Sauerland

Ausgewilderte Wisente

Tourismus Sonstiges
2013 wurde im nordrhein-westfälischen Rothaargebirge eine achtköpfige Wisentherde ausgewildert. Foto: Wisent-Welt-Wittgenstein e.V.

2013 wurde im nordrhein-westfälischen Rothaargebirge eine achtköpfige Wisentherde ausgewildert. Damit leben nun erstmals seit einem halben Jahrtausend wieder Wisente frei auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Bei dem Wisent-Welt-Wittenstein Verein, der das Projekt betreut, ist von Anfang an Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland Tourismus dabei. Als das Wisent-Projekt in der ganz frühen Phase erst nur im Kopf einiger Idealisten stattfand, war Thomas Weber schon dabei. So bei einer der ersten Exkursionen in das polnische Bialowieza zu den dort frei lebenden Riesen.

Seit sechs Jahren arbeitet Thomas Weber als Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. Davor war er verantwortlich für den Tourismus in Schmallenberg und damit zugleich langjähriger Nachbar und Partner von Bad Berleburg. Ein Datum ist ihm wichtig: "Vor 15 Jahren haben wir den Rothaarsteig eröffnet. Das war von vornherein ein Gemeinschaftsprojekt, etwas bis dahin ganz Ungewöhnliches, weil man so eine Zusammenarbeit zwischen den Regionen so intensiv nicht kannte."

Thomas Weber setzt auf das Gemeinsame, auf das Verbindende. Er betont: "Durch den Rothaarsteig mit seinen Zu- und Rundwegen, dem Waldskulpturenweg zwischen Bad Berleburg und Schmallenberg und durch das Wisent-Projekt hat sich die Grenze zwischen den Landkreisen touristisch längst aufgelöst.

Die Wisente haben dieser Entwicklung einen wichtigen Baustein hinzugefügt. Thomas Weber sagt: "Eine starke Landschaft braucht, wenn möglich, auch ein starkes Wappentier. Das macht man nicht mit Feldhamstern. Die Wisente sind deshalb eine einmalige Chance."

Mit dem Wisent-Projekt werden eine gute öffentliche Infrastruktur und viele private Initiativen unterstützt. Das helfe der Region auf beiden Seiten des Rothaarsteigs noch etwas Emotionalisierendes hinzuzufügen - denn ganz so leicht ist es für das Mittelgebirge nicht, der Konkurrenz etwas Profiliertes entgegen zu setzen.

Thomas Weber stellt fest: "Insgesamt ist eine gemeinsame attraktive Region neu im Entstehen, die langfristig Bestand hat. Es geht um Nachhaltiges, mit dem auf das Ruhebedürfnis der Menschen eingegangen wird. Da sind die Wisente, diese ruhigen Tiere, etwas ganz Wesentliches und Beständiges." Der Tourismusexperte appelliert deshalb: "Wir sollten alles dafür tun, dass die Schwierigkeiten des Wisent-Projektes durch guten gemeinsamen Sportsgeist und regionales Miteinander überwunden werden."

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