Glyphosat

Monsanto zu 1,78 Milliarden Euro Schadenersatz verurteilt

Glyphosat Herbizide
Ameranthus Palmerii (Arizona) gehört zu den glyphosatrestenten Pflanzen. Foto: CC BY-SA 3.0, Pompilid – Eigenes

Die Bayer-Tochter Monsanto, Hersteller des Pflanzenschutzmittels Glyphosat, ist von einem US-amerikanischen Gericht zu einer Schadenssumme von 1,78 Milliarde Euro an ein Rentnerehepaar verurteilt worden. Der Konzern hat damit schon das dritte Gerichtsverfahren wegen Glyphosat verloren. Ein Rentnerehepaar hatte Monsanto angeklagt, weil sie überzeugt sind, dass sie durch die Verwendung von Glyphosat an Krebs erkrankt sind. Der Bayer-Konzern will gegen das Urteil Einspruch erheben, da nach seiner Auffassung die Krebserkrankungen des Paares nicht ursächlich auf Gylphosat zurückgeführt werden könne. Es steht für den Chemiekonzern aber noch mehr Ärger ins Haus. Insgesamt gibt es 13 400 Klagen allein in den USA gegen das Unternehmen wegen der Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels.

Die Wirkung oder möglichen Risiken von Glyphosat wird von unterschiedlichen Forschungsinstituten unterschiedlich bewertet. In Deutschland darf auf Nichtkulturland Glyphosat nur mit ausdrücklicher Genehmigung der zuständigen Landesbehörde eingesetzt werden, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. Die Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel auf Flächen, die von der Allgemeinheit genutzt werden, wie öffentliche Parks und Gärten, Sport- und Freizeitplätze, Schulgelände und Kinderspielplätze ist stark eingeschränkt.

Auf diesen Flächen entscheiden die Städte, Gemeinden oder Landkreise, wie sachgerechte Unkrautbekämpfungsmaßnahmen zu definieren ist und wie verantwortungsvoll mit Pflanzenschutzmitteln und Ausnahmegenehmigungen umzugehen ist. Die Tatsache, dass glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel grundsätzlich zugelassen sind, schließe nicht aus, dass Kommunen in eigenem Ermessen andere Mittel beschaffen und anwenden, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. mk

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