Erfurt

Ergebnisse der Bürgerbefragung zu hitze-anpassenden Maßnahmen

Hitze Stadtklima
Erfurter*innen möchten am Leipziger Platz mehr verschattete Sitzgelegenheiten, eine veränderte Wegeführung und zusätzliche Blumenbeete, um Hitze abzumildern. Foto: Michael Sander, eigenes Werk, Wikipedia, CC BY-SA 3.0

"Platz nehmen - auch bei Hitze" - unter diesem Motto wurden im August 2020 Maßnahmen zur hitze-angepassten Umgestaltung des Leipziger Platzes erprobt und aktiv durch die Erfurterinnen und Erfurter getestet. Ziel der Intervention war es, die Meinungen der Bewohnerinnen und Bewohner zu diesen Veränderungen zu erfahren. Nun hat das Institut für Stadtforschung der Fachhochschule Erfurt (ISP) gemeinsam mit dem Umweltamt der Landeshauptstadt Erfurt die Ergebnisse vorgelegt, die auf der Befragung von insgesamt 900 Bewohnerinnen und Bewohner beruhen.

Die Aktion fand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes "HeatResilientCity" statt. In der umfangreichen Online-Befragung gaben die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Einschätzungen zu den am Leipziger Platz erprobten Maßnahmen wie verschatteten Sitzgelegenheiten und einer veränderten Wegführung kund. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass weitere Schattenplätze gewünscht werden, die sich um den zentralen Brunnen gruppieren. Auch auf Blumen und Gräserpflanzungen wird Wert gelegt.

Mit einer Oberflächentemperatur von 30 bis 50 Grad Celsius auf Wegen und verdorrten Rassenflächen, auch an normalen Hitzetagen, können sich bestimmte Orte sehr stark aufheizen und beeinträchtigen damit die Lebensqualität der gesamten Bewohnerschaft. Diese, auf dem Leipziger Platz gemessenen Temperaturen, stehen exemplarisch und symptomatisch für viele urbane Räume.

Der Bericht informiert zudem darüber, wie Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden und den ebenso unter dem zunehmenden Hitzestress leidenden Erfurter Stadtbäumen helfen können. Weitere Informationen unter heatresilientcity.de/ergebnisse beziehungsweise heatresilientcity.de.

Hintergrund: Das Projekt "HeatResilientCity" (Hitzeresiliente Stadt- und Quartiersentwicklung in Großstädten am Beispiel von Dresden und Erfurt) ist bereits seit 2017 aktiv. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt als Vorhaben der "Leitinitiative Zukunftsstadt" im Themenbereich "Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region". Für die Laufzeit bis Januar 2021 erhalten die Projektpartner insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Wissenschaftliche Ansprechpartner an der Fachhochschule Erfurt: Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt, Professorin Dr.-Ing. Heidi Sinning, 01 73/2 60 90 51, isp@fh-erfurt.de, Kontakt bei der Landeshauptstadt Erfurt: Umwelt- und Naturschutzamt, Dipl.-Ing. Guido Spohr, Tel. 03 61/6 55 26 17, sommerhitze@erfurt.de

Weitere Informationen: heatresilientcity.de und heatresilientcity.de/ergebnisse

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