Zur Würdigung eines der erfolgreichsten Gartenarchitekten Berlins

Neunzig Jahre Paul-Heinz Gischow

von:
Gartenarchitektur Landschaftsarchitektur
1 1962 – Planausschnitt, Plan vom 04.09.1962, GSW Großsiedlung Teichstraße, Berlin Reinickendorf, I. BA. Das Projekt hatte Gischow als freischaffender Landschaftsarchitekt begonnen und ab 1963 als Angestellter der GSW, als Leiter der Planungsabteilung für Grünflächen, weiter bearbeitet. Abbildung: Bidarchiv G+P

In einer Zeit, in der sich eine Krankheit in die kleinsten Winkel des Privatlebens der Menschen einschleicht und sie an gewohntem Lebenswandel hindert, erscheinen viele Dinge plötzlich unwichtig. Großartigen Fachleuten auf allen Gebieten, die in den letzten zwei Jahren in den Ruhestand gegangen sind, ist dadurch die übliche öffentliche Betrachtung ihres Wirkens, die Danksagung an ihren Einsatz und die Würdigung ihrer Werke verwehrt geblieben oder unangemessen gering ausgefallen. Dazu gehören auch die Garten- und Landschaftsarchitekten mit sogenannten runden Geburtstagen.

Am 25. Dezember 2021 feierte Paul-Heinz-Gischow seinen 90. Geburtstag. Er war seit den 1960er Jahren wohl der bekannteste und erfolgreichste Gartenarchitekt Berlins und arbeitete ziemlich genau ein halbes Jahrhundert (1955-2007) an einer Vielzahl bedeutender Projekte in Berlin und im weiteren Bundesgebiet.

Der Anfang

Gischows Familie stammt aus Mecklenburg, wo sein Vater Paul in Gischowhof bei Wulkenzin/Mecklenburg 1899 geboren wurde. Seine Mutter kam aus Gramelow/Mecklenburg. Nach der Hochzeit zog das Paar 1927 nach Berlin und wurde Mitglied der Baugenossenschaft IDEAL in Berlin-Britz. Hier, wo man inzwischen eine kleine Wohnung in der Rungiusstraße bezogen hatte, kam Paul-Heinz am 25.12.1931 zur Welt. Von Geburt an war Gischow durch die Tätigkeiten seiner Eltern in der Landwirtschaft und in Gartenkulturen sowie durch die Reisen zu den Verwandten in Mecklenburg mit der Natur verbunden und durch sie geprägt. Die Ausquartierung während der Bombenjahre in Berlin mit seiner Mutter aufs Land zählte ebenso zum Naturerleben wie ein Kleingarten in Britz, den der Vater urbar gemacht hatte und dessen Nutzung nach Kriegsende fortgesetzt wurde. Von 1938-1942 besuchte Gischow die Volksschule, danach die Oberschule bis 1948.

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2 Paul-Heinz Gischow und Jürgen Kleeberg vor der Pandemie. Foto: Bidarchiv G+P

Lehre, Studium, Familie

Nach erfolgreichem Abschluss der Oberschule begann Gischow eine Lehre bei der Firma August Noack in Berlin-Mariendorf, einem der damals größten Gartenbaubetriebe mit Blumen- und Zierpflanzenbau in Berlin, deutschlandweit bekannt geworden durch August Noack (1878-1945) mit seiner Rosentreiberei "Die gläserne Rosenstadt". Nach der Lehre folgte 1951-1953 das Studium an der "Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Berlin-Dahlem", der alten Gärtner-Lehranstalt, mit Abschluss als Gartenbautechniker der Fachrichtung "Gartengestaltung". Das Studium war finanziell nur durch den Erhalt eines Stipendiums zu realisieren, welches von zu bestehenden Prüfungen in den Semestern abhing. In diesen Jahren entstand der Kontakt zu Prof. Walter Rossow, der für Gischow zu einem Meilenstein in seiner beruflichen Weiterentwicklung wurde. Jedenfalls endete das Studium mit einer Abschlussnote, die es ihm ermöglichte, das Studium an der Fakultät für Landbau an der TU Berlin fortzusetzen. Dieses Studium finanzierte er als freier Mitarbeiter bei Regierungsbaumeister Friedrich Mellin. Am 06.11.1956 legte er erfolgreich die Diplomhauptprüfung ab. Gischow heiratete 1963 seine Frau Gerlinde, mit der er zwei Söhne hat. Das Durchhaltevermögen, auch in extrem angespannten beruflichen Situationen, verdankt Gischow sicher seiner disziplinierten sportlichen Betätigung, die er mit seiner Frau als erfolgreicher Turniertänzer aufgebaut hat und beiden auch heute noch eine enge Verbindung schafft.

Berufsleben

Bereits seit 1953 war Gischow als freier Mitarbeiter bei Mellin tätig, doch schon kurz nach Ende des Studiums an der TU 1956 wurde er 1957 bei der "AG für den Aufbau des Hansaviertels" in Berlin Tiergarten beschäftigt. Die AG sollte die Vorbereitung und die Begleitung der "Internationalen Bauausstellung Berlin 1957" bewerkstelligen und Gischow wurde die Zusammen- und Koordinierungsarbeit mit nationalen und internationalen Architekten, Ingenieuren und Landschaftsarchitekten übertragen. Zu denen gehörten die Landschaftsarchitekten Prof. Hertha Hammerbacher, Prof. Walter Rossow, Gustav Max Lüttge, Prof. Hermann Mattern, René Pechère (Belgien), Ernst Friedrich Cramer (Schweiz), Otto Valentin, Edvard Jacobson (Schweden), Pietro Porcinai (Italien), Wilhelm Ferdinand Hübotter und Søren Carl Sørensen (Dänemark). Nach Beendigung der Interbau wurde Gischow 1958 mit der Fertigstellung der Freianlagen des Hansaviertels im Entwurf und mit der Bauleitung beauftragt. Das war der Beginn seiner freischaffenden Tätigkeit als Garten- und Landschaftsarchitekt.

Die Zeit von 1961-1963 kann man als Findungsprozess betrachten der von sehr unterschiedlichen Erfahrungsebenen geprägt war. Für kurze Zeit übernahm er eine Stelle an der TU und veröffentlichte mehrere Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften. Gischow wurde 1962 in den Aufsichtsrat der Baugenossenschaft IDEAL gewählt, später als Mitglied und Vorsitzender des Bauausschusses, dem er fast 30 Jahre angehörte. Er führte in der Zeit zugleich ein kleines Büro mit zwei bis drei Mitarbeitern und festigte seinen Kontakt mit Rossow. Der Beginn seines unermüdlichen Schaffens begann aber mit einer Anstellung bei der GSW im Januar 1963. Die GSW war damals die größte Berliner Wohnungsbaugesellschaft mit rund 50.000 Wohnungen und nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der Rückübertragung des ehemaligen Besitzes im Ostteil der Stadt mit etwa 65.000 Wohnungen. Das städtische Unternehmen wurde 2004 vom Berliner Senat verkauft.

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3 1964 – Die John-Locke-Siedlung im Süden Berlins, war wie alle Großsiedlungen in West-Berlin, das Ergebnis der eingeschlossenen Lage dieser halben Stadt. Hier ist das Bestreben nach viel Freiraum für Kinder zu sehen und realisiert ein Gestaltungsduktus der Zeit, der sich am Rechteck orientiert. Foto: Bidarchiv G+P
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4 Bundesarzneimittel-Institut 1975–1983 geplant und vollendet. Vor dem Casino (li.) entstand der Garten mit Heilkräutern. Das Institut existiert nicht mehr und wurde 2001 nach Bonn verlegt. Foto: Bidarchiv G+P

Mit Eintritt bei der GSW erhielt Gischow die Genehmigung zur weiteren Führung seines Büros, in dem er ausschließlich Projekte abwickelte, die nichts mit der GSW zu tun hatten. Das Aufgabenfeld bei der GSW war ungemein vielseitig und erweiterte sich zusehends. Neubau und Sanierung waren die Hauptthemen dieser Zeit. Viele Berliner Wohnbaugesellschaften ließen ihre Freianlagenplanung mangels eigener Planungsabteilungen lange Zeit durch die Planungsabteilung der GSW, der Gischow nun vorstand, durchführen. Aber der Wiederaufbau der Stadt erforderte noch ganz andere Fähigkeiten. Mit den Großsiedlungen gingen einher Stadtplanung, Erschließung, Bauplanung, Finanzierung, Grundstückswesen, mit der "normalen" Arbeit Modernisierung, Instandsetzung und Bestandsmanagement. Dazu kamen die Erarbeitung von internen Planungsrichtlinien und Regelabläufen, die Personaldisposition und die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Bürgerbeteiligungen. Im letzten Drittel seiner Dienstzeit wurde ihm auch die Leitung der großen Bauabteilung der GSW übertragen, die er aufgrund seines enormen Erfahrungsschatzes, seines Organisationstalents und einer eisernen Arbeitsdisziplin erfolgreich mit hervorragenden Arbeitsergebnissen abschloss.

1967-1971 war Gischow als Nachfolger von Prof. Walter Rossow an der HfbK, der Hochschule für bildende Künste, als Lehrbeauftragter tätig. Die angebotene Professur nahm er zugunsten seiner praxisorientierten Arbeit nicht an.

Als ich das erste Mal mit meinem Freund Jörn Schneede das Büro von Paul-Heinz Gischow in der Friedrichstraße, nahe des damaligen Checkpoint Charlie, betrat, hatten wir gerade unser Studium an der "Gärtnerlehranstalt" in Berlin Dahlem als Ing. (grad.) Landespflege abgeschlossen und suchten nun eine Tätigkeit, die uns das Studium an der TU Berlin ermöglichte. Gischow hatte einen Aushang gemacht für "Aushilfsarbeiter". Was hatten wir zu bieten? Nichts! Gischow schien gelangweilt und erwachte erst wieder zum Leben als wir unseren letzten Trumpf präsentierten, von dem wir nicht ahnen konnten, dass es einer war. Unsere Ingenieurarbeit über Landschaftsplanung, damals ein ziemlich neues Gebiet. Ein Auftrag in Goch am Niederrhein für einen Landschaftsplan, den er gemeinsam mit Rossow innehatte, der aber bereits überfällig war und mangels Kenntnis noch nicht bearbeitet wurde, sicherte uns sofort die Anstellung. Wir waren gerettet und ich glaube Gischow, was den Auftrag anging, auch.

Das war 1972 und von diesem Tag an war ich mit Paul-Heinz Gischow verbunden. Das Büro zog schon nach kurzer Zeit in die Anhalter Straße 7 in Berlin Kreuzberg, ebenfalls nicht weit entfernt von der GSW, und noch einmal weiter in die Hagelberger Straße 8 in Kreuzberg. Nachdem wir erfolgreich das Projekt Stadtautobahnüberbauung Schlangenbader Straße in Berlin Wilmersdorf abgeschlossen hatten bot Gischow mir 1982 die Partnerschaft in seinem Büro an und seither firmierte das Büro als Gischow & Partner GBR. Es war auch der Augenblick, in dem sich Prof Walter Rossow aus den gemeinsamen Geschäften mit Gischow aus Altersgründen zurückzog.¹

Gischow schied 1996 nach 33 Dienstjahren aus der GSW aus, das heißt, ging nicht in den Ruhestand, sondern ließ sein Wissen und seine Kontakte noch weitere elf Jahre dem gemeinsamen Büro zugutekommen. Schon Ende der 1980er Jahre hatten wir mit Gernot Jung und Andreas Kipar Auslandsbüros als Jung & Partner und konnten hier ganz andere Erfahrungen in unsere Arbeit einfließen lassen, wie auch umgekehrt. Nach der sogenannten "Wende" haben wir eine Reihe von Spezialbüros gegründet, die sich ausschließlich mit bestimmten Themen beschäftigten, zum Beispiel die DAFAPLAN für Dach- und Fassadenbegrünung und das "Bestandsmanagement Freiraum" für Freianlagen an Wohnbauprojekten, die in eine ökologische Grünflächenpflege überführt werden sollten. Mit der Gründung der Berlin-Brandenburgischen Ingenieurgesellschaft GBR (BBIng) war dann der Höhepunkt dieser Entwicklung erreicht, die in den beiden beteiligten Büros einen Mitarbeiterstab von rd. 130 angestellten Architekten, Ingenieuren und Landschaftsarchitekten beschäftigten. Insgesamt war dieser Zeitraum eine innovative und fruchtbare Zeit für unsere gemeinsame Arbeit.

Wir beschlossen 2007, Gischow war jetzt 76 Jahr alt, die GBR zu schließen und das Büro als G+P Planungs-und Beratungsgesellschaft ohne Paul-Heinz Gischow weiterzuführen. Durch unsere Büros sind im Laufe der Jahrzehnte viele Persönlichkeiten gegangen, die inzwischen ihre Wirkung in der ganzen Welt verbreiten, hoffentlich zum Nutzen der Gartenkunst und der Menschen, die auf sie angewiesen sind.

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5 1975 Das Sanierungsgebiet der Degewo im Bezirk Wedding von Berlin war durch Sanierung von Altbauten und Neubauten geprägt, wie die hier gezeigte Anlage in der Graunstraße. Die Anlage liegt auf einer Tiefgarage, damals wohl die Größte der Stadt. Leider wurde sie durch Dichtungsschäden abgetragen und in anderer Weise erneuert. Mit dieser Anlage ist ein Stück der Sanierungsgeschichte Berlins verloren gegangen. Foto: Bidarchiv G+P
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6 1976 Brunnenanlage vor dem Rathaus Berlin-Neukölln. Die Planung beruhte auf eine Spende von Eternitteilen an den Bezirk Neukölln, aus denen dieser interessante Brunnen geformt wurde. Heute nicht mehr vorhanden. Foto: Bidarchiv G+P
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7 1986–1988 Die Gartenanlagen des Technischen Zentrum der damaligen Sparkasse Berlin-West blieben den Augen der Öffentlichkeit verborgen. Der Staudengarten auf dem Rechenzentrum war mit einer Pergola aus Cottaer Sandstein gefasst. Die Nutzung des Gebäudes hat sich geändert. Der Garten existiert so nicht mehr. Foto: Bidarchiv G+P
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8 Stadtautobahnüberbauung Schlangenbader Straße. Nordhof nach Norden gesehen um 2010. Foto: Bidarchiv G+P

Werke

Die Arbeit, die Paul-Heiz Gischow geleistet hat, ist zurzeit nur abzuschätzen und nicht wirklich überschaubar, aber lässt sich geschätzt an rund 500 Objekten, die durch ihn selbst oder unter seiner Leitung in der GSW und in seinem Büro geplant wurden, festmachen. Der Umfang der einzelnen Projekte reicht von Großsiedlungen bis zum Hausgarten. Um einen Eindruck zu gewinnen, seien hier einige genannt und ich habe dabei das breite Spektrum seines Schaffens in der Projektwahl berücksichtigt.

Bewusst habe ich auch das Bildmaterial auf die Fotos des Gewordenen konzentriert und weniger auf die Pläne. Denn wir alle wissen: Plan und Wirklichkeit haben nur dann etwas miteinander zu tun, wenn man weiß, was man tut, nämlich, wenn man seine Planlinien nicht nach den Maßstäben von imaginären Preisrichter ordnet, sondern nach den nutzbaren Inhalten und Ideen für die Menschen, welche manchmal Jahrzehnte mit ihrer Gartenanlage leben müssen. Dabei hat auch Gischow, wie wir alle, einen Wandel durchlebt, der sich aus dem sogenannten Zeitgeist speiste. Aber er hat an dem Punkt Halt gemacht, wo Zeitgeist geistlos wurde. Seine Planungen waren immer und nur den Menschen zugewandt, keine Gags, keinen Unsinn, keine Belanglosigkeiten im Denken und Handeln! - aber Kunst in der Gartenkunst, die ihn mit vielen Künstlern seiner Zeit verband.

Resumé

Ein Artikel ist zu kurz für ein so langes Leben und Wirken. Eine Schlussbetrachtung über das Leben und den Menschen Paul-Heinz Gischow abgeben zu wollen, kann nur fragmentarisch bleiben und sich auf die nach außen hin wirksamen Eigenschaften beziehen. Paul-Heinz hat es immer verstanden das Private auch privat zu erhalten.

Im Arbeitsleben wirkte seine fachliche Dominanz, die in einer selten zu beobachtenden Einheit mit bescheidenem Auftreten einherging. Seine Fähigkeit, unbekannte Dinge oder andere Meinungen zunächst einer differenzierten Betrachtung zu unterziehen, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, habe ich vielfach erlebt und bewundert. Die Intensität und Ausdauer, mit der sich Paul-Heinz auch den kleinsten Details widmen konnte, war, unter Berücksichtigung seines enormen Aufgabenfeldes, mehr als erstaunlich. Nicht zu vergessen auch sein Humor, selbst in angespannten Situationen. Neben der Flut der Aufgaben, die ihn stets umgaben, war er auch Preisrichter in Wettbewerbsverfahren oder Gutachter und Berater in Fragen des städtischen Wohngrüns. Gischow hat wohl mit allen in Berlin tätigen großen und bekannten Architekten zusammengearbeitet und sich auch in diesem Kollegenkreis große Anerkennung erworben.

Paul-Heinz Gischow war ein Vorreiter der Gründachbewegung in Berlin, er setzte Maßstäbe für die Gestaltung der Freiräume in Großsiedlungen und war wohl der Erste in Berlin, der im Wohnungsbau ökologische Aspekte berücksichtigte. Gischow beherrschte sein Fach durchgreifend! Ich glaube niemand in Berlin hat mehr durch gute und nutzbare Gartenanlagen für tausende von Menschen, die in Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus ihre Heimstatt fanden, getan und auch tun können, als er.

Mit dieser Rückschau will ich meinem Dank Ausdruck verleihen für die beruflichen Möglichkeiten, die er mir eröffnet hat und für die gute Zeit der gemeinsamen Arbeit. Vielleicht wollte Paul-Heinz gar nicht, dass so ein Artikel über ihn veröffentlicht wird - aus Bescheidenheit! Aber das nützt ihm jetzt auch nichts mehr, er ist da und wichtig! Egal, was ich mir vielleicht anhören muss.

Es ist der Augenblick einem großartigen Menschen, Freund und herausragenden Kollegen mit dieser Erinnerung die Ehre zu erweisen und ihm zugleich Glück und Gesundheit für das nächste Jahrzehnt zu wünschen. Warum nicht 100 Jahre werden?

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9 1998–2001, Erholungsgarten im Krankenhaus Spandau in Berlin mit "Sternen-Obelisk". Foto: Bidarchiv G+P
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10 Mommsenstraße 6 in Berlin-Charlottenburg. Durchgreifende denkmalpflegerische Wiederherstellung eines Jugendstil-Gartenhofes von Albert Gessner. Von dem was wir hier sehen, war nichts mehr außer Fragmente des Brunnens und der zentralen Beeteinfassung vorhanden! Foto: Bidarchiv G+P
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11 2002–2006 Gartenanlagen des Frau-Mutter-Kind-Centrums im Klinikum Berlin Neukölln. Hier der liebevoll ausgeführte Spielbereich für kleinere Kinder in der Klinik. Foto: Bidarchiv G+P

Werksauswahl

  • 1955 Siedlung Grüner Weg Berlin-Britz, II. Bauabschnitt (Gischow)
  • 1958-1961 Fertigstellung der Freianlagen Interbau Berlin1957 (Gischow)
  • 1962 Wolfsburg, VW-Wohnungsbau (Gischow)
  • 1962 Wohnsiedlung Teichstraße-Lübener Weg, I. BA Berlin-Reinickendorf (Gischow/GSW ab II BA 1963)
  • 1963 Stadterneuerung, Neubau und Sanierung, Rollbergstr. Berlin-Neukölln (GSW)
  • 1964-1974 Aussenanlagen Gropiusstadt Berlin (Rossow/Gischow)
  • 1964 John-Locke-Siedlung Berlin (1.600 WE), gepl. für "Stadt und Land" (GSW)
  • 1965 Teile der Freianlagen und Pflanzenauswahl Flughafen Tegel (Rossow/Gischow)
  • 1968 Freianlagen der "Freien Volksbühne Berlin" (Rossow/Gischow)
  • 1968-1985 Stadtteilsanierung Sanierungsgebiet Berlin Wedding, Degewo (Gischow)
  • 1971-1982 Projekte für die "Neue Heimat" in Berlin (Rossow/Gischow)
  • 1972 Raststätte und Kontrollstelle Grenzübergang Berlin-Dreilinden
  • 1972-1974 Landschaftsplan Stadt Goch, NRW (Rossow/Gischow)
  • 1973 Rudolf-Wissel-Siedlung (7800 WE), Berlin-Spandau (GSW)
  • 1974-1976 Landungsbrücken Berlin Wannsee (Rossow/Gischow)
  • 1975-1984 High-Deck-Siedlung (3000 WE), Sonnenallee Berlin-Neukölln (GSW mit der "Stadt und Land", damals noch Tochtergesellschaft der GSW)
  • 1975-1983 Institut für Arzneimittel des BGA in Berlin, seit 2001 in Bonn (Gischow)
  • 1975 Freianlagen vor dem Reichstag Berlin (Rossow/Gischow)
  • 1975 Umgestaltung Mehringplatz Berlin-Kreuzberg (Rossow/Gischow)
  • 1975-1982 Stadtautobahnüberbauung Schlangenbader Str. Berlin (Rossow/Gischow)
  • 1976 Brunnenanlage vor dem Rathaus Berlin-Neukälln (Gischow)
  • 1977-1982 Sanierungsgebiet Berlin-Schöneberg, Steinmetzstr. (Rossow/Gischow)
  • 1978-1986 Gutspark Neu-Kladow Berlin-Spandau (Gischow)
  • 1980 BEHALA Westhafen Berlin (Gischow)
  • 1981 Schlosspark Berlin-Tegel, Instandsetzung (Gischow)
  • 1982 DRK-Krankenhaus Berlin, Bundesallee 33-34 (G&P)
  • 1982-1985 Freianlagen Krankenhaus Neukölln (G&P)
  • 1983-1985 Jagdschlosspark Klein-Glienicke (G&P)
  • 1983 Wohnanlage Woltmannweg (1000 WE) Berlin-Steglitz (GSW) 2 Bundespreise 1984 u. 1987 und Deutscher Bauherrenpreis 1988
  • 1984 Gutspark Britz in Berlin, Gartendenkmal - Gustav-Meyer-Preis 1987 (G&P)
  • 1985 BUGA Berlin 1985, Ausstellung für den Fachverband (G&P)
  • 1986-1988 Technisches Zentrum der Sparkasse der Stadt Berlin-West (G&P)
  • 1988 Mommsenstr. 6, Berlin-Charlottenburg Gartenhof Denkmalpflege (G&P)
  • 1990 Wolfsburg-Detmerode, Stadtplanung (G&P)
  • 1990-1992 Melsungen/Hessen, Braun Pharma-Werk, Erschließung (G&P)
  • 1991-1996 Leipzig-Grünau, Sportpark u.a. Freianlagen im Wohngebiet (G&P)
  • 1991 Grünzug Berlin Hellersdorf (G&P)
  • 1992 Eilenburg/Sachsen, Landschaftsplanung (G&P)
  • 1992 Alexanderplatz, Freiraumkonzept (G&P)
  • 1993-1998 Wiederherstellung Vegetationsbild Schlosspark Klein-Glienicke (G&P)
  • 1993 Hamburg, Hotel an der Elbe (G&P)
  • 1994 Sportpark Hellersdorf Berlin, Senftenberger Ring (G&P)
  • 1995 Zusammenführung der zwei Golfplätze in Berlin-Wannsee (G&P)
  • 1996 Rudolf-Wissel-Siedlung, Berlin Spandau, Wohnumfeldverbesserung (GSW)
  • 1996-1998 Kompletterschließung von 3 Kolonien in Berlin-Lübars (BBIng)
  • 1998-2001 Krankenhaus Spandau (G&P)
  • 2001 Frankfurt(Oder), Siedlung am Kiliansberg Denkmal-Sanierung (G&P)
  • 2002 Nördliche Uferpromenade Frankfurt (Oder) (G&P)
  • 2002-2006 Frau-Mutter-Kind-Zentrum im Klinikum Berlin-Neukölln (G&P)
  • 2002-2010 Regis-Breitingen/Sachsen, Jugendstrafanstalt (G&P)

Anmerkungen

1 Die Lebensdaten sind entnommen aus: Gischow, Paul-Heinz: Biografie. Meine Lebensbeschreibung für den Zeitraum 1931-2019. Typoscript

Dipl.-Ing. Jürgen Kleeberg
Autor

Landschaftsarchitekt BDLA, Gartenhistoriker

G+P Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH

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