IGA Berlin und Gärten der Welt

Erneuter Vandalismus und Drohungen im Kienbergpark

IGA Berlin 2017 Bundesgartenschauen
Der Weinberg auf dem Kienberg vom ehemaligen IGA-Gelände Berlin wurde komplett zerstört. Foto: Grün Berlin

Am 30. Januar ist es zum wiederholten Mal in diesem Jahr zu Vandalismus im Kienbergpark gekommen, der zum ehemaligen Gelände der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 gehörte. Der komplette Weinberg wurde zerstört. Alle Weinpflanzen wurden einzeln abgebrochen und die Weinpfähle aus dem Boden gerissen. Der Schaden liegt hier bei 6000 Euro.

Der 400 Quadratmeter große Weinberg wurde im Zuge der Internationalen Gartenausstellung 2017 (IGA) vom Berliner Verein Mosaik e. V. bepflanzt. Stellvertretend für die dreizehn deutschen Weinbaugebiete legten die Gärtner der Mosaik-Werkstätten mit Unterstützung des Deutschen Weininstituts den Weinberg an und pflanzten symbolisch dreizehn landestypische Rebsorten. Mosaik e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten Leben zu führen. Der Verein hat bereits beim Wiederaufbau und der Rekultivierung des Königlichen Weinbergs im Potsdamer Park Sanssouci mitgearbeitet.

Zusätzlich bedrohen unbekannte Täter mit eindeutigen Botschaften die im Kienbergpark lebenden Schafe, Pferde und Kühe - heimische Nutztiere, die vom Aussterben bedroht sind und im "Arche-Park" des Kienbergs ein Zuhause gefunden haben.

"Der offensichtlich gezielte, wiederholte Vandalismus im Kienbergpark trifft uns hart. Die Zerstörung Hunderter Weinpflanzen und die Todesdrohungen gegen seltene Tiere zeigen die Skrupellosigkeit der Täter", so ein Sprecher des Unternehmens Grün Berlin. "Wir stehen im Austausch mit der Kriminalpolizei, die sich um die schnelle Aufklärung der Fälle bemüht". Das Team des Kienbergparks wird die Schäden so schnell wie möglich beheben und den durch Steuermittel finanzierten öffentlichen Park und seine Angebote wieder instand setzen.

Leider wurde der Kienbergpark nicht zum ersten Mal Opfer von Vandalismus und mutwilliger Zerstörung. Seit Anfang 2018 kommt es immer wieder zu Vorfällen, die der Polizei gemeldet werden. Die Schäden beliefen sich bereits auf mehr als 15.000 Euro. Für den im Rahmen der IGA fertiggestellten, 60Hektar großen Kienbergpark gibt es einen mit Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen abgestimmten Pflege- und Entwicklungsplan.

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