Herbert Heise-Stiftung

Aktuelle Förderprojekte

DGGL Nachwuchsförderung
Gebäude in der Wekerle-Siedlung in Budapest-Kispest, einem bedeutenden Architekturensemble der europäischen Gartenstadt-Bewegung am südöstlichen Stadtrand. Abb.: Michael Goecke

Die Herbert Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur in der DGGL fördert seit einer Reihe von Jahren Projekte von Landschaftsarchitektur-Studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Wissenschafts- und Forschungscampus mit einem namhaften Betrag. Der Landschaftsarchitekt Herbert Heise ist Weihenstephan besonders verbunden, da er hier einst bei Ulrich Wolf (1902-1967) und Richard Hansen (1912-2001) an der damaligen Staatlichen Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau studiert hat.

Freising an der Isar, kulturelles Zentrum Altbayerns, ist die älteste Stadt zwischen Regensburg und Bozen. Nach der Säkularisation im Jahre 1803 wurden hier auf dem Weihenstephaner Berg in den Gebäuden der ehemaligen Benediktinerabtei Weihenstephan staatliche Lehranstalten eingerichtet.

Im Jahr 2011 wurde eine Exkursion mit 30 Studierenden nach Wien und Budapest gefördert. Ein wesentliches Ziel der Exkursion war es, an den Beispielen Schlosspark Belvedere, Schlosspark Schönbrunn, Anlagen der Ringstraße und Zentralfriedhof in Wien sowie der Wekerle-Gartenstadt-Siedlung in Budapest darzustellen, wie diese historischen Anlagen im Rahmen der Gartendenkmalpflege durch Konservieren, Restaurieren und im Einzelfall auch Rekonstruieren erhalten und wieder instand gesetzt werden können.

Ein besonderer Höhepunkt war die Erkundung der Wekerle-Siedlung in Budapest-Kispest, einem bedeutenden Architekturensemble der europäischen Gartenstadt-Bewegung am südöstlichen Stadtrand. Der derzeitige Zustand im gesamten Siedlungsbereich erfordert dringend sowohl an den Gebäuden als auch im Freiraum Pflege- und Instandsetzungsmaßnahmen, die auf der Grundlage einer denkmalpflegerischen Zielvorstellung und eines Parkpflegewerkes für das gesamte Ensemble durchgeführt werden sollten.

Im Weihenstephaner Sichtungsgarten der traditionsreichen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wurde im Frühjahr 2012 die pflanzliche Wiederinstandsetzung einer im Laufe von Jahrzehnten verwachsenen Nadelholz-Partie, dem sogenannten Zedern-Quartier, mit Gehölzen, Stauden und Gräsern durchgeführt. Diese Maßnahme wurde ebenfalls unterstützt. Der im Südosten des Gartens gelegene Bereich wurde von Prof. Dr. Richard Hansen als Demonstrations- und Schaufläche für Studierende konzipiert.

Am 10. Juli 2012, am dem sich der Geburtstag von Prof. Hansen zum hundertsten Mal jährte, wurde mit der Aufstellung einer Porträtbüste am Eingang an den Gründer des Sichtungsgartens erinnert. Der Freundeskreis Weihenstephaner Gärten e. V. erläutert in seinem Informationsflyer, dass der sieben Hektar große Lehr-, Versuchs- und Schaugarten, 1947 von Richard Hansen gegründet, heute einen neuen Gartentyp verkörpert, der Ökologie, Pflege und Ästhetik von Pflanzengemeinschaften vereint.

Im Jahre 2013 wurde eine einwöchige studentische Exkursion mit 35 Teilnehmern in die Freie und Hansestadt Hamburg unterstützt. Themenschwerpunkte waren neben der igs und IBA die HafenCity als größtes Städtebau-Projekt Europas, der Hamburger Stadtpark als beispielgebender Volkspark vom Beginn des 20. Jahrhunderts, der Ohlsdorfer Friedhof als größter Parkfriedhof der Welt mit neuen Bestattungsformen sowie Naturschutz in der Großstadt am Beispiel der Fischbeker Heide im Hamburger Süden. Und es wird - auch in Zeiten von Laptop und CAD - besonderer Wert auf Zeichnen im Freien gelegt, um durch genaue Beobachtung und inten-sive Beschäftigung mit einem Motiv die gestalterischen Fähigkeiten zu fördern.

Prof. Dr. Michael Goecke

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