Gartenbaubücherei

Dr. Gerhard Drude mit 90 Jahren verstorben

TU Berlin Karriere
Am 30.09.2019 ist Dr. Gerhard Drude verstorben. Foto: Clemens Menne

Dr. Gerhard Drude, langjähriger Leiter der Gartenbaubücherei in der Universitätsbibliothek der TU Berlin, ist 90-jährig am 30. September 2019 verstorben. Wir gedenken unseres Ehrenmitgliedes als einen sehr kompetenten, korrekten und hilfsbereiten Menschen, der sich sowohl für die Bücherei als auch den Verein einsetzte und zahllose Nutzer bei der Literatursuche unterstützte.

Dr. Drude wurde am 7.11.1928 in Helmstedt in eine Theologenfamilie hineingeboren. Er führte die Tradition aber nicht fort, sondern begann 1949 eine Gärtnerausbildung, studierte in Hannover Gartenbau und promovierte 1960 in Gießen über den Einfluss von Mineralstoffgaben auf die Bodenflora. 1963 stieg er als Assistent am dortigen Obstbauinstitut ein. Ab 1967 ließ er sich an der TU Berlin zum wissenschaftlichen Bibliothekar ausbilden.

Nach Robert Zanders Tod 1969 übernahm Drude die Betreuung der Gartenbaubücherei. Daneben leitete er die Abteilungsbibliotheken Landbau und Technischer Umweltschutz und war für die Literatur in den Bereichen Krankenhauswesen und Biologie verantwortlich. Im Gartenbau warteten grundlegende und umfassende Aufgaben: den erst 1965 begonnenen Katalog fortzuführen und den Altbestand aufzuarbeiten, was teilweise gelang. Für die Freihandaufstellung der Bestände, die durch den Umzug vom TUB-Hauptgebäude in die Franklinstraße erstmals möglich wurde, erstellte er eine Systematik, die in überarbeiteter Form noch heute ihre Gültigkeit hat.

Als Gartenbauwissenschaftler war sich Dr. Drude auch der Bedeutung der Gartenbau-Sonderbestände bewusst. In den 1980er-Jahren veranlasste er die Katalogisierung der Gärtnereikataloge und der Sonderschriften. Er selbst arbeitete akribisch an der Erstellung eines Archiv-Findbuches. Wichtig schien es ihm auch, die Geschichte der Bücherei und unseres Vereins zu erforschen; ab 1971 veröffentlichte er zu diesem Thema.

Noch 1969 wurde er Vereinsmitglied und wirkte ab 1972 längjährig als Geschäftsführer und Kassenwart, später als Beisitzer. Die Erhöhung der Mitgliederzahl und der Schriftentausch mit anderen Institutionen waren ihm besondere Anliegen. In Berichten und Mitteilungen in der Presse machte er immer wieder auf die Gartenbaubücherei aufmerksam. Auch nach seiner Pensionierung im November 1991 setzte er sich für den Verein ein. Bis 2000 erschienen Beiträge von ihm. 2012 lieferte er wichtige Informationen zur Erstellung des Autographen-Kataloges. Darüber hinaus stand er noch einige Jahre in Kontakt mit dem Verein und der Universitätsbibliothek. Frank Singhof

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