Seebrücke Koserow

Licht als Baustein der Architektur

Mit der 2021 eröffneten Seebrücke im Ostseebad Koserow auf Usedom haben nicht nur die Architekten, sondern auch der Hersteller der Leuchttechnik dafür gesorgt, dass ein neuer Anziehungspunkt für Touristen wie Einheimische entstanden ist, der 24 Stunden täglich gut aussieht.
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Die neue Seebrücke von Koserow ragt in Wellenform in die Ostsee und ist auch nachts ein Blickfang. Foto: dot-spot

Der zu den sogenannten Bernsteinbädern zählende Ort Koserow, mittig auf Usedom gelegen, hatte in der Vergangenheit nicht viel Glück mit seinen Seebrücken. Die erste überstand in den 1940er Jahren einen besonders harten Winter nicht. Ein Neubau von 1993 wurde schon zwei Jahre später durch einen Sturm schwer beschädigt. Obwohl die Brücke wiederaufgebaut wurde, musste sie 2013 aufgrund schwerer Baumängel schließen: Sie war schlicht nicht hoch genug, um während eines Sturms ausreichenden Schutz gegen hohe Wellen zu bieten.

Vieles spricht dafür, dass die jetzige, 2021 eingeweihte Seebrücke endlich ein Glücksfall für Koserow werden könnte. Die im Auftrag der Gemeinde nach einem Entwurf von b&o Ingenieure aus Hamburg errichtete Brücke verfügt über eine außergewöhnliche Architektur. Auf 67 Pfeilern errichtet schlängelt sich die wellenförmige Konstruktion in die Ostsee hinein.

Durch die gegenüber ihren Vorgängern höhere Lage soll sie besser vor Seegang geschützt sein. Am Ende der Brücke bietet die großzügige Plattform Raum zum Verweilen und für kleinere Kulturveranstaltungen. Es gibt eine Wein- und Cocktailbar, aber auch Bänke bishin zu Strandkorb-Drehsesseln, um einfach nur die Aussicht oder den besonders sehenswerten Sonnenuntergang zu genießen.

Doch nicht nur die ansprechende Wellenform der komplett barrierefreien Seebrücke macht diese zu einem Anziehungspunkt und beliebten Fotomotiv. Sie ist auch ein Beispiel dafür, wie Licht zum essentiellen Baustein der Architektur werden und gleichzeitig funktionale wie gestalterische Aufgaben übernehmen kann. Mehr als ein Kilometer LED-Lichtlinien der Serie slimlux flex des fränkischen Leuchtenherstellers dot-spot zeichnen in einer Sonderausführung sowohl die geschwungene Form der 280 Meter langen Brücke als auch die Geraden der Sitz- und Liegeelemente auf der Aussichtsplattform am Ende nach.

Das Unternehmen dot-spot aus Schwarzenbruck entwickelt, fertigt und vertreibt Garten- und Objektleuchten sowie Akzentlichtpunkte für anspruchsvolle Projekte im Garten- und Landschaftsbau, in der Innen- und Außenarchitektur, im Yacht- und Schiffbau sowie im Eventbereich.

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Die Sitz- und Liegeelemente werden teils direkt, teils indirekt beleuchtet. Foto: dot-spot

Auf der Seebrücke Koserow beleuchten die Lichtlinien aus einer Nut im Handlauf heraus indirekt die Wege und geben Sicherheit beim Flanieren. In den mehrstufigen Sitz- und Liegeelementen am Brückenkopf leuchten die eingelassenen Lichtlinien indirekt die einzelnen Ebenen aus. Ähnliche Technik und ein Konzept, das bei der Gestaltung dem Licht einen hohen Stellenwert beimisst, sind auch in Parks und anderen öffentlichen Anlagen in Städten denkbar.

Der Anspruch an die Technik ist an der See allerdings besonders hoch. Alle Elemente, sowohl die Lichtlinie selbst als auch die Kabel, Kabelverbindungen und Betriebsgeräte müssen dauerhaft allen widrigen Wetterbedingungen trotzen. Eine hohe Schutzart von IP67 sowie eine Salzwasserresistenz sind hier unabdingbare Voraussetzung für den Einsatz der Lichtlösung. Ein weiteres Erfordernis ist die Vandalismussicherheit. Hier schützt die Kombination aus der Bauart der Lichtlinie sowie der Art der Installation vor möglicher Beschädigung oder Zerstörung.

Die Ästhetik der Seebrücke Koserow ist also nicht nur am Tag erlebbar – auch bei nächtlichen Besuchen können die Formen nachvollzogen werden. Mit ihrem Bau hat das Ostseebad zweifellos einen weiteren Grund für einen Besuch geschaffen. Schließlich ist die Seebrücke nicht nur ein schöner Anblick und ein Fotomotiv, sondern wie andere derartige Bauwerke auch ein beliebter Treffpunkt. Dafür wurden hier genügend Sitz- und Verweilmöglichkeiten geschaffen.

Eine weitere Attraktion der Seebrücke Koserow ist der auf der großen Plattform am Ende gelegene fünf Meter hohe Glockenturm, in dessen Stahlkonstruktion ebenfalls die Lichtlinie slimlux flex von dot-spot eingearbeitet wurde. Der Turm erinnert an die versunkene Stadt Vineta. Der Legende nach soll das Atlantis des Nordens direkt vor Koserow gelegen haben. Jeden Mittwoch um 16 Uhr läuten die Glocken des Turms und die Sage um die versunkene Stadt wird erzählt.

Am Kopf der Seebrücke starten in den Sommermonaten auch Fahrgastschiffe und nehmen die Passagiere mit zu den Dreikaiserbädern, nach Swinemünde und Zinnowitz. Nicht, dass es nötig wäre, Koserow zu entfliehen. Auch in der 1700-Seelen-Gemeinde, in der sich während der Saison selbstverständlich deutlich mehr Menschen tummeln, gibt es nicht nur am Strand einiges zu erleben.

Am Rand des Ortes liegt Karls Erlebnis-Dorf, das zu den besucherstärksten Attraktionen Usedoms zählt. Früher produzierte die Familie der Eigentümer von inzwischen fünf Freizeitparks tatsächlich hauptsächlich Erdbeeren, heute gibt es in den "Erlebnis-Dörfern" neben Hofläden auch Restaurants, Fahrgeschäfte, Ponyreiten und andere Attraktionen, die sich hauptsächlich an Familien mit Kindern richten.

Zu den natürlichen Vorzügen Koserows gehört der etwa 20 Gehminuten von der Seebrücke entfernt gelegene Streckelsberg. Mit 58 Metern ist er eine für diese Gegend bedeutende Erhebung, die inzwischen auch wieder komplett bewaldet ist, was dem Küstenschutz zugutekommt.

In der Nähe von Koserow liegt außerdem die mit 300 Metern schmalste Inselstelle von Usedom. Im Dorf selber gehört die Kirche aus dem 13. Jahrhundert zu den ältesten Gotteshäusern der Insel. In ihr finden neben Gottesdiensten auch andere Veranstaltungen statt.

dot-spot/nt

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