine heute denkmalgeschützte Parkanlage von 36 Hektar. Kostbare Gehölze, Schaugewächshäuser und ein japanischer Garten fallen einem als Erstes ins Auge, doch man könnte auch sagen, im BUGA Jahr ist dies ist ein Park der Gärten. 30 Themengärten wurden nach den Entwürfen von namhaften Garten- und Landschaftsplanern zum großen Teil neugestaltet oder denkmalgerecht restauriert.

Hier wird die Gartenschau vor allem mit Pflanzenklassikern aufwarten und die Rolle der Pflanzenverwendung in Einklang mit den aktuellen Umwelt- und Klimaveränderungen präsentieren. Pünktlich zur BUGA eröffnet das einzigartige Wüsten- und Urwaldhaus Danakil, in dem sich die Besucher auf die Spur des Wassers begeben. Das Gebäude schließt eine Baulücke im Gesamtensemble der Anlage und besetzt aktuelle Themen. Mit der eigenwilligen Glasarchitektur des Danakil wird auch die historisch vorherrschende Bauhaus-Moderne neu interpretiert. Klimamanagement und Technik setzen Maßstäbe für die Zukunft des Gewächshausbaus.

Das inmitten des egaparks etablierte Deutsche Gartenbaumuseum bietet in der modernen Dauerausstellung die Auseinandersetzung mit Fragen zur Entwicklung und Zukunft des Gartenbaus, zu Stadtgrün sowie der Gartenkultur.

Abb. 2: Im Festungsgraben wurden Tonnen von Grasnarbe abgetragen. Hier wächst nun das geballte Wissen des Erfurter Gartenbaus. Garten – und Landschaftsarchitektin Laura Heuschneider erststellte den Plan und in Zusammenarbeit mit Mitgliedsbetrieben des Landesverbandes Gartenbau die Pflanzlisten. Foto: DBG/Walther

Abb. 3: Auf dem oberen Plateau des Petersbergs übernimmt der Entwurf von Laura Heuschneider weitgehend die räumliche Gliederung der Planung der Daueranlagen. Mit stempelartigen Bildern zu Barock-, Renaissance- und Landschaftsgärten. Foto: TA/Antje Kirsten

Abb. 4: So sah es vor der Restaurierung im Foerster-Garten aus: Stützgitter, Pergolen und Wasserbecken waren beschädigt und wurden konservatorisch behandelt. Die Terrassenanlagen nehmen nun wieder Staudenpflanzungen auf, wie sie auch in Karl Foersters Garten in Potsdam Bornim zu sehen sind. Foto: DBG/Esser

Plateau auf dem Petersberg wird aufgewertet

Erfurts Bundesgartenschau hat noch einen zweiten, besonderen Standort: Inmitten der Altstadt mit Blick auf das imposante Kirchenensemble von Dom und St. Severin: den Petersberg. Der Berg mit Europas größter barocker Festung oberhalb der lebhaften Altstadt war in seiner wechselvollen Geschichte Zitadelle, Zeitzeuge kurmainzischer Herrschaft oder preußischer Besetzung.

Zur Bundesgartenschau 2021 wird er völlig neu in Szene gesetzt und als Ausstellungsfläche viel von seiner intensiven und spannenden Geschichte erzählen. Mittelpunkt des weitläufigen Plateaus, auf dem sich ein Teil der BUGA-Ausstellungsflächen befindet, wird die Peterskirche sein. Mit einer Ausstellung zum Thema "Paradiesgärten-Gartenparadiese" nimmt sie Bezug zu 27 Parks und Gärten in Thüringen, die als BUGA Außenstandorte gewählt wurden. Ein mittelalterlicher Küchengarten bietet Einblicke in den Wissensschatz der Nonnen und Mönche zu Heilpflanzen, Kräutern und Küchengewächsen.

Auf weiteren neu gestalteten Freiflächen auf dem Plateau werden die Heilige Elisabeth und das Rosenwunder in einem Rosengarten inszeniert. Eine Schaugrabung nimmt Bezug zu den archäologischen Funden. Im Festungsgraben wird der Erwerbsgartenbau präsentiert: historische Gemüse- und Blumenzüchtungen verwandeln den Veranstaltungsort in die "Erfurter Gartenschätze". Dazu präsentiert man althergebrachte Färber-, Kräuter- und Arzneipflanzen sowie klassische Obst- und Blühpflanzen. Zwischen "Thüringer Zwerg", "Puffbohne", "Erfurter Riese" und der einst fast unbezahlbaren Waidpflanze, die alle hier angebaut wurden, kann der Besucher die Festung und den Graben erkunden.

Gastliche Plätze zwischen der Peterskirche, einer der bedeutendsten Bauten der Romanik in Thüringen, und der imposanten Defensionskaserne laden ins neue gestaltete Grün der Stadt ein. So wird das Plateau zukünftig auch für den Erfurt Tourismus an Bedeutung gewinnen.

Der Karl-Foerster Garten

Aus den vielen Besonderheiten dieser Bundesgartenschau möchte ich in diesem Beitrag den Garten von Karl-Foerster und den Irisgarten hervorheben, die zur BUGA restauriert und neu interpretiert wurden. Es könnten Beispiele für viele andere Schaugärten in deutschen Parks sein.

Der Karl-Foerster-Garten ist Teil einer stufenweisen terrassierten Grünanlage auf einem Bergsporn zwischen alter und neuer Gothaer Straße im egapark. Er wurde im Nachgang der iga 61 als Schau- und Sichtungsgarten "Karl-Foerster" nach Plänen von Walter Funcke und Hermann Göritz zwischen 1962 und 1963 realisiert. Nach 1972 kam es zu Umbauarbeiten, bei denen die Terrassengärten durch weitere Bepflanzungen ergänzt wurden.

Für die 17 Terrassen baute man zeitgemäß mit Waschbeton. Es entstanden ein Heidegarten, ein Wassergarten, ein Steingarten und mehrere Staudengärten. Im unteren Bereich fanden aussortierte Klöpperböden (Druckbehälter), ihren Einsatz als Pflanzbecken. Die bereits vorhandene Pergolenkonstruktion wurde in diesen Garten integriert.

Zu den Pergolen schreibt die egapark GmbH in ihrem Sanierungskonzept: "Die Pergolen mit ihren Sitzbänken stellen besondere Punkte auf den Terrassen des Karl-Foerster-Gartens dar. Unter ihnen kann der Besucher im Schatten verweilen und den Ausblick auf die besonderen und üppigen Staudenbepflanzungen genießen. Innerhalb der Gesamtanlage stellen die Pergolen eine wichtige Struktur dar, die ein guter Orientierungs- und Anlaufpunkt innerhalb des Karl-Foerster-Gartens ist." Schön, dass man auch an pure Kontemplation gedacht hat!

Der Charakter des vormaligen Schau- und Sichtungsgarten wandelte sich also beständig. 1975 wurde für den Staudenzüchter Karl Foerster eine Büste von Senta Baldamus aufgestellt, die am gleichen Platz aktuell an ihn erinnert.

Dieser Garten präsentiert sich teilweise nach Pflanzkonzepten, die vor 50 Jahren der Erstbepflanzung zugrunde lagen. Es ist ein restauratorisches Gemeinschaftsprojekt: Mit 10 000 Euro unterstützt die treuhänderische Gemeinschaftsstiftung Historische Gärten in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Aufarbeitung der historischen Pläne und die Bepflanzung. Einen weiteren Beitrag leisten die Freunde und Förderer des egapaks. Unter ihnen Wolfgang Kautz, ein ehemaliger Mitarbeiter von Karl Foerster.

Kautz orientierte sich an den weisen Worten des Mentors, beschäftigte sich wie er mit Rittersporn und ist heute einer von sehr wenigen Gärtnern im deutschsprachigen Raum, die mit der Pflanze wirklich vertraut sind. Für die 100 Setzlinge im oberen Teil des Gartens verwendete er so berühmte Spornarten wie "Lanzenträger", "Augenweide", "Ballkleid" oder "Nachtwandler". Sechs große Kisten Pferdemist - mehr als 200 Kilogramm - hat Wolfgang Kautz für die Pflanzung eingebracht, um den Boden aufzubereiten.

Mitarbeit an der Sanierung dieses Gartens leisten auch die Jugendbauhütten aus Brandenburg und Thüringen im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres, die Karl-Foerster Stiftung und die Stiftung Historische Gärten mit Sortenabgleichen zu Foersterzüchtungen von Phlox, Astern und Astilben, zu Sonnenbraut und Gräsern. Das Deutsche Gartenbaumuseum hilft bei der Ausgestaltung des Pavillons mit Themen/Ausstellungswerken zur Person und den Züchtungserfolgen des großen Pflanzenkenners. Wer von den Erfahrungen an diesem Projekt profitieren möchte, kann sich an Chris Lange, den Betriebsleiter des egaparks wenden.

Abb. 5: Als klassischer Park der Nachkriegsmoderne bietet der egapark auch viel Kunst im grünen Freiraum, es lohnt sich, einen Rundgang auch unter diesem Aspekt zu starten. Foto: DBG

Abb 6: 64 Irissorten, davon 21 historische aus der bekannten Zucht des Erfurter Dr. Alexander Steffen werden im Irisgarten präsentiert. Ein modernes Wassermanagement sorgt dafür, das Staunässe vermieden wird. Begleitstauden und Blumen lassen den Garten auch nach der Blüte attraktiv wirken. Foto: Accent

Ein Irisgarten auf 7000 Quadratmetern

Im egapark sind aber noch mehr Flächen, die über Jahre brach lagen, erneuert worden. So können sich Besucher auf einen restaurierten 7000 Quadratmeter großen Irisgarten freuen, der in Hanglage historische und neue Irissorten zeigen wird. Entstanden ist er 1965 als einer der vielen ausgefallenen Themengärten - vier Jahre nach der Internationalen Gartenausstellung (iga 61) nahe dem ehemaligen Südeingang.

Die Entwürfe für die Anlage von Gerhard Stefke und Reinhold Lingner gehen bereits auf das Jahr 1961 zurück. Seine Prägung erhielt der Garten durch Gestaltungselemente der 70er-Jahre der DDR Moderne, die behutsam in die Neugestaltung einbezogen wurden. Stützmauern aus Waschbeton fangen das Gelände am Hang ab und unterteilen es in Sorten- und Anwendungsbeete. Ein seitlicher Treppenweg und ein bis zu 12 Prozent steiler Rampenweg auf der anderen Seite führen vom ehemaligen Südeingang durch den Irisgarten hinauf in Richtung Parkmitte. Künftig wird eine stufenlose Wegführung vom Südeingang in den Irisgarten diesen Bereich für alle Besucher zugänglich machen. Der Südeingang mit dem ehemaligen Kassenhäuschen wurde saniert und ist zur BUGA ein Eingang mit Drehtür für Inhaber von Dauerkarten.

In den vergangenen Jahren kennzeichnete zunehmende Baufälligkeit den einstigen Parkgarten. Da auch der Südeingang geschlossen war, kamen nur noch wenige Besucher in das einstige vorzeigbare Areal. Der Irisgarten ist ein gartenhistorisches Zeitzeugnis und von städtebaulicher Bedeutung. Im Erfurter Grünsystem stellt der Irisgarten mit dem Südeingang die einzige südöstliche Verbindung zwischen dem egapark und den angrenzenden öffentlichen Parkanlagen Dendrologischer Garten, Luisenpark und Dreibrunnenpark dar.

Insofern war der Ansatz der Widerbelebung richtig, doch die Bauarbeiten zogen sich hin, denn die Schwierigkeit bestand darin, dass man Rücksicht auf Auflagen des Denkmalschutzes zu nehmen hatte. Daher konnte auch keine Barrierefreiheit gewährleistet werden, aber die Planer haben es geschafft, einen stufenlosen Zugang zu gestalten. Und in Hanglage zusätzlich 25 Höhenmeter mit der Restauration einer alten Treppenanlage zu überwinden. Es ist außerdem gelungen, den Wasserverbrauch des neuen/alten Gartens zu reduzieren: die komplette Oberflächenentwässerung ist nicht an einen Abwasserkanal angeschlossen. Wenn es regnet, wird das überschüssige Wasser von der einen auf die nächste Terrasse über eine Retentionsfläche entwässert.

Auf der oberen Terrasse ist jeweils eine Regenrinne, in der sich das Oberflächenwasser bei Regen sammelt. Über ein in die Erde verlegtes Rohr wird es dann auf die nächste tiefere Terrasse geleitet. Das Abschwämmen des Substrates bei Starkregen vermeiden größere Travertinsteine in der Nähe der Ausläufe.

Ein modernes Wassermanagement ist auch hier ein bestimmendes Thema für die zukunftsweisende Parkbewirtschaftung. Seit einigen Jahren regnet es in Erfurt über das Jahr verteilt sehr wenig. Daher wurde die Pflanzung im Irisgarten mit trockenheitsresistenten Pflanzen geplant, die nur in der Anwachsphase zwei- bis dreimal gewässert werden. Damit das Anwachsen gelingt, spielt durchlässiger Boden eine wichtige Rolle. Die Erfurter Gärtner verwendeten Kalkerde aus Herbsleben/Thüringen. Kalkerde ist generell ein gutes Staudensubstrat, weil sie Regen abführt. Und die Drainage ist für die Iris wichtig.

Abb. 7 Der Irisgarten ist ein gartenhistorisches Zeitzeugnis von städtebaulicher Bedeutung. Er stellt die südöstliche Verbindung zwischen dem egapark und den angrenzenden öffentlichen Parkanlagen dar. Eine stufenlose Wegführung wird den Südeingang in den Park über den Irisgarten zugänglich machen. Foto: BUGA Erfurt 2021

Abb. 8: Die Visualisierung deutet es schon an: Im Karl-Foerster-Garten, der mit der BUGA restauriert wird, soll eine seiner Lieblingsrittersporne, "Augenweide", blühen. Doch nicht allein: rund 100 Rittersporne vieler weiterer Sorten bespielen den terrassierten Garten. Foto: BUGA Erfurt 2021

Welche historischen Sorten, welche modernen?

64 Irissorten können künftig hier bewundert werden, in Sortenbeeten als Gegenüberstellung oder in Anwendungsbeeten in Kombination mit Stauden. Das Pflanzkonzept ist bewusst einfach gehalten. Die eingesetzten Pflanzen sind so gewählt, das über die ganze Gartensaison etwas blüht. Von den 38 historischen Sorten aus dem Bestand kommen 21 aus der Züchtung von Dr. Alexander Steffen. Steffen arbeitete eng mit der Erfurter Firma F.C. Heinemann zusammen, die seine Neuzüchtungen in den Handel brachte. Die Firma Heinemann wurde 1848 in Erfurt gegründet und war bis 1972 zur endgültigen Verstaatlichung tätig. Sie trug maßgeblich zum internationalen Ruf Erfurts als Blumenstadt bei. "Lebensfreude", "Frau Musica", "Hochspannung", "Pfingstgruß" oder "Weißes Segel" - die Irissorten im neu gestalteten Irisgarten des BUGA Parks tragen klangvolle Namen.

Als Alexander Steffen 1952 verstarb, waren schon 38 seiner Iriszüchtungen im Handel. Neun weitere Iris wurden drei Jahre nach seinem Tod unter seinem Namen in den Handel gebracht und registriert. Den Bestand hat man vor dem Umbau geborgen und danach wieder aufgepflanzt. Zusätzlich zu diesen Züchtungen haben die Mitarbeiter des egaparks mit dem Netzwerk Pflanzensammlungen nach weiteren historischen Sorten recherchiert. Das Netzwerk Pflanzensammlungen wird nach der BUGA alle gepflanzten Iris katalogisieren - wie sie dies auch mit den Stauden im Karl-Foerster-Garten tun und mit den Fuchsien.

Eine nachhaltige Geschichte: Gemeinsam will man alte Irissorten weiterzüchten und bei Interesse Botanischen Gärten, Parks und Gartenliebhabern verkaufen. Wie sah die Finanzierung des Irisgartens aus? Fördermittel des Bundes und des Freistaates in Höhe von 861 400 Euro standen für die denkmalgerechte Sanierung zur Verfügung. Die infrastrukturellen Arbeiten wurden mit 796 621 Euro gefördert. Die gesamten Sanierungskosten belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. Die Berichterstattung über Neuanlagen, die zur BUGA im Park entstanden sind, wird fortgeführt.


Iris-Recherche über das Netzwerk Pflanzensammlungen

Der egapark arbeitet eng mit dem Netzwerk Pflanzensammlungen zusammen. Dort werden private Pflanzensammlungen zusammengeführt. Pflanzen werden getauscht oder zur Verfügung gestellt. Die Dokumentation der Vielfalt der genetischen Ressourcen in Deutschland und das Bündeln von Informationen sind dabei Schwerpunkte. Zudem wird im Falle der Gefährdung einer Pflanzensammlung die Suche nach Patenschaften unterstützt, um die Sammlung dauerhaft zu bewahren. Mehr als 370 Pflanzensammler sind auf der Webseite des Netzwerks registriert und über 160 Sammlungen mit mehr als 46 000 Akzessionen werden dokumentiert. www.netzwerkpflanzensammlungen.de.


Zum Namensgeber des Gartens: Dr. Alexander Steffen

Der Iriszüchter Dr. Alexander Steffen wurde am 24. November 1871 in Pommern geboren. Seine Lehrzeit absolvierte er zusammen mit Karl Foerster in Schwerin. 1922 berief man ihn zum Direktor der Staatl. Versuchs- und Beispielsgärtnerei in Pillnitz. Steffen arbeitete eng mit der Fa. F.C. Heinemann zusammen, die seine Neuzüchtungen in den Handel brachte. Die Firma Heinemann wurde 1848 in Erfurt gegründet und war hier bis 1972 zur endgültigen Verstaatlichung tätig. Sie trug maßgeblich zum internationalen Ruf Erfurts als Blumenstadt bei. Dr. Alexander Steffen verstarb am 11. Sep. 1952. Zu diesem Zeitpunkt waren schon 38 seiner Iriszüchtungen im Handel. Neun weitere Iris wurden drei Jahre nach seinem Tod unter seinem Namen in den Handel gebracht und registriert.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2021 .

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