Jubiläum

Lorenz von Ehren Baumschule feierte 150-jähriges Bestehen

Personen im GaLaBau Baumschulen
1865 gründete Johannes von Ehren die erste Baumschule. Heute hat das Unternehmen 160 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro. Foto: Lorenz von Ehren

Mit vier Festtagen feierte das Traditionsunternehmen, die Baumschule Lorenz von Ehren, ihr 150-jähriges Jubiläum. Zu einem Symposium, der Verleihung des Europäischen Gartenpreises, einem Gala-Dinner, einem Aktions- und Erlebnistag sowie einem abschließenden Gottesdienst lud die Familie von Ehren ein. Mehr als 1000 Kunden aus dem In- und Ausland kamen vom 03.-06. September nach Hamburg.

Firmenbegründer war 1865 Johannes von Ehren (1832-1906). Heute, in fünfter Generation und mit Bernhard von Ehren als Geschäftsführer, erwirtschaftet das Unternehmen mit 160 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro. Die Baumschule liefert nicht nur 1000 verschiedene Arten und Sorten. Die Pflanzen werden auch in 8000 verschiedenen Formen und Größen angeboten. Mit den drei Standorten Hamburg-Harburg, Bad Zwischenahn und Rellingen verfügt die Baumschule über eine Fläche von mehr als 550 Hektar. Bis nach Osteuropa und Russland, Großbritannien, Frankreich und in die Alpenländer werden Bäume exportiert.

"Eine besondere Herausforderung sind heute die eingewanderten Schaderreger sowie der Klimawandel", erläuterte Bernhard von Ehren. Straßenbäume müssten erheblichen Belastungen gewachsen sein. Welche Bäume dies am besten leisteten, würde derzeit in einem dreijährigen Testverfahren in Hamburg erforscht. "Das Motto billig-billig ist unter diesen Bedingungen auf jeden Fall nicht aufrechtzuerhalten", betonte von Ehren. Vielmehr müsste eine hohe Qualität der Bäume die Maxime sein.

Welche Bäume in den von ihnen gestalteten Parks und Gärten Verwendung fanden, präsentierten die Referenten und Gartengestalter des Symposiums, Saki Kosugi aus Tokio, Peter Wirtz aus Belgien, Christopher Bradley-Hole, London sowie Ralf Günter Voss, Vogt Landschaftsarchitekten aus Zürich. Prof. Dr. Dirk Dujesiefken erläuterte Methoden des Baumschnitts mit unterschiedlichen Lichthöhen.

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Saki Kosugi entwirft als Präsident einer bereits 300-jährigen Baumschule weltweit Japanische Gärten und berichtete von Seminaren, in denen er den Bonsai-Schnitt an Nadelbäumen lehrt. Zudem schilderte er die Realisierung eines Japanischen Gartens in Bahrain. Christopher Bradley-Hole gab Einblick in seine Designmethoden. Er nimmt in seinen Gartenentwürfen vorhandene Formen der Architektur und Landschaft auf, abstrahiert sie und findet so neue gestalterische Formen. Insbesondere Quadrate und Rechtecke werden von ihm häufig als Stilmittel verwendet.

Das Markenzeichen von Peter Wirtz sind wolkenförmige, häufig aus Bux geschnittene Hecken, die im Winter mit Raureif überzogen wie Mauerwerk wirken. Zu sehen sind sie etwa im Alnwick Garden in Norththumberland. Ralf Günter Voss arbeitet hingegen gern mit den Gegensätzen Natur und gebaute Umwelt, wie etwa im ehemaligen Fußballstadion von FC Arsenal in London. Es wurde in ein Apartmentwohnungen-Komplex umgestaltet, deren Außenanlagen Vogt Landschaftsarchitekten gestaltet haben.

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