Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Dass die Rolle der Grünen Branche im Klimawandel eine aktive und problemlösende ist, dürfte schon lange bekannt sein. Dennoch wird etwa in Kommunen ihre Führungs- und Moderationsaufgabe bei Bau- oder Stadtplanung häufig nicht anerkannt oder strukturell durch Personalmangel verhindert. Das ist ein Fehler.

Zum Glück rütteln nun viele auf und zeigen die Dramatik der Entwicklung: Eine Studie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz belegt, dass 2023 der wärmste Sommer der vergangenen 2000 Jahre war. Der Waldzustandsbericht des Landwirtschaftsministers dokumentiert, dass vier von fünf Bäumen beschädigt sind.

Das Deutsche Institut für Urbanistik will Maßnahmen zum kommunalen Klimaschutz ins Grundgesetz einfügen und die Bundesregierung plant, die Entsiegelung von Flächen zu fördern. Auch die Gartenamtsleiter*innen fordern ein Rewilding, eine naturbasierte Stadtentwicklung. Warum passiert dann immer noch zu wenig?

Weil der Planungsprozess noch viel zu wenig interdisziplinär erfolgt, er institutionell zu wenig strukturiert ist und der Planungsalltag erst noch eingeübt werden muss. Auch lassen die Fortschritte im Verkehrsbereich noch auf sich warten. Doch wenn sich der Klimawandel weiter so beschleunigt wie in den vergangenen zehn Jahren, muss unsere Lernkurve steiler werden.

Beste Grüße,
Mechthild Klett

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