Debatte zu Grüner Infrastruktur

Bundesstiftung Baukultur und bdla vereinbaren weitere Kooperation

Grüne Infrastruktur beinhaltet Maßnahmen zum Hochwasserschutz zur Integration von Verkehrs- und Energiesystemen, zur Entwicklung von Stadtgrün, zur Konzeption von Gesundheits- und Freizeitlandschaften. Foto: Manni66, pixelio.de

Baukultur impliziert die Begriffe Bauen und Kultivieren und bietet damit die fachliche Basis für die Zusammenarbeit von Bundesstiftung Baukultur und Bund Deutscher Landschaftsarchitekten. Das bekräftigen auf einer gemeinsamen Sitzung am 28. Januar 2015 in Berlin Stiftungsvorstand Reiner Nagel und Till Rehwaldt für das Präsidium des bdla.

Nachdem sich die Bundesstiftung Baukultur im letzten Jahr in ihren Baukulturwerkstätten und im Baukulturbericht 2014/15 "Gebaute Lebensräume der Zukunft - Fokus Stadt" (kostenfreier Download unter www.bundesstiftung-baukultur.de) auf den großstädtischen Raum fokussiert hat, rückt die Stiftung aktuell Mittel- und Kleinstädte, das Umland der Metropolen und die ländlichen Räume ins Blickfeld der fachlichen Auseinandersetzung und öffentlichen Diskussion. Diese Ausrichtung auf Stadt und Land begrüßen die Landschaftsarchitekten und nehmen gern das Angebot an, sich bei der Neuauflage der Baukulturwerkstätten 2015 der Bundesstiftung zum Thema "Infrastruktur und Landschaft" am 9. und 10. Juli in Regensburg erneut als Kooperationspartner zu engagieren. "Die großen Aufgaben des Infrastrukturaus- und Umbaus benötigen nicht nur große Budgets, sondern haben direkte Auswirkungen auf das Landschafts- und Ortsbild. Wir wollen gemeinsam mit Landschaftsarchitekten und Ingenieuren die Synergien für die Verbesserung unserer gestalteten Lebensräume heben", so Reiner Nagel.

"Hieß es 2012 noch 'Infrastruktur in der Landschaft', so hat sich das Verhältnis beider dahingehend verändert, dass wir heute gleichberechtigt von 'Infrastruktur und Landschaft' sprechen. Landschaft wird zunehmend als eine eigene Art von Infrastruktur betrachtet; auf europäischer Ebene wurde dazu der Begriff 'green infrastructure' eingeführt", kommentiert Till Rehwaldt. Grüne Infrastruktur inkludiert beispielsweise Maßnahmen zum Hochwasserschutz zur Integration von Verkehrs- und Energiesystemen, zur Entwicklung von Stadtgrün zur Konzeption von Gesundheits- und Freizeitlandschaften. "Immer geht es dabei um das übergeordnete Ziel, die Diversität und Resilienz unserer Umwelt zu verbessern, die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen und die alltägliche Lebensumwelt des Menschen zu qualifizieren."

Zukunftsaufgaben von Landschaftsarchitektur und Baukultur, der neue Umgang mit Planungs- und Baukultur sind auch Gegenstand eines weiteren gemeinsamen Events. Im Rahmen des bdla-Planerforums 2015 in der EXPO-Stadt Mailand laden bdla und Bundesstiftung Baukultur am 26. Juni zu einem europäischen Netzwerktreffen in den Deutschen Pavillon ein. Dieser partnerschaftliche Auftritt auf internationalem Parkett ist sozusagen die Generalprobe für das Engagement von Verband und Stiftung auf dem Weltkongress der Landschaftsarchitekten "Tasting the Landscape" vom 18. bis 23. April 2016 im italienischen Turin.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2015 .

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